Mittwoch, 1. Juli 2009

Statt etwas zum Lesen...

Nachdem die Forderungen nach etwas zum Lesen inzwischen sogar per SMS einfliegen.... kommt jetzt erstmal was zum Schreiben. Und zwar habe ich via den Bewerberblog eine Seite gefunden, bei der man kostenlos seine Handschrift graphologisch untersuchen (lassen) kann. Also, fix zu Stift und Papier gegriffen und selbst ausprobieren! Bei mir kam folgendes heraus - Richtigkeitseinschätzungen bitte in die Kommentare. Ich verspreche auch, demnächst wieder etwas Richtiges zum Lesen zu liefern ;)

loosy ist eher bescheiden und zurückhaltend.
Es reicht ihr, wenn sie nicht im Mittelpunkt steht.

loosy ist ein impulsiver, unsteter, vielseitiger und unkonventioneller Typ.
Es fällt ihr nicht leicht, sich anzupassen.

Sie ist von sich überzeugt und hat eine eigene Meinung.
Sie lässt sich von anderen nicht so leicht beeinflussen,
auch nicht von einem "Das gehört sich aber so."

Sie ist sinnlich, warmherzig, gemütlich und phantasievoll.
Im Großen und Ganzen wirkt sie gelassen bis uninteressiert,
wenn sie aber von einer Sache überzeugt ist, überrascht sie
ihre Umwelt durch ihr überschwängliches und begeisterungsfähiges Auftreten.

Sie ist lebhaft und kontaktfreudig.
Mit viel Verständnis für die Belange anderer.

loosy ist ein sehr gefühlsbestimmter Mensch.
Oft werden Entscheidungen gefühlsmäßig gefällt, obwohl bei
rein rationeller Überlegung eine andere Entscheidung die richtige wäre.

loosy ist überdurchschnittlich intelligent.
Nüchtern und zweckmäßig bewältigt sie ihre Aufgaben.

Sie ist bestrebt, anderen Menschen so weit wie möglich zu helfen.

loosy ist sehr stark um Gerechtigkeit bemüht.
Sie versucht stets, sich für andere einzusetzen.

loosy wirkt oft etwas nervös und wenig entspannt.

Sie ist dickköpfig und neigt schon mal zu trotzigen Reaktionen.

loosy ist insofern bescheiden und wenig aufdringlich,
als dass sie es nicht nötig hat, die Umwelt bei jeder Gelegenheit
auf die eigenen Stärken aufmerksam zu machen.

Samstag, 27. Juni 2009

Ein paar Geburtstagsbilder

Ich dachte mir, bevor ich hier mit philosophischen Abhandlungen über das 26-Sein ankomme, zeig ich lieber ein paar Bilder von dem, was Ihr verpasst habt, wenn Ihr nicht bei meiner Party ward ;)





Fruchtige Fleischbällchen - unheimlich lecker und professionell geformt, gebraten und dekoriert von Caro, der fleißigsten Küchenhelferin in der Geschichte der Geburtstagsparties...




Pink Grapefruit-Radieschen-Salat - Der wurde im Laufe des Abends immer rosaner und mädchenhafter...




Trauben-Reissalat mit Minze - der ungekrönte Champion des Partybuffets



Schmetterlingssalat - Hierbei haben wir noch ein wenig improvisiert und abgewandelt - ich sag nur Erdnussbutter plus Semmelbrösel...



Kartoffelsalat mit Mango und Feta - Ohne Worte... einfach bombastisch lecker!



Camparibowle - Alle hatten Angst vor zu viel Alkohol, aber jetzt kann ich ja erzählen, dass ich aus Versehen alkoholfreien Sekt gekauft hatte und also "nur" eine Flasche Campari und 2 Flaschen Wein drin waren... hihihi



Die Belohnung für die Mühen... Ein paar Nachzüglergeschenke fehlen noch auf dem Bild, aber sieht doch toll aus :) Danke danke danke an alle Gäste, Glückwünscher, Geschenkeschicker und Gehilfen, insbesondere Caro und natürlich den unglaublichen, unwahrscheinlich tollen und absolut unbestechlichen Mio! ;)

Freitag, 26. Juni 2009

Heute wäre sie 20 Jahre alt...


Cora von der alten Steinbrücke. Hier beim Zähneputzen.

Mittwoch, 24. Juni 2009

Ein Blog ist auch zum Verlinken da.

Die versprochenen neuen Einträge werden folgen - gerade überlege ich zum Beispiel, wie man die Feierlichkeiten zu meinem Geburtstag blogtauglich verwursten könnte - hier aber erst mal ein Link zur Riesenmaschine, bei dem einem schon schwindlig wird...

Offenbar entschieden hat sich vor kurzem das vielbeachtete geographische Wettrüsten zwischen Kanada und den Philippinen um das fraktalste Alleinstellungsmerkmal der Welt.


weiter...

Donnerstag, 18. Juni 2009

So langsam...

...müsste es hier mal ein bisschen weitergehen. Sonntag habe ich Geburtstag, das sollte als einschneidendes Erlebnis ausreichend sein, ein paar gute Vorsätze zu fällen ;) Einer davon ist es, mich wieder mehr meinem Blog zu widmen. Die Gründe, warum das in letzter Zeit so selten geschehen ist, sind vielfältig und haben aber hauptsächlich mit dem Faktor Faulheit zu tun. Und wie das so ist, wenn man sich in einem Bereich des Lebens aufrafft und wieder etwas tut, dann reicht der Energieschwung manchmal noch für einen weiteren mit aus. Es gibt also Hoffnung, dass ihr hier bald wieder mehr lesen könnt! Für die Zwischenzeit empfehle ich wie immer den Twitter-Feed auf der rechten Seite ;)

Freitag, 8. Mai 2009

Die Italienisierung meiner Küche

Seit Mio hier wohnt - also offiziell seit letzter Woche, inoffiziell seit Beginn dieses Jahres und gefühlt noch ein paar Wochen länger - haben sich sowohl meine Essgewohnheiten als auch die Ausstattung meiner Küche ganz schön verändert. Ein paar Beobachtungen:

  • Meine Küchenschublade enthält jetzt nicht mehr nur 3 "scharfe Messer" plus ihre großen Verwandten, sondern geschätzte 12-20. Der Bestand an "normalen" Messern hingegen erhöhte sich nur um 2 oder 3.
  • Aus meinem gelegentlichen Kaffeekonsum (Fertigcappuccino plus ab und an mal etwas Ausgefalleneres "auswärts") wurde ein regelmäßiger: Morgens eine Tasse echter Cappuccino zum Frühstück und dann nach dem Frühstück nochmal einen Espresso.
  • Wegen dieses Espressos gibt es in meinem Kühlschrank jetzt auch Kondensmilch - das trinkt er halt so.
  • Dafür ist die Butter/Margarine geradezu ausgestorben und muss vor Backaktionen erstmal unter Aufwendung sämtlicher Erinnerungsfunktionen des Gehirns gekauft werden.
  • Die ohnehin schon große Auswahl an Käse aller Art wird in regelmäßigen Abständen um große Stücke Parmiggiano und Pecorino aus der Heimat erhöht.
  • Hinzu kommt eine große Auswahl an Wurst.
  • Salbeiblätter und Kapern gehören an fast jedes Essen.
  • Es gibt noch öfter Pasta als früher, die Auswahl ist auch größer geworden.
  • Dafür sank der Haferflockensuppe-, Grießbrei- und Puddingkonsum - da muss ich mal dran arbeiten ;)
  • Das Gleiche gilt für meine heißgeliebten Kartoffeln - s.o.
  • Zusätzlicher täglicher Abwasch: Milchkochtopf, Espressomaschine (2 mal), Weingläser (fast immer), Schnapsgläser (ziemlich oft *g*)

Dabei fällt mir ein, dass wir bald mal wieder ins Centro Italia fahren sollten, Frühstückskekse, Bresaola, Scamorza und Chinotto sind alle! Nächste Woche fährt Mio mal wieder in die Heimat, ich bin gespannt, was er mitbringen kann...

Montag, 27. April 2009

Ich glaube ich habe mich entschieden

Zur Vorgeschichte... Ich bin auf dem Land aufgewachsen, fern von gut organisiertem öffentlichen Nahverkehr. Zum Glück hatte ich sehr zuvorkommende und fahrfreudige Eltern und meine Ausflüge ins Nachtleben fanden zum überwiegenden Teil erst später statt, als ich schon in einer echten Stadt wohnte. Für die wenigen Ausnahmen fand sich immer irgendwie eine Lösung und so stand ich nicht unter besonders großem Druck den Führerschein zu machen - anders als gefühlt jeder andere junge Mensch in meiner damaligen Situation. Das wollte ich ja auch gar nicht: Von klein auf hatte ich eine Abneigung gegen das selbständige Autofahren. Beifahrersitz und Rückbank waren kein Problem, selbst stundenlange Autofahrten konnten mit guter Musik und guten Büchern ohne Schwierigkeiten überbrückt werden. Bei der Vorstellung, selbst am Steuer zu sitzen wurde mir hingegen übel, das ging bis zu Panikattacken, Kopfschmerzen, spontanen Tränenausbrüchen... Also, wozu dann einen Führerschein machen? Zudem ich der Umwelt zuliebe sowieso für jede Förderung des Weniger-Autofahrens bin. Und danach habe ich dann ja immer in einer großen Stadt gelebt und brauchte einfach nicht selbständig auf vier Rädern mobil zu sein.

Doch irgendwie blieb der Gedanke immer hängen, dass ein Führerschein vielleicht doch erstrebenswert sei, der soziale Druck - "Das braucht man doch für den Job!" wurde nach und nach größer und irgendwann war ich nicht mehr zufrieden mit meinen "Ausreden". Hinzu kam ein motivierend gemeintes Ultimatum von 2 Jahren und das Angebot, mit einem Freund zusammen anzufangen. Diese Gründe bewegten mich schließlich, mich im Januar 2008 in einer Fahrschule anzumelden, die sehr nah an meiner Wohnung lag und laut einer spontanen Umfrage im Bekanntenkreis als sehr gut und vor allem mit einfühlsamen Fahrlehrern ausgetattet war. War auch am Anfang alles gar nicht so schlimm und durch den mitkommenden T. eine recht angenehme Veranstaltung. Die Theorie, wohlgemerkt. Dann musste ich aufgrund einer Erkrankung den Theorielehrgang unterbrechen. Als ich wieder einstieg, war T. nicht mehr dabei. Trotzdem zog ich es durch, da es nicht wirklich schwer war und auch nicht zu sehr von meinem sonstigen Leben abwich. Mit einem Onlinelehrgang bereitete ich mich auf die Prüfung vor und Anfang Juni hatte ich den Schein für die bestandene Prüfung in der Tasche. Bereits im Mai hatte ich mit den Stunden angefangen, das war ein weit schwerwiegenderes Übel.

Meinen ganzen Mut zusammennehmend und mit Tränen in den Augen, ging ich wieder zur "Chefin" (wie damals bei der Anmeldung, übrigens in ähnlichem Zustand) und fragte nach einem passenden Fahrlehrer. Sie bemühte sich sehr und suchte mir den besten für sie Angsthasen wie mich heraus und ich fand ihn auch echt völlig ok. Die ersten Fahrstunden waren die Hölle für mich, aber nach und nach sank der Qual-Anteil und nach Ablauf der Pflichtstunden hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, dass Autofahren sogar ein bisschen Spaß machen kann. Ein ganz kleines bisschen.

Dann war es Zeit, nach Berlin zu ziehen. Für die restlichen Fahrstunden und die Prüfung würde ich zurückkehren. Im August war es dann soweit. Die Prüfung. Ich war natürlich ziemlich aufgeregt, dachte aber, dass es schon irgendwie machbar wäre. Ich fuhr ohne allzu große Probleme - dachte ich. Am Ende wurde jedoch Bilanz gezogen und der Prüfer teilte mir mit, dass es nicht gereicht hätte. Da ich die gesamte Prüfungszeit verbraucht hatte und der Fahrlehrer zur nächsten Prüfung musste, musste ich dann also ganz alleine den Weg zurück in die Stadt laufen, heulend, weil ich zum ersten Mal im Leben eine Prüfung nicht bestanden hatte. Ich klagte diversen Menschen per Telefon mein Leid und wurde aufgemuntert. Am Ende war ich recht optimistisch, dass es beim zweiten Mal ja klappen müsste.

Das zweite Mal kam im September. Die Aufregung und das Unbehagen nahmen in den Tagen vor der Prüfung stetig zu und nach nicht einmal 15 Minuten war die Prüfung vorbei, weil ich völlig irrational gehandelt hatte. Danach beschloss ich, meine weitere Führerscheinanwärterkarriere in weniger befahrene Gefilde zu verlegen und wechselte (nach einigen Wochen des Prokrastinierens, Beziehungbeendens, Neue-Beziehungeingehens, Arbeitens und Bibberns zu einer Fahrschule auf dem Dorf. Die Überwindung wieder ins Auto zu steigen war riesig, aber Mio kam mit und war von Anfang an dabei, mehrere Fahrstunden lang. Dann war erstmal kein Prüfungstermin mehr frei und das Unvermeidbare wurde ins Jahr 2009 verschoben.

Im Januar dann wieder ein paar Fahrstunden (übrigens seit Dezember nur noch mit Beruhigungstropfen) und dann die Prüfung. Gescheitert nach etwa 20 Minuten wegen völligen Blackouts, totaler Verweigerung meines Gehirns und meines Willens. Darauffolgend dann stundenlange Weinkrämpfe und der Beschluss, mit einer etwaigen Wiederholung mindestens ein paar Monate zu warten. Die Deadline, die sich aus dem Datum der Theorieprüfung ergibt, liegt ja bei Anfang Juni.

Danach habe ich es geschafft, das Thema weitestgehend zu verdrängen. Ab und zu, besonders wenn ich irgendwo in einem Auto saß, kam es wieder hoch und mit ihm die Frage: Nochmal probieren oder einfach sein lassen? Gestern war es mal wieder soweit. Denn wenn ich es wirklich nochmal probieren wollen würde, müsste ich mich jetzt so langsam mal um Termine kümmern. Die verbleibende Motivation, den Führerschein zu machen, besteht inzwischen daraus, dass ich bisher ungefähr 2000 € und knapp 1,5 Jahre seelische Pein investiert habe. Sonst eigentlich nichts. Vielleicht noch die Angst, eine Niederlage einzugestehen. Auf der anderen Seite steht die endgültige Erledigung eines Seelenbelasters, das Umweltgewissen, die Kosten von bestimmt nochmal 400 € für weitere Fahrstunden und eine Prüfung, das Wissen, dass es auch ohne Führerschein geht...

Heute ist nun meine Entscheidung gefallen. Zu sagen wir 99,999999 %. Dazu haben zwei Dinge beigetragen:

1. Derjenige, der mir damals das Ultimatum stellte, ist seinen Führerschein wegen Alkohol am Steuer los. Er lebt in einem ÖPNV-schwachen Gebiet jetzt erstmal ohne. Und das gar nicht so schlecht. Abgesehen davon spielt er in meinem Leben nur noch eine sehr überschaubare Rolle, so dass ich neben der nicht mehr vorhandenen Verpflichtung (Ultimatum) auch nicht mehr das Gefühl habe, ihm etwas beweisen zu müssen, dass mich noch eine ganze Weile lang begleitet hatte.

2. Ich lese gerade mit zunehmender Begeisterung "Dinge geregelt kriegen ohne einen Funken Selbstdisziplin" von Kathrin Passig und Sascha Lobo. Die für mich bisher wichtigste Erkenntnis ist, dass man nicht immer unbedingt sich selbst ändern muss, wenn man in Konflikt mit "dem System" gerät. Manchmal ist es sinnvoller, energiesparender und freudvoller, wenn man bestimmten Aspekten des Systems aus dem Weg geht und sich einen anderen Weg sucht.

Also, Du komische Welt, die meint, ich bräuchte einen Führerschein: Nix is. Ein Führerschein passt nicht zu mir, das sagt mir mein Gefühl schon seit bestimmt 10 Jahren. In den letzten 1,5 Jahren hat mein Körper die Abwehr dagegen manifestiert (und vielleicht dabei die Abwehr gegen diverse Krankheitserreger vernachlässigt?). Ich verschwende jetzt keine Energie mehr damit, mich selbst zu überreden und zu disziplinieren, um eine Sache zu erreichen, die ich gar nicht wirklich will und die mir schon beim Gedanken daran Kopfschmerzen und Tränen verursacht. Nein, nein, nein. Die Energie stecke ich jetzt lieber ins Finden von Alternativen, in das Pflegen von Beziehungen zu Leuten, die mir in Notsituationen als Fahrer zur Verfügung stehen und in die Beschaffung von finanziellen Mitteln, die es mir in Zukunft erlauben, Züge, Busse, Mitfahrgelegenheiten und Lieferdienste in Anspruch zu nehmen. Aus die Maus. Freiheit!

Dienstag, 14. April 2009

Ostern in Bildern


Die Ostertage waren angefüllt mit so vielen Aktivitäten, dass ein minutiöses Bloggen einen viel zu langen Text generieren würde - langweilig für Euch und mich. Deswegen einfach mal ein paar Bildchen mit Kommentaren, auf Nachfrage dann auch gerne mehr Informationen.


+++ Regenbogen am Strausberger Platz bei unserem Karfreitags-Fahrradausflug +++




+++ Zwischenstopp im Club der Visionäre +++



+++ Wir am Orankesee +++


+++ Der tollste Biergarten der Welt - neben dem üblichen Angebot gibt es hier auch frisch gemachte Pizzen und Salate und man speist fürstlich im Bett +++



+++ Ostersamstagsfrühstück im Blumencafé mit Papageienunterhaltungsprogramm +++



+++ Am Ostersonntag verdreht der Wind die Fahne an der Kirche +++




+++ Wie die Orgelpfeifen... +




+++ ...und natürlich noch ein wenig Katzencontent +++