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Donnerstag, 2. Juli 2015

Der Tag des Kuchens

Dieser Tag wird in unserem Büro als "Der Tag des Kuchens" in die Geschichte eingehen. Seit Monaten beobachte ich ja bereits auf Instagram den Backmarathon, den Luisa für ihr Buch hinlegt. Es wird ein deutsches Backbuch für den amerikanischen Markt und mehrmals die Woche steht Luisa mit ihrer Praktikantin Maja in der Küche und bäckt. Sie backen Unmengen an Kuchen und irgendwer muss den ja dann auch essen.



Auf der Rückreise aus Case Vecchie hat Luisa mir erzählt, dass sie nach all der Zeit keinen Kuchen mehr sehen kann und auch ihr gesamtes Umfeld schon ständig mit Kuchen versorgt. Auch ihr Mann bekommt regelmäßig etwas mit ins Büro. Das brachte mich dann auf die Idee, ihr mit meinen Diensten zu helfen und auch meine Kolleg_innen mal mit frisch Gebackenem von Luisa zu versorgen. Heute brachte dann ein Foto des Apfelstrudels den Stein ins Rollen und so fuhr ich in der Mittagspause in geheimer Kuchenmission nach Wilmersdorf.



Es passiert einem wahrscheinlich nicht allzu oft im Leben, dass man die richtige Station zum Umsteigen verpasst, weil man so in ein Buch versunken ist, das von der Person geschrieben wurde, die man gerade besuchen fährt. Mir ging es heute so. Mir fiel nach dem Sizilien-Trip auf, dass ich Luisas Buch damals in der deutschen Übersetzung gekauft hatte und dann wollte ich auf jeden Fall das Original lesen, deswegen habe ich es seit ein paar Tagen als E-Book auf dem Handy. Es hat mich zum Beispiel dazu inspiriert, gestern eine komplette Paprika in den Backofen zu legen, erst nach 40 Minuten wieder herauszuholen und dann zu schälen und mit den Fingern auseinanderzupflücken. Das mache ich jetzt auf jeden Fall öfter!



Zu den Nebenwirkungen gehört jedenfalls, dass ich jetzt schon zweimal meine Haltestelle verpasst habe, das zweite Mal eben heute auf dem Weg zu Luisa. Und dann stand ich endlich in der berühmten Küche, fachsimpelte über den Bienenstich meiner Oma und den optimalen Rosinengehalt von Stollen. Leider hatte ich nicht allzu viel Zeit, deswegen ging es sehr schnell daran, Kuchen einzupacken. Ich durfte fast den kompletten Apfelstrudel mitnehmen, außerdem ein Viertel Baumkuchen und fast ein halber Zimtkuchen, mehrere Stücke Bienenstich, ein großzügiges Ende Quarkstollen sowie eine dicke Scheibe Haselnusszopf. Wir bedankten uns überschwänglich beieinander - Luisa und Maja dafür, den ganzen Kuchen loszusein und nicht selbst essen oder unter die Leute bringen zu müssen und ich mich für den unverhofften Kuchensegen, der mir und meinen Kolleg_innen den Nachmittag verschönern würde.



Mein unmittelbares Team hatte ich vorher bereits eingeweiht, so dass bei meiner Rückkehr bereits eine Packung Vanilleeis zur Begleitung des Apfelstrudels bereit stand. Gemeinsam bauten wir dann ein Büffet auf und luden den Rest der Abteilung ein - jeder durfte sich nehmen, was er wollte und sollte dafür einzig eine Kritik abgeben, darauf hatte Maja bestanden. Natürlich ließ sich niemand lange bitten und innerhalb kürzester Zeit war alles verputzt (bis auf eine Kostprobe, die ich vorher für den Hasen beiseite geschafft hatte). Es hagelte positive Kommentare, Dank und warme Worte und die Bitte kam auf, das doch jetzt bitte zur Tradition werden zu lassen.


Per Mail bekam ich dann noch ausführlichere Bewertungen, zum Teil sehr elaboriert, die ich an Luisa weitergeleitet habe. Am Ende war noch fast die halbe Packung Eis übrig, die ich mir dann mit einer Kollegin noch teilte. Danach war ich sehr, sehr vollgefressen, komplett genudelt, sozusagen. Heute werde ich nicht mehr viel hinunter bekommen, aber für eine Fortführung dieser neuen Tradition bin ich auf jeden Fall - nicht nur wegen des Kuchens, sondern auch, um mir immer wieder bewusst zu machen, dass ich den Zauber dieser Woche in Sizilien - die Atmosphäre, die Gespräche, die gemeinsame Begeisterung für Essen... Note to self: Ich muss darüber noch ausführlicher bloggen! - mit einer einfach U-Bahnfahrt wieder heraufbeschwören kann. Zum Glück hat Luisa in den nächsten Wochen noch etwa 20 Rezepte vor sich, so dass sich hoffentlich noch mindestens eine weitere Kuchen-Tour ergibt...


Dienstag, 12. Mai 2015

#12v12 im Mai

Wie gut ich wirklich in Mathe bin, merke ich ja jeden Monat wieder, wenn ich mich wundere, dass 12 von 12 so kurz nach dem Tagebuch-5 ist. Hab dann auch fleißig Fotos von meinem Tag gemacht, die anderen findet Ihr bei Caro.



Der Duschvorhang ist derzeit eines der Lieblingsspielzeuge von Nimbin und wird bis aufs Blut - bzw. bis auf das Durchstechen des Öko-Kunststoffs mit den Krallen - bekämpft.



Heute soll es warm werden, ich ziehe mich also luftig an.



Fürs Frühstück werden die letzten Erdbeeren in Joghurt geschnippelt, das heißt, ich muss spätestens morgen neue kaufen - kein Tag ohne Erdbeeren, solange Saison ist!



Am Alex weckt dieses Plakat starke Brombeer-Cider-Gelüste in mir. Als ich es Instagramme, sehe ich, dass Alu von Grosse KöPfe auch gerade ein Bild vom U2-Bahnsteig gepostet hat. Ich blicke auf  und, richtig, da ist sie. Dank 12 von 12 haben wir ja auch beide heute Morgen schon gesehen, was die andere trägt, so dass ein Erkennen auch dann möglich gewesen wäre, hätten wir uns nicht letzte Woche auf der re:publica zum ersten Mal die Hand geschüttelt. So wird die Fahrt mit der U-Bahn zu einem impromptu Bloggerinnentreffen. 



Im Büro angekommen wähle ich für den Weg in den 5. Stock mal wieder faul den Fahrstuhl. (Andere machen das mit dem 1. und 2. Stock, das würde mir nur einfallen, wenn ich (temporär) gehbehindert wäre oder wirklich viel Gepäck dabei hätte.)



Weil ich heute sehr müde bin, gibt es zusätzlich zum Tee noch eine Tasse Kaffee.



Beim Betreten des Meetingraumes noch Getränke der Vorgänger vorfinden ist eine schöne Abwechslung.



Nach der Sitzung geht es mit Nudelsalat, Aloe Vera-Drink und Buch raus in den sonnigen Park - Mittagspause.



Beim Lesen Salat essen macht lustige Ölflecken auf der Hose.



Einen Teil des Nachmittags verbringe ich mit dem Durcharbeiten dieses riesigen Stapels an Unterlagen, die ich mir gestern ausgedruckt habe. Da ich normalerweise keinen Arbeitslaptop habe und benötige, die Unterlagen aber mobil nutzen will, passiert das ganz klassisch mit Stift und Papier und nicht ohne schlechtem Gewissen ob der für mich gestorbenen Bäume.



Nach Feierabend findet heute ein informeller Umtrunk in der Büroküche statt.



Dabei bekomme ich auch feierlich meine 5-Jahre-Groupon-Jacke und ein Fläschchen Prosecco überreicht.

Bonustracks:


Die Jacke und ich, seitenrichtig vor passendem Hintergrund.



Nimbin bräsig auf der schleudernden Waschmaschine.

Sonntag, 5. April 2015

Tagebuch-5 im April - Oster-Edition

Schon wieder der 5, schon wieder WMDEDGT bei Frau Brüllen. Und ich schon wieder dabei, natürlich. :) Zwischen all den Osterberichten werde ich heute wohl ein wenig herausstechen, denn zum Einen verbringen wir den Ostersonntag dieses Jahr nicht mit der Familie (Karfreitag, Ostersamstag und Ostermontag hingegen schon), zum Anderen arbeite ich heute mal ganz klassisch einen Feiertagsdienst.

 

Dementsprechend klingelte der Wecker heute trotz Sonn- und Feiertag um 9 und ich schlich in die Küche, um mir dann unter lautem Gedröhn einen Smoothie zu mixen. Hinein kam, was wegmusste (Wildmangos, Bananen, Apfel, Orange), was gut tut (Ingwer, Curcuma und Matcha-Pulver) sowie was flüssig macht (Apfel-Birnen-Saft). Außerdem fütterte ich die Katzen und putzte mir die Zähne. Dann ging es auch schon an den Schreibtisch, dank tollen Wetters immerhin sonnenbeschienen und mit offener Balkontür.



Die Katzen sorgen immer wieder für putzige Unterhaltung zwischendurch. Entweder springen sie mir auf den Schoß oder direkt auf den Schreibtisch, oder sie legen sich einfach dekorativ hin und verlangen danach, fotografiert zu werden. Großraumbüro-Feeling für Zuhause, sozusagen. Als der Mann schließlich aufsteht, gibt es als zweiten Gang eine Schüssel Cornflakes mit Milch - hatten wir extra für unsere amerikanische Couchsurferin vom letzten Wochenende gekauft und der Blogpost von Leitmedium, bzw. mein Kommentar und sein Tweet dazu weckten nun meinen Appetit darauf - außerdem war das Brot verschimmelt und der Mann muss erst neues backen.

Ungefähr zur Hälfte des Arbeitstages passiert genau das, was man im Homeoffice am wenigsten will: Das Internet bricht zusammen - also, unser Anschluss daran. Nach einem hektischen Telefonat mit dem Provider ("Da können Sie jetzt gar nix machen, wir melden uns, wenn's wieder geht") und kurzem Überlegen muss ich mich wohl oder übel doch noch anziehen (*hüstel*). Zum Glück wohnt eine liebe Freundin nur eine Straße weiter und wir haben einen Schlüssel. Ich begebe mich also in ein Zweit-Homeoffice, mit Zweitkatze, und arbeite dort weiter. Glück gehabt!


Gerade als ich zu verhungern drohe kommen Freundin und Mann mit Kuchen herein. So gibt es doch noch ein kleines bisschen österliche Festlichkeit. Danach wird aber schnell weitergearbeitet, bis ich um 18 Uhr endlich Feierabend habe.


Wir verabschieden uns und kehren in unsere Internet-lose Wohnung zurück. Für ein Stündchen (oder zwei) setze ich mich an den Rechner des Mannes, um Monkey Island 2 zu spielen. Er benutzt derweil meinen Laptop und zockt Colonization. Ich stelle fest, dass es ein Fehler war, neulich den "leichten" Spielmodus zu wählen. Es geht viel zu schnell und viele Dinge, an die ich mich erinnere, fehlen. Muss ich wohl demnächst nochmal von vorn anfangen. Level 2 ist jedenfalls schnell durchgespielt.

Abends gibt es dann ein Gericht aus meiner Jugend: Pellkartoffeln und bunten Quark. Neben Kräutern aller Art gehören da noch hartgekochte Eier hinein und was eben so da ist - Tomate, Paprika, saure Gurken, Äpfel... Hauptsache bunt eben. In unserem Fall kommen heute Schnittlauch, Petersilie, Dill, Sauerampfer, Gurke, Tomate, Ei und Apfel hinein. Für Kartoffelportion 2 kommt Rollmops auf den Tisch, zum Nachtisch gibt es Schokohasen.


Über Pellkartoffeln können wir uns übrigens trefflich streiten. Von der Zubereitungsmethode über die erwünschte Konsistenz der zu essenden Kartoffeln bis hin zu den Dingen die dazugehören: Der Mann schwört auf den Schnellkochtopf. Die Kartoffeln haben danach so weich zu sein, dass man die mit der Gabel zerdrücken kann. Dazu gibt es eigentlich nur Kräuterquark (und zwar reicht da auch fertiger). Zumindest im letzten Punkt lässt er aber mit sich reden. 

Meine Pellkartoffeln werden hingegen normal in Wasser gekocht und sind dadurch weniger trocken. Sie sind härter, zerfallen nicht, wenn man sie mit der Gabel auf den Teller bugsiert und werden erst so richtig zerdrückbar, nachdem man die Butter, wahlweise das Leinöl, drüber getan hat. Man muss sie aber auch nicht zerdrücken, sondern kann sie auch ganz normal in Stücken essen. Außerdem gehört auf jeden Fall noch Salz dran, evtl. Pfeffer. Gekaufter Kräuterquark ist quasi ein Unding, der Quark wird frisch angerührt - egal ob jetzt mit Kräutern, Leinöl oder eben als bunter Quark. Zerdrückt werden die Kartoffeln nur, wenn es Sahnehering dazu gibt.

Wir werden da niemals auf einen Nenner kommen, fürchte ich. Vielleicht müssen wir eines der beiden Gerichte umbenennen...

Nach dem Essen folgt der Abwasch, danach geht es bei mit Monkey Island weiter - diesmal mit allen Schikanen, so wie früher.

Donnerstag, 12. März 2015

12 von 12 im März

Es ist der 12. und fast alles, was ein_en Blog hat, zeigt heute 12 Fotos aus seinem_ihrem Alltag. Ich also auch. Die anderen Teilnehmer findet Ihr hier.


Halb 8 klingelt der Wecker. Draußen ist es zum Glück schon hell, die Vorhänge halten trotzdem erfreulich dicht.



Für Nimbin und Noosa hingegen ist der Tag schon schrecklich alt und wäre ich nicht aufgestanden, wären sie wohl elendig verhungert.



Was mir morgens hilft, gute Laune zu bekommen, sind auch fast 1,5 Jahre nach unserem Einzug die Farben - besonders der sonnen- bzw. mangogelbe Flur macht, dass es mir warm ums Herz wird.



Auf dem Weg zur Arbeit steige ich am Alex um und wundere mich derzeit jeden Morgen, wer auf die Idee gekommen ist, "Jeder kann backen!" direkt neben einem Bäcker zu platzieren.



Beim Betreten des Bürogebäudes Empfängen mich die Diversity-Segel (heißen die so?).



Der Kollege begrüß mich mit den Worten "Na, bist Du heute im Gryffindor-Outfit unterwegs?" (Die Bilder im Hintergrund sind seine...)



Auf in die Küche und Getränke organisiert. Es gibt derzeit den ganzen Tag über Ingwertee. In der zweiten Tasse mache ich mir wechselnde andere Tees (hier im Bild weißer Tee Vanille-Pfirsich). Und für die Zeit bis der Tee Trinktemperatur erreicht hat, gibt es Apfel- und Johannisbeer-Konzentrat mit Wasser verdünnt. Das Glas wird in Laufe des Tages noch zweimal aufgefüllt, aus den Tassen trinke ich insgesamt zwei Liter Tee. Läuft ;)



Vormittags haben wir ein kurzes Meeting - leider im deutlich unattraktivsten Besprechungsraum des Gebäudes - die anderen sind deutlich schöner!



Ein spätes Mittagessen aus Kartoffeln von gestern mit Kräuterquark, saurer Gurke, Radieschen und Tomate.



Gegen das Nachmittagstief hilft GEPA-Vollmilchschokolade mit Kardamom. So gehen die restlichen Stunden doch recht flott vorbei.



Auf dem Heimweg erstehe ich unter anderem einen Topf Koriander, mal sehen, wie lange er uns erhalten bleibt. Eigentlich sollte es heute selbstgemachte Burritos geben, dann entschieden wir uns spontan um und bestellten Pizza ;) Dazu gibt es zum ersten Mal seit langem mal wieder eine Folge Inspektor Barnaby - auf besonderen Wunsch eines einzelnen Herren.


Sonntag, 5. Oktober 2014

Tagebuch-5 im Oktober

Wie immer am 5. fragt Frau Brüllen: WMDEDGT (Was machst Du eigentlich den ganzen Tag)? Die anderen Beiträge findet Ihr hier.

Mein Tag beginnt mit einem Weckerklingeln - obwohl Sonntag ist, muss ich heute arbeiten und zwar zum ersten Mal wieder nach meiner Brückenwoche. Zum Glück kann ich an den Wochenenden einfach zuhause arbeiten und da so sowohl die Büro-Atmosphäre als auch der Arbeitsweg entfallen, fühlt sich so eine Wochenendschicht gar nicht wie wirkliches Arbeiten an - zumindest, wenn es so ruhig ist wie heute. Wahrscheinlich weil sowieso alle im langen Wochenende sind erreichen mich nur zwei Mails, die beantwortet werden müssen. Abgesehen davon kann ich ganz entspannt Dinge abarbeiten. Was ich da genau mache? Ich korrigiere und lektoriere Texte, pflege Bilder an den richtigen Stellen ein, überprüfe dass alle Fakten sauber sind, rechtliche und interne stilistische Richtlinien eingehalten werden und alle technischen Einstellungen stimmen. Das geht mal ganz schnell und dauert auch mal etwas länger. Teilweise kopiere ich auch bereits vorhandene Dinge und passe sie an neue Standards an. Und ganz manchmal, so wie heute, übersetze ich auch etwas - da unsere beiden Hauptübersetzer ebenfalls Urlaub hatten, ist etwas für mich übrig geblieben.

Das war also meine Hauptbeschäftigung, nebenbei habe ich jede Menge Tee getrunken, Kuchen und Käsebrötchen gegessen, eine Waschmaschine angestellt und die Wäsche danach aufgehängt... Alles immer in kurzen Pausen, denn alle paar Minuten muss ich sicherstellen, dass keine dringenden Mails angekommen sind, die sofort bearbeitet werden müssen. Das Hin und Her wurde mir dann wohl ein wenig zum Verhängnis. Weil die Katzen die Tendenz haben, meine Aufmerksamkeit einzufordern, musste ich sie über mehrere Stunden aus der Bibliothek (so heißt unser Arbeitszimmer, das eben auch den Großteil unserer Bücher beherbergt) aussperren und ignorieren. Vermutlich war es der Protest dagegen, der dazu führte, dass ich nach Feierabend feststellen musste, dass mit der Wäsche etwas nicht ganz in Ordnung war. Ich hatte die vorherige Ladung Wäsche zusammengelegt und auf dem noch vom letzten Besuch bezogenen Gästebett platziert. Nun war da etwas feucht und roch unangenehm. Und zwar nicht nur "etwas",  sondern ein Stapel sauberer, zusammengelegter T-Shirts, die Bettwäsche, die Bettdecke, zwei Laken, der Matratzenschoner und die Matratze selbst. Ganz großes Kino!

Viel erfreulicher war, dass der Mann heute von seinem Wochenendtrip zu Freunden in Leipzig zurückkam. Ich kochte uns ein äthiopisch inspiriertes Spitzkohl-Möhren-Curry mit Reis und dann sahen wir uns einen Film an, der eigentlich nicht zu solch einem Festmahl passte: Hunger von Steve McQueen handelt vom Hungerstreik im Maze-Gefängnis in Belfast, bei dem neben dem Anführer Bobby Sands noch neun weitere Gefangene ums Leben kamen. Seit wir in Belfast waren, wollte ich mich nochmal genauer mit dem Nordirland-Konflikt beschäftigen und mir vor allem nochmal diesen Film ansehen, den ich vor vielen Jahren, irgendwann Ende der 90er, mal zu dem Hungerstreik gesehen hatte. War aber ein anderer, wie ich dann heute festgestellt habe. Für Hunger wäre ich damals auch noch lange nicht bereit gewesen - der Film ist ziemlich krass. Some Mother's Son steht dann wohl demnächst nochmal auf dem Programm.

Ich beschließe den Abend dann jetzt noch mit ein paar Seiten aus Weil ein #aufschrei nicht reicht, das ich wirklich allen ans Herz legen möchte - die Bewertungen auf der Amazon-Seite haben heute wieder eindeutig gezeigt, wie notwendig dieses Buch ist.


Donnerstag, 12. Juni 2014

12 von 12 im Juni

Man hangelt sich so von 5 zu 12, wa? Im Moment ist aber auch immens wenig Zeit zum Bloggen. Ständig feiert irgendwer irgendwas oder man muss zu Konzerten, Essensverabredungen oder ins Büro. Vielleicht wird es ab nächster Woche etwas besser, ich hab da noch einiges auf Halde. Jetzt aber erstmal 12 von 12. Die anderen gibt es bei Draußen nur Kännchen.



Zum Frühstück meine beiden Lieblingsfrüchte: Erdbeeren mit Mango-Joghurt. Ich halte es mit den Erdbeeren so wie Frau Schnips:






Im Büro sind alle im WM-Fieber, wenn auch nicht unbedingt immer aus sportlicher/fußballerischer Sicht. Die Kolleginnen kleben sich zum Beispiel Panini-Bildchen auf die Telefone... Und irgendwer meinte, wir müssten alle diese Fahnen irgendwo hinkleben. Ich wollte erst nicht, aber Frau Teamlead hat dann eigenmächtig meine Tastatur verschönert. Immerhin mit dem richtigen Winkelement - sie kennt mich gut. Ich könnte wohl mal meine Tastatur putzen...


Zum Mittag hatte ich Lust auf Chinesisch und ging daher mit @rammc zu China City und bestellte mir all das, was ich an der chinesischen Küche am liebsten habe: Gedünsteten Pak Choi mit ordentlich Knoblauch und dazu Glasnudeln, Morcheln und Bambussprossen. Mjam.


Danach machten wir einen Abstecher zum Lidl, der sehr ertragreich war, fotografisch gesehen... Pringoals hat also merkwürdige WM-Sorten...


...während hier jemand augenscheinlich Arizona Ice Tea kopiert...


...und diese Aktion wohl eher "Beef and Grief" heißen sollte.


Zurück im Büro gab es dann doppelten Nachtisch: Das Goods-Team spendierte uns eine Runde Eis...


...und von Frau Teamlead gabs Muffins in Fußballform als Dankeschön für unseren Sondereinsatz letzte Woche.


Kurz vor Feierabend fiel zwei Kolleginnen auf, dass sie quasi gleichgemustert herumliefen.


Auf dem Rückweg las ich diese schöne Szene über Opa Kevin.


Zuhause bereitete ich mich auf einen Fußball-Abend allein vor - der Mann boykottiert diese WM aufgrund all der Dinge, die fragwürdig bis unwürdig gelaufen sind in der Organisation. Ich bewundere diese Haltung, kann mich aber der Tradition nicht ganz erwehren. So fährt der Mann also angeln (und hört dort das Spiel, weil Béla Réthys Kommentar über den ganzen See schallt... Und ich darf endlich mal wieder Rhabarber essen. Das Rezept in Kürze: Rhabarber in Ahornsirup marinieren, dann Wasser dazu und kurz aufkochen. Dazu gibts Vanille-Kokospudding aus Vanillepuddingpulver, Kokosmilch und Palmzucker. Nochmal Mjam.


Und dann geht das Spiel los - hier im Bild eine Aktion für den Frieden und wie es aussieht auch die Diversität. Immerhin etwas.