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Mittwoch, 12. August 2015

#12v12 im August - Von Röcken, Antifaschisten und dem Weißen See

Wieder ein Zwölfter, wieder zwölf Bilder, die anderen gibt es wie immer bei Caro.



Die Katzen wünschen einen guten Morgen!



In unserem Kiez sind die Straßen nach Antifaschisten benannt, seit ein paar Tagen hängen überall auf meinem Weg zur Tram diese Texte über Erich Weinert.



Wie lange wird es wohl noch Erdbeeren geben? Ich kaufe gleich mal ein Kilo. Die Frau da trägt den gleichen Rock, den ich gestern anhatte.



Im Konferenzraum im Büro läuft grad ein Video vom Auftritt der Beatles im Shea Stadium. Wahrscheinlich nur, um den Sound zu testen, aber hey, so kann der Tag doch gut anfangen.



Ich kaufe mir beim Brötchenmann eine Quark-Stulle mit Gemüse und einen Grießbrei mit Kirschgrütze



In der Mittagspause laden mich die Eltern auf ihren Balkon ein. Es gibt Zucchini mit Ei und zum Nachtisch frisch gebackenen Pflaumenkuchen.



Feierabend-Fahrstuhl-Füße



In der U-Bahn noch ein Rock, den ich mal besessen habe (also das Modell), wer mich aus Rostocker oder Torontoer Zeiten kennt, erinnert sich vielleicht noch.



Ich fahre vom Büro aus wie gestern an den Weißen See und gehe schwimmen.



Nach einer knappen halben Stunde werden mir die Arme schwer - temperaturmäßig hätte ich noch gekonnt, das Wasser war toll! Ich setze mich noch mit ein paar Erdbeeren ans Ufer und blicke auf den See hinaus.



Im Park am Weißen See stehen diese beiden Arbeiter rum, muss mal recherchieren, wer die sind...



Diese kleine niedliche Apotheke in der Berliner Allee ist mir gestern schon aufgefallen. Direkt gegenüber befindet sich übrigens der Kinderladen Miekematze.



Zuhause gibt es ein schnelles, sehr leckeres Abendbrot: Spaghetti mit Tomatensaucenresten, Pecorino fresco, Oliven und Artischocken.

Samstag, 7. März 2015

Vieles im Kopf und nichts will raus

In den letzten Tagen war mein Blog oft und viel Thema, nicht bei Euch im Internet, sondern hier bei mir zuhause und in der Kommunikation mit Freunden. Ständig fange ich im Kopf Einträge an, die ich dann aber doch nicht schreibe. Es gibt so viele kleine Fitzeligkeiten, über die ich gerne schreiben würde, aber wie ein rundes Etwas fühlt es sich nicht an und so schreibe ich dann besser gar nicht. Muss ja aber auch nicht so sein, denke ich mir. Man kann ja auch schön hin und her mäandern, so macht das zum Beispiel Miz Kitty ja auch gerne. Dann mal los damit.

Zum Einen möchte ich Euch nochmal ganz ausdrücklich auf zwei reisebloggende Freundinnen von mir hinweisen. Susanne (derzeit in Vancouver) schreibt darüber, was Reisen mit einem macht. Mich machen ihre Texte auf jeden Fall immer reisefreudig - und ein bisschen neidisch, weil sie wirklich toll schreibt. Mutzelchen ist seit ein paar Tagen alleine mit ihrem Fahrrad in Südfrankreich unterwegs und schreibt und dichtet über ihre Erlebnisse mit Fahrradfeinden, Couchsurfing-Gastgebern und widrigen Winden. Sie kenne ich übrigens schon seit der 5. Klasse (man traut es sich kaum, das zu schreiben, aber es ist tatsächlich fast 21 Jahre her).

Kurz darauf, in der 6. Klasse und zwar genau jetzt Anfang März, habe ich mich übrigens selbst zum Kelly-Fan gemacht, irgendwie. Ich war bei einer Klassenkameradin und mir fiel ein Video der Kellys auf und da mir die Band grundsätzlich sympathisch war, ich aber kaum etwas von ihnen kannte, bat ich sie, das Video einzulegen. Ab diesem Tag hab ich es rauf und runter gesehen und alles was danach und davor kam natürlich auch. Obwohl ich dieser Jungendliebe heute nur noch ab und zu fröhne (ja, tue ich, immernoch, manchmal!), muss es Anfang März immer irgendwie sein. So auch heute, als ich den Vormittag mit demselben Video - inzwischen aber auf Youtube - verbrachte und es mich irgendwie noch genauso gekriegt hat wie damals. Es ist nicht die Musik, es ist das Gesamtkunstwerk, möchte ich anmerken ;)

Susanne kenne ich aus meiner Rostock-Zeit und da direkt seit dem ersten Semester. An Rostock musste ich am Mittwoch ganz stark denken, als ich auf dem Weg zum Hausarzt durch die Dunckerstraße mit ihren bunten Häusern lief. Der Himmel war blau, die Sonne schien und ein leichtes Lüftchen wehte. Ich fühlte mich direkt in die KTV versetzt und wurde extrem nostalgisch. Spontan fand ich es unerträglich, dass ich nicht einfach noch zehn Minuten bis zum Stadthafen weiterlaufen konnte und dass Berlin eben leider nicht am Meer liegt. Die sofortigen Umzugspläne an die Ostsee sind dann aber doch im Sande verlaufen, als ich an der Danziger ankam und dort dann zum Beispiel den neapolitanischen Pizzaladen sah, in dem wir neulich waren. So etwas gibt es in Rostock nun mal nicht. Trotzdem muss ich ganz bald wieder da hochfahren, aber eben nur zu Besuch.

Eine dritte Nostalgiewelle erreichte mich dann heute Abend, als ich nach einem Essen im Atame noch ein wenig um den Hackeschen Markt spazierte, wo ich früher immer meine Mittagspausen verbrachte. Hachseufz. Und dann gibt es da inzwischen wieder einen Bubble Tea-Laden, und zwar einen richtig guten und auch gut besuchten. Laut Foursquare-Bewertungen ist das Comebuy sehr authentisch taiwanesisch und ich bin guter Hoffnung, dass es sich eine Weile halten wird. An mir soll es nicht liegen, mein Triple Q Maracuja-Tee mit Ananas-Kokos-Gelee, Litschi-Gelee und Tapioka-Perlen war ohne Witz der beste Bubble Tea, den ich je getrunken habe.

So, da habe ich ganz schön was vor mich hin mäandert. Morgen treffen wir uns übrigens zum Wochenausklang noch mit dem Frühen Vogerl, seinen Eltern und dem Schurkenbeardie und dann beginnt nach einer Woche Erkältungsausfall wieder einmal der sogenannte "Ernst des Lebens". Ernst war heute sogar im Fernsehen. So long!


Sonntag, 17. August 2014

Blackbird singing in the dead of night...

Seit gestern habe ich meine 15-jährige Cousine zu Besuch. Damals, an dem Tag als sie geboren würde, war ich die erste in der Familie, die sie getragen hat. Also, nach ihrer Mutter, vermute ich mal. Wir kamen im Krankenhaus an und das kleine Baby lag mit anderen im Säuglingszimmer, während die Mutter sich von der anstrengenden Geburt erholen sollte. Ich durfte sie dann gemeinsam mit der Krankenschwester holen. Da war die Kleine vier Stunden alt und ich war es, die 15 war.

Dieses Kind war immer irgendwie besonders. Besonders anhänglich zum Beispiel, aber auch besonders abenteuerlustig. Sie kletterte meterhoch in die Bäume im Garten, noch bevor sie überhaupt zur Schule ging. Dabei kam sie schon mit 5 in die erste Klasse, die kleinste und jüngste. Jetzt ist sie 15 und kommt in die 11. In zwei Jahren hat sie ihr Abitur bereits in der Tasche.

Was dieses Kind noch kann, ist Musik. Aber so richtig. Sie spielt Geige und Klavier und singt im Chor. Alles hochprofessionell, mit Landesjugendorchester, Meisterkurs in Kroatien etc. Ein Cousin von uns hat ihr mal ein Banjo geschenkt, von da war es bis zur Gitarre nicht mehr weit. 

Als sie gestern meine sah, nahm sie sie, stimmte sie nach Gehör und spielte erstmal perfekt Blackbird darauf. Danach arbeiteten wir uns gemeinsam durch den Beatles-Backkatalog. Die meisten Lieder spielte sie mit Riffs und Solos. Ich konnte nur den Gesang beisteuern. Sie hat dann oft die zweite Stimme dazu gesungen. Wenigstens die Texte könnten wir beide gleich gut.

Danach spielte sie mir noch vom Handy ihre Version von While My Guitar Gently Weeps vor. Am Computer aufgenommen, ein Track E-Gitarre, ein Track Akustikgitarre, selbst gemischt. Das Solo vom Ende kann sie noch nicht. Das haben wir dann gemeinsam verbal improvisiert. Die Katzen guckten etwas irritiert.


Mittwoch, 14. Mai 2014

Was ich vom Fansein gelernt habe

Yasmina Banaszuk sprach auf der re:publica über die Fankultur im Internet und rannte damit bei mir offene Türen ein. Vieles von dem, was sie sagte habe ich genau so erlebt. Das Fazit war, dass man sich nicht mehr schämen müsste und solle, ein Fan zu sein, weil Fansein und vor allem der Austausch mit anderen Fans einen persönlich weiterbringen. Während des gesamten Vortrags dachte ich immer wieder: Ja, genau so war's und deswegen werde ich jetzt mal zusammenschreiben, was das Fansein mir gebracht hat.

Als erstes muss ich mich outen: Ich war eine von "denen" - ein Kelly Family-Fan. Bitte jetzt nicht direkt weiterklicken, ich werde hier weder schwärmen, noch was vorsingen und niemand muss vor Läusen oder stinkenden Klamotten Angst haben. Es geht hier sozusagen um die Wissenschaft.

Ich wurde mit1996, mit 13, Fan, nachdem ich die Band bereits eine Weile wohlwollend beobachtet hatte und sie Jahre vorher ein paar Mal zufällig auf der Straße gesehen hatte. Mir gefielen die Andersartigkeit sowohl im Aussehen, als auch in der Bandzusammensetzung. Sie sahen komplett anders aus als alle anderen Bands, verströmten ein gewisses Hippie-Flair und waren Geschwister, die jüngsten nur wenig älter als ich selbst. Die Musik kannte ich kaum, denn wir hatten damals nur öffentlich-rechtliches Fernsehen und im Radio lief Fritz. Aus meinem also eher theoretischen Interesse heraus bat ich eine Klassenkameradin, mir ein Video eines Kelly-Konzerts auszuleihen und ab diesem Moment war es um mich geschehen.

Die nächsten Monate verbrachte ich damit im sämtliche CDs und Videos zu besorgen, mich in der BRAVO und anderen Teeniemagazinen zu informieren und mir alles Neue einzuprägen. Ich nahm ganz nebenbei die Geburtstage der Kellys in mein Langzeitgedächtnis auf, lernte die Texte durch Mitlesen und entwickelte eine gewisse Recherchekompetenz (kam mir an der Uni später sehr zupass) um nur ja nichts zu verpassen, was in irgendwelchen Medien über und mit den Kellys stattfand.

Dank eines Buches über die Geschichte der Kelly Family, das die Ereignisse auch in einen historischen Rahmen einordnete, hörte ich zum ersten Mal von der irischen Hungersnot und der daraus resultierenden Einwanderungswelle in die USA, lernte, dass es in Spanien vor gar nicht langer Zeit eine Diktatur gab und dass das Land weit vielschichtiger war, als ich bisher wusste. Ich begann mich für die Geschichte Irlands, Spaniens und besonders die des Baskenlandes zu interessieren. Zudem wollte ich natürlich wissen, worüber gesungen wurde und übersetzte mir die Texte aus dem Englischen und lernte auch ein paar spanische Wörter. Dass ich später Anglistik und Amerikanistik studiert habe, könnte auch mit dieser frühen Beschäftigung mit Sprache, Geschichte und Kultur englischsprachiger Länder zusammenhängen (aber auch die Beatles hatten da ihren Einfluss ;))

Der nächste große Schritt war dann das Internet. Es war 1997 und seit einiger Zeit beschäftigten sich meine Eltern abends intensiv mit dem Surfen im Web. Ich habe das ein wenig belächelt und fand es eher langweilig und uncool. Bis meine Eltern mich mal davor setzten und in die Suchmaschine (ich glaube es war Yahoo) "Kelly Family" eingaben. Ich war sofort hin und weg und verbrachte Stunden damit, mich auf der offiziellen Webseite und den diversen Fan-Homepages umzutun. Meine Bookmarksammlung wuchs ins Unermessliche und nachdem meine Eltern mir geholfen hatten, eine E-Mail-Adresse bei Hotmail anzulegen, begann ich, Kontakt mit anderen Fans aufzunehmen. Bald kommunizierte ich regelmäßig, per Brief, E-Mail und in diversen Chats mit Fans aus Deutschland, der Schweiz, Norwegen, Schweden, den Niederlanden, Polen, Frankreich und Kanada. Das war natürlich ein weiterer Quantensprung in der Entwickung meiner Englischkenntnisse sowie meiner Tipp-Geschwindigkeit.

Dann fing meine Mutter an, sich HTML beizubringen, fand, dass das etwas für mich wäre und baute mir eine index.html (das lief damals ganz easy über den Windows Editor und das Öffnen der Dateien im Browser). Dann drückte sie mir dann das Handbuch in die Hand und ließ mich alleine. Innerhalb kürzester Zeit hatte ich meine eigene Kelly-Fanseite - ergänzt um ein paar andere Dinge, damit meine Eltern nicht ganz so enttäuscht über die Einseitigkeit meines Interesses waren. Nach und nach schaute ich mir einiges bei anderen Seiten ab, kollaborierte mit anderen und hatte dann über die Jahre fünf verschiedene Webseiten, die dank des regen Kontakts mit anderen Fans auch gut besucht waren. Irgendwann kamen dann CSS, PHP etc. in Mode und mir wurde alles etwas zu kompliziert und ich gab das Thema eigene Webseite vorerst auf - bis ich ein paar Jahre später, 2005, mein(en) erstes/n eigenen/s Blog hatte. Die Affinität für das Internet ist mir jedoch geblieben und sorgte nicht zuletzt dafür, dass ich heute in einer Online-Redaktion arbeite.

Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Themenkomplex ist wohl der soziale, zwischenmenschliche. Zum Einen habe ich über das Fansein und das Herumhängen im Internet einen großen, internationalen Freundeskreis aufgebaut, inkl. Sprachkenntnisse, interkultureller Kompetenz etc. Zum Anderen gab es einen Gegenpol zu den Leuten um mich herum, im "realen Leben". In meiner Klasse war ich nämlich durch das Fansein lange Zeit eher eine Außenseiterin. Ich denke, dass zum einen der Kontakt mit Gleichgesinnten mir Rückhalt gegeben hat, zum anderen auch die Philosophie, die irgendwie hinter den Kellys steht und stand: Man muss nicht im Mainstream mitschwimmen. Man kann auch cool sein, indem man einfach sein Ding durchzieht. Es gibt andere Lebenswege, die genauso valide sind, wie die, die meine Altersgenossen gut finden. Lügen ist scheiße und man kann auch mal unangenehme Situationen aushalten, wenn man dafür bei der Wahrheit bleiben kann. Und: Alle Menschen sind gleich viel Wert, egal wie sie aussehen, was sie können, was sie glauben, wie sie leben oder woher sie kommen.

Dieser letzte Punkt ist ein angestrebtes Ziel, dass täglich vor diverse Prüfungen gestellt wird und ich bin weit davon entfernt, nicht manchmal auf Menschen herabzusehen (vor allem wenn sie dummes Zeug reden ;)). Aber hey, man muss es versuchen, oder? Vielleicht liegt in diesem ganzen Fansein auch die Ursache dafür, dass ich heute andauernd mit Leuten über Gleichberechtigung, nichtdiskriminierende Sprache usw. diskutiere(n) muss.

Also: Sprachkenntnisse, Geschichtskenntnisse, das Internet als Solches, diverse Freundschaften, Gerechtigkeitssinn, Wahrheitsliebe und eine gewisse Scheiß-drauf-was-ihr-von-mir-denkt-Mentalität - das habe ich vom Fansein gelernt.

Hier ist übrigens nochmal der sehr zu empfehlende Vortrag von Yasmina Banaszuk, zu dem es nächstes Jahr mit etwas Glück noch ein paar tiefergehende Ergänzungen geben soll:


Samstag, 5. April 2014

Tagebuch-5 im April

Als der 5. beginnt, sitzen wir in einer Bar in Mitte. Um hereinzukommen, mussten wir klingeln und dann glaubhaft versichern, dass ein Freund heute hier seinen Geburtstag feiere. Erst mit Nachfragen und Diskutieren wurde uns schließlich Einlass gewährt. Gegen Mitternacht saßen wir also mit unseren Moscow Mules in der Hand an der Theke und redeten über... Arbeit. Nun ja. Da die Barhocker nicht so bequem und wir eher müde waren, machten wir uns bald auf den Weg nach Hause und versackten noch ein Weilchen auf der Couch, jede/r eine Katze auf dem Schoß. Kurz vor 2 lagen wir dann in den Federn.

Gegen 10 dann Twitter, Facebook, Reeder, Mails und Instagram checken/lesen, aufstehen, Katzen füttern, Miezenchaos in Bad und Wohnzimmer beseitigen und dann den Frühstückstisch  decken und essen. Dazu spielt Spotify die "Unplugged in New York" und ich erinnere mich, wie wir vor 20 Jahren am Frühstückstisch saßen und das Radio sagte, Kurt Cobain sei tot. Ich fühle mich alt. Beschließe, heute Musik mal ganz oldschool albenweise zu hören. Als nächstes das Debüt von Franz Ferdinand. Auch schon zehn Jahre alt, verdammte Axt!

Ein weiterer Programmpunkt war der Versuch des Schuhekaufens. Da ich damit nicht den ganzen Tag verbringen wollte, mal eben schnell online vier Paar Sneakers ausgesucht und bestellt. Ein bis zwei Paar werde ich maximal behalten. Für Menschen wie mich, bei denen Schuhe- und Hosenkaufen regelmäßig frustriert und zumindest im Schuhfall dann meist in sinnlosen Trotzkäufen endet, ist der Laden mit dem Z vorne echt eine grandiose Erfindung. 

Der nächste Punkt auf meiner To Do-Liste sind die neuen Folgen von Big Bang Theory, Scandal und Parenthood. Geguckt mit Nimbin auf dem Bauch, Noosa auf den Füßen und einen Candy Crush spielendem Mann neben mir.

Nachmittags ging der Mann mit Freunden zum Wrestling und ich machte einen Spaziergang zur Erkundung des "neuen" Kiezes. Wir wohnen hier ja nun schon seit über vier Monaten, aber der Großteil davon war Winter oder ich war krank. Also mal ein bisschen Prenzlauer Berg-Luft schnuppern, dachte ich. Leider haben meine Füße schon nach den ersten Minuten schlapp gemacht und sich entschlossen, dass die Schuhe, die ich dabei trug in die Altkleidersammlung gehören. Wie gesagt, ich und Schuhe... Also lief ich etwas gezwungen und mit teilweise schmerzverzerrtem Gesicht nur etwa eine halbe Stunde umher, um dann noch schnell ein paar Dinge einzukaufen (vor allem Backzutaten für morgen) und die Nachbarskatze zu besuchen und zu versorgen.

Wieder zuhause bekamen unsere Miezen dann ihr Abendbrot - nachdem sie zum zweiten Mal heute einen angeschimmelten Brotkanten aus dem Biomüll gezogen hatten, um ihn zu verputzen. Als ob sie bei uns nichts zu essen kriegen würden... Danach war ich dran und machte mir einen Kartoffel-Gurken-Avocado-Salat mit Senf-Dill-Sauce. Dazu gabs eine Flasche Bionade Himbeer-Pflaume, man muss ja alles mal ausprobieren. Kann man trinken, macht aber nicht sofort glücklich. Dann verzog ich mich mit meinen blasengeplagten Füßen und den Miezen auf die Couch und schaute ein paar Folgen Orange Is The New Black. Sehr zu empfehlen. Und jetzt gehts ab ins Bett, ein spannender Samstagabend ist das!

Montag, 29. Juli 2013

Greenville Festival


Es war heiß. Und Musik war da. Gutes Essen, gute Freunde, relativ guter Internet-Empfang und kostenloses Trinkwasser. Und ein See. Und ne Menge Quatsch. Und wenig Schlaf. Und so. Gut so.



Fehlt nur noch ein Smartphone, dessen Akku länger hält, dann gäbe es noch viel mehr Fotos.

Highlights: Erste Reihe bei Thees, Bloodhound Gang-Songs immernoch mitsingen können, Katzenjammer, Kaiser Chiefs, während des Sophie Hunger-Konzerts einschlafen, mal ein Festival lang nicht frieren, Mirabellen vom Baum und Esel auf der Wiese. Alle Bekannten die auch da waren per Zufall getroffen. Die Jungs. Und vor allem: Der Mann.

Lowlights: Wegen zwei Stunden Bändchenschlange The Love Bülow und Findus verpasst. Ganz schön viel heiß. Überschneidungen bei den Bands und dass die Hallenbühne so weit ab vom Schuss ist. Bis auf Saalschutz hab ich die komplett ignoriert.

Muss schlafen. Jetzt. Peace out. Leben chillen und so. Und immer yolo bleiben. Lastkahn. Wu! Wu! Wu!

Donnerstag, 18. Juli 2013

Then he took Berlin

Ich übernehme mal eben die Formulierung einer Kollegin, die gestern Abend ebenfalls bei Leonard Cohen in der o2 World war, weil sie den Abend perfekt zusammenfasst.

Nun, "er" ist nicht ganz richtig, denn obwohl olle Leonard ungefragt der Star, der Held, der Meister des Abends war und obwohl seine Stimme einem jederzeit durch Mark und Bein geht - und dass trotz seiner 78 Jahre (und nicht 80, wie gestern mehrfach zu hören war) - stammte für mich ein großer Teil des Zaubers von seinen Bandmitgliedern, die jedes für sich virtuose, großartige Musiker waren und von dem lazy bastard Leonard (living in a suit) immer wieder wundervoll in Szene gesetzt wurden.

Ich hatte schon recht früh einmal überlegt, mir das Konzert anzusehen, war aber vom stolzen Preis und der bekanntlich schlechten Akustik in der o2 World abgeschreckt. Dann hat ganz kurzfristig ein Freund gefragt, ob ich nicht doch mitkommen will und ich ließ mich relativ leicht überreden. Obwohl ich kein riesiger Cohen-Fan war und aus dem Stegreif nur zwei oder drei Lieder von ihm hätte nennen können, wusste ich doch, dass ein großer Abend bevorstand.

Bei den meisten Konzerten, bei denen ich nicht viel über die Künstler weiß und nur wenige Songs kenne, schweife ich irgendwann mit den Gedanken ab, finde viele der mir unbekannten Songs weniger interessant und bereue zwischendurch auch mal kurz den finanziellen Aufwand - nicht so gestern Abend. Zwar waren meine Gedanken all over the place, aber das lag nicht daran, dass die Musik mich nicht gefesselt hätte. Sie wurden vielmehr von der Musik und den Lyrics getragen und machten sich immer wieder im besten Sinne selbständig.

Nebenbei habe ich dann doch festgestellt, dass ich einige Songs mehr kannte als ich erwartet hätte, mich über die teilweise sehr humorvolle Anordnung der Setlist gefreut, ab und an Tränen in den Augen gehabt und ganz allgemein den alten Halunken Leonard bewundert. Ich werde mich noch viel weiter in sein Œuvre einarbeiten und wünsche ihm noch einige Jahre Gesundheit, musikalische Grandezza und finanzielle Sicherheit für den dann wirklich allerletzten Lebensabschnitt.

Übrigens hat sich noch nie ein Musiker in meinem Beisein so aufrichtig, herzlich und sympathisch bei seinem Publikum, seinen "Friends", bedankt wie Leonard Cohen. Danke Leonard, ich bin jetzt auch ein Friend!




Donnerstag, 9. Mai 2013

Was geht

Ich gucke gerade die re:publica-Session der Iron Blogger und denke mir: Scheiß drauf, hauptsache Content. Also lass ich Euch mal teilhaben an den Dingen, die mir grad so durch den Kopf oder den Kalender gingen und gehen.

Heute ist Männertag und ich bin männerlos, denn der Mann* ist ein Dorfkind und daher tief involviert in den Ritualen und Bräuchen, die so ein echtes Dorfleben mit sich bringt (anders als ich, ich komme nicht vom Dorf, sondern aus dem Wald). Deswegen ist er bereits in der Heimat und tut heut dort die Dinge, die ein Mann* so tun muss, am Männertag.

Ich hingegen konnte gestern endlich einen weiteren Teil meines Geburtstagsgeschenksgutscheins vom letzten Jahr einlösen. Ich bekam damals einen perfekten Tag von einer guten Freundin: Ein Frühstück, eine Runde Shoppen, ein erholsames Bad, einen Film und einmal Weggehen. Da wir beide zu den Menschen gehören, die mit ihrer Beliebtheit zu kämpfen haben und daher nienicht Zeit für irgendetwas haben, haben wir diesen Tag aufgeteilt. Das Baden habe ich schon lange erledigt, ich glaube direkt nach meinem Geburtstag im Juni. Im Juli waren wir im Kino. Den Termin für Frühstück und Shoppen haben wir inzwischen auf eine Woche vor meinem diesjährigen Geburtstag gelegt und das Weggehen, das war gestern.

Wie früher trafen wir uns abends, kochten was schönes, guckten uns einen Film an und rafften uns dann von der Couch auf, um noch einen Club unsicher zu machen. Anders als vor 10 Jahren, als wir damit anfingen, waren wir allerdings vorher den ganzen Tag arbeiten und dementsprechend müde. Trotzdem kann ich stolz mitteilen, dass wir es geschafft haben und tatsächlich losgegangen sind. Ins Magnet. Man muss ja, nur weil man in Berlin lebt, nicht seinen Musikgeschmack über den Haufen werfen und nur noch Elektro hören. Und da es uns hauptsächlich um die Musik und das Tanzen ging, ist das Durchschnittsalter der Club-Mitbetanzer uns relativ schnuppe.

Wir machten es also wie früher und enterten die Tanzfläche sofort nach dem Eintreffen im Club, hangelten uns mit einem Mädchen*bier und einer Cola durch den Abend und tanzten uns die Seele aus dem Leib. Netterweise kam uns der DJ mit seiner Musikauswahl dabei auch sehr entgegen und lieferte mit einer Mischung die von den Strokes und Mumford and Sons über We Are Scientists, Franz Ferdinand, Bloc Party, QOTSA, Placebo und Kraftclub bis zu The Cure und den Undertones reichte, den perfekten Soundtrack. Ausreichend angefüllt mit nostalgischen Momenten, Headbang-Exzessen und purer Euphorie. Das perfekte Workout übrigens, sag ich immer wieder. Wer braucht schon Fitness-Studios. Jetzt weiß ich auch wieder, warum ich früher so fit und irgendwie dünner war - mindestens 1x die Woche Superduperhammertanz-Workout. Go hard or go home sozusagen.

Anders als früher verließen wir den Club schon gegen 3, denn leichtsinnigerweise hatten wir unseren schönen Feiertag spontan noch mit vormittäglichen Aktivitäten gefüllt. Das Beliebtheitsproblem, ich sprach bereits darüber. Dementsprechend traf ich mich dann heute morgen bereits um 11 zu einer wundervollen, dreistündigen Frühstücksrunde und liege jetzt völlig entkräftet auf meiner Couch und tue das, was Frauen* so tun, wenn ihre Männer* Männer sind: Ich schau mir an, was ich auf der re:publica alles verpasst habe.



Dienstag, 9. April 2013

Ins Haus geschneit

Ins Haus geschneit sind heute zwei Dinge. Zum Einen, wie an den meisten Dienstagen, die Biokiste. Diesmal dabei: Datteln am Zweig. Gerade naschte ich versonnen eine von den süßen Dingern und kam - wie es manchmal so ist - darauf, den passenden Wikipedia-Eintrag anzuschauen. Dabei erhaschte ich auf den ersten Blick zwei interessante Fakten (ich mag ja Fakten und nutzloses Wissen im Allgemeinen):


  • Datteln konservieren sich aufgrund ihres Zuckergehalts in dem heißen Klima, in dem sie wachsen, selbst. Zumindest bei denen aus meiner Biokiste glaube ich das auch, dass da kein zusätzlicher Zucker o.ä. dran ist
  • Es gibt in Deutschland eine Stadt namens Datteln und zwar - natürlich, wo auch sonst - im Ruhrgebiet (Alle Städte, von denen man noch nie gehört hat, wie etwa Moers, sind im Ruhrgebiet.) Wer weiß, wozu ich diese Info nochmal gebrauchen kann.

Was heute noch ins Haus schneite, war ein Päckchen von der Freundin, für die ich die Stones-Tickets gekauft hatte, die innerhalb von 5 Minuten (andere Quellen sagen: 3!) ausverkauft waren. Für solche Päckchen bin ich übrigens immer zu haben! 




Sonntag, 24. März 2013

Schlafen als gäbs kein Morgen

Dieses Wochenende ist gefühlt schon fast wieder vorbei. Draußen scheint die Sonne, wir sind in unserem ruhigen Wochenenddomizil und könnten durch den Plänterwald spazieren, an der Spree entlangschlendern und im Treptower Park Crêpes essen und Kakao trinken. Stattdessen liege ich im Bett und lese mich durch das Internet - wenn ich nicht schlafe.

Angefangen hat das schon gestern Nachmittag. Da holte mich meine Krankheit scheinbar nochmal ein wenig ein und ich nickte beim Facebook- und Twitter-Checken ständig weg. Der Mann wuselte herum, wusch ab, saß am Computer,  kochte Unmengen Suppe und ich schlief, schlief, schlief. Ist aber auch ein gemütliches Bett, dass er hier hat. Ich bin quasi darin festgewachsen und finde keinen Weg heraus. Die Bettdecke ist überall und wo sie nicht ist, will ich nicht sein.

Langeweile steht auch nicht zu befürchten, das iPad und die dicke Mark Twain-Autobiographie sind ehrlich gesagt schon fast zu viel Unterhaltung. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass ich demnächst wieder wegschlummere. Doch bevor das passiert, muss ich noch kurz loswerden, dass der Mann nachdem ich gestern eingeschlafen war, noch zwei Folgen Gilmore Girls ohne mich weitergeguckt hat. Ich prangere das an.

Achja, und jetzt läuft hier Musik und ich stelle wieder einmal fest, dass niemand - ich wiederhole - niemand Seven Nation Army covern sollte. Im Ernst, ich würde das gerne unter Strafe stellen und rufe die zuständigen Stellen auf, das zu unterbinden. Und niemandem sollte es erlaubt sein, das Gitarrenriff mitzusingen, schon gar nicht auf irgendwelchen Veranstaltungen. Der beste Song der letzten 10 Jahre sollte unter Denkmalschutz gestellt werden.

(An sich mag ich ja unser (post)postmoderne Meta-Ebenen-Remix-Kultur, aber speziell bei diesem Lied rollen sich mir da regelmäßig die Fußnägel auf und bisher konnte mich keine Fassung überzeugen, die nicht von den White Stripes oder Jack White solo kam. Die dafür umso mehr. Sollte jemand so ein unwahrscheinliches Exemplar kennen, bitte ich um einen entsprechenden Link. Das Fehlen von Kommentaren nehme ich als Bestätigung meiner Meinung.)

So, zurück zum Bettmenschen-Dasein, vielen dank für die Aufmerksamkeit.

Donnerstag, 31. Mai 2012

58.000 Menschen und ich

So viele Leute passten gestern beim Konzert von Bruce Springsteen & The E-Street Band ins Olympia-Stadion. Mein erstes Mal in diesem Stadion, mein zweites Stadion-Konzert überhaupt (nach Paul McCartney im Zentralstadion in Leipzig) und wahrscheinlich eines der größten (publikumsmäßig) auf denen ich je war - Konkurrenz kann es da eigentlich nur noch von den Rolling Stones und der Kelly Family geben - beides Konzerte, die fürs Zentralstadion in Leipzig geplant waren, dann aber (aus Platzgründen?) auf die Festwiese verlegt wurden. Aber ich schweife ab...

Es war mein zweites Konzert vom Boss, nach einem 1999 in der Wuhlheide. Damals kamen mein Bruder und ich mehr oder weniger aus Höflichkeit mit meinen Eltern mit. Das Konzert war ganz nett, ich habe es aber nicht als überragend in Erinnerung. Dafür erinnere ich mich, dass mein Bruder und ich beide etwas von der übertriebenen Poser-Show abgeschreckt waren, bei der sich der Boss halt wirklich "like a boss" aufführte und das Publikum ihm ab der ersten Minute huldigte, obwohl seine tatsächliche Leistung, unserer bescheidenen Meinung nach, das nicht in diesem Maße rechtfertigte.

Damals verband ich Springsteen vor allem mit langen Autofahrten mit meinen Eltern (und davon gab es viele), bei denen einige seiner Alben rauf und runter liefen. So kannte ich diverse Songs irgendwie vom Halbmithören und -summen, aber nicht wirklich mit Namen. Dann gab es dann noch ein oder zwei Bilder von Springsteen an meiner Kinderzimmer-Wand, die da wahrscheinlich hingen, seit meine Eltern 1988 beim legendären 160.000-Menschen-Konzert auf der Radrennbahn Weißensee waren. Die Tragweite dieses Konzerts war mir damals noch nicht so wirklich bewusst.

Seit 1999 ist dann aber irgendwie doch viel passiert. Zum einen stiegen die frühen musikalischen Kindheitserinnerungen in meiner Wertschätzung irgendwie auf und ich verbinde mit dieser Musik heute eben nicht nur elend lange Autofahrten, sondern auch ein ganzes Stück wohlig warme Nostalgie. Zum Anderen  ist mir die historische Bedeutung des 1988-Konzerts inzwischen um einiges klarer und wichtiger, vielleicht auch, seitdem ich in Berlin lebe und diese Stadt inzwischen als tatsächliche Heimat und nicht mehr nur als Geburtsort betrachte, dem man ab und zu einen Besuch abstattet.

Dann kam hinzu, dass ein mir sehr wichtiger Freund, der mein Leben in den letzten Jahren ganz schön geprägt hat, damals auch auf diesem Konzert auf der Radrennbahn war - und außerdem sein erstes Westgeld für eine Bruce Springsteen-Platte und einen frisch gepressten O-Saft ausgegeben hat. Zudem spielt Bruce Springsteen in den Büchern von Nick Hornby immer wieder eine Rolle (High Fidelity!, 31 Songs!). Und wie das so ist mit persönlichen Bezügen /die sich nicht nur auf die eigenen Eltern beschränken ;)) - auf einmal hört man dann doch nochmal genauer hin.

Und so gab ich die 73 € für die Konzertkarte dann doch gerne aus, um mir und dem Boss live nochmal eine neue Chance zu geben. Gute Entscheidung würde ich sagen - ich fühlte mich drei Stunden lang großartig unterhalten, habe gelacht, gesungen, getanzt und ein-/zweimal fast geweint. Ich habe bemerkt, dass der alte Mann ein unglaublich guter Sänger ist - war mir vorher nie so aufgefallen und dass er richtig Spaß hat, bei dem, was er da tut. Mit 62 Jahren drei Stunden lang mit vollem Einsatz rocken und am Ende acht Zugaben spielen ("Are your pants rocked off? No? OK, One, two, three, four...") kann halt auch nicht jeder. Und: Mir sind keine unangenehmen/-angemessenen Posen aufgefallen, die nicht zur Musikqualität gepasst hätten. (Kurz nachdenklich wurde ich bei den Fahne-schwenkenden Fans während Born In The USA...)

Bin ich jetzt altersmilde geworden? Oder kommt es eben doch auf die Größe der Location, die Menge der Menschen und vor allem eben auch der persönlichen Einstellung an? Well who knows. Vielleicht hat auch dazu beigetragen, dass so viele Menschen, die ich kannte (teils direkt, teils über Twitter) an diesem Abend ebenfalls irgendwo im Stadion waren und das dem Ganzen so ein Gemeinschaftsgefühl verliehen hat. Es war auf jeden Fall ein großartiges Konzert.

Detaillierte Infos für echte Fans gibts u.a. hier.

Und hier ein Video von Born To Run. Nicht von mir, aber man nimmt, was man findet ;)




Edit: Begonnen hat das Konzert damit...




Samstag, 17. März 2012

Bye Bye Berlin

Es ist soweit, in vier Stunden breche ich auf zum Flughafen. Jetzt noch schnell Sachen packen, bisschen aufräumen, den Müll runterbringen und all diese Dinge und dann fahre ich zum letzten Mal zum Flughafen Schönefeld (bald BBI!). Auf dem Rückweg komme ich übrigens in Tegel an - auch zum letzten Mal. Aber soweit ist es noch nicht - erst einmal liegen vor mir:

  • 6 Tage Barcelona
  • 4 Tage Sevilla
  • 2 Tage Cadiz
  • 3 Tage Malaga

Mit alten und neuen Freunden, mit ganz viel Meer, gutem Essen und hoffentlich einer Menge Sonne und neuen Eindrücken.

Und bis dahin:

Tele - Bye Bye Berlin


Freitag, 3. Februar 2012

Allzeit vom Austag

Im Büro sind Phrasen wie "eine Auszeit vom Alltag nehmen" oder "die Seele baumeln lassen" verpönt, denn sie tauchen leider viel zu oft auf und müssen ausgemerzt, abgewandelt oder ausgetauscht werden. Deswegen konnte dieser Eintrag auch nicht einfach Auszeit heißen, dabei beschreibt er genau das - ich habe gerade eine mehr oder weniger unfreiwillige Auszeit vom Alltag: Rekonvaleszenz nach einer Wurzelspitzenresektion.

Bisher nutze ich die freien Tage hauptsächlich zum Schlafen, Lesen und im Internet rumgurken. Man sollte kaum glauben, dass ich NOCH MEHR ZEIT online verbringen könnte, als ich es eh schon immer tue. Aber dadurch dass die lästigen Wege durch die Stadt entfallen und mich die Arbeit nicht vom Wesentlichen ablenkt, lassen sich tatsächlich noch ein paar wenige Minuten mehr herausschlagen. Ich habe allerdings den festen Vorsatz, ab morgen auch ein wenig Papierkram zu erledigen, die Wohnung weiter zu entrümpeln und so weiter. Aber das ist ja morgen, bis dahin lausche ich weiter auf die Geräusche hier im "Rentnerhaus" und von denen gibt es reichlich.

Die meisten davon sind nicht identifizierbar, einige sind ganz klar Türen, Gespräche im Treppenhaus oder knackende Heizungsrohre. Andere klingen wie Schneeschieben, kommen aber vom Dach oder aus den Wohnungen um mich herum. Dazu wird gehämmert und - das ist neu - es gibt laute Musik. Scheinbar bin ich doch nicht mehr die einzige U40-Mieterin hier. Manchmal gibts sogar wummernde Technobässe. Nach 3,5 Jahren strikter Hausruhe von 12 bis 15 Uhr ist das eine schöne Abwechslung.

Was aber dann so gar nicht geht, ist dieser eine Basslauf, der eben an mein Ohr drang. Zwei Noten, immer abwechselnd. Zwei Noten, die ich in den letzten Wochen und Monaten einfach viel zu oft gehört habe. Die wir alle viel zu oft gehört haben. Mehr höre ich nicht von dem Lied, aber diese zwei Noten reichen, um sich in meinem Kopf festzusetzen. Ich muss schnell irgendwas radikal anderes anmachen, sonst höre ich den ganzen Abend nur noch "Someone that I used to know".

Zum Glück postete ein Freund heute etwas, dass genügend WTF-Faktor besitzt, um mich abzulenken:


1. Warum kann der das, und wenn er das kann, warum macht er keine richtige Musik?
2. Wofür ist der Zweite da?
3. Wenn augenscheinlich sogar Jürgen Drews und Dieter Bohlen die Musik mögen, warum zur Hölle sind die deutschen Charts nicht wesentlich niveauvoller?
4. Wie kann man bitte dazu auf 1, 2, 3 UND 4 klatschen?
5. Was machen die ganzen jungen Leute da an den Tischen?

Fragen über Fragen. Zum Glück hab ich genügend Zeit, darüber nachzudenken.

Dienstag, 3. Januar 2012

Silvester-Rückblick

Silvester verbrachte ich mit drei lieben Freundinnen, Raclette und Feuerzangenbowle. Nach Mitternacht zog es uns jedoch noch raus und auf die Tanzfläche, wo der Herrscher über die Strichmännchenszenarien auflegte. Wer mag, kann ja mal einen Blick werfen - auch wenn die Fotos von mir mehr so mittel sind. Ich bin da ja nicht so ;)


Montag, 2. Januar 2012

Suzanne

Gestern haben wir über dieses Lied geredet, "Suzanne" von Leonard Cohen, in gewissem Sinne ja auch "mein Lied". Beim nochmaligen Anhören habe ich dann zum ersten Mal so richtig auf den Text geachtet. Erstaunlich, wie die erste Strophe zu mir und einer Menge Dinge, die ich erlebt habe passt. Der Rest des Liedes dann ja nicht mehr, aber diese erste Strophe - wow...

Suzanne takes you down to her place near the river
You can hear the boats go by
You can spend the night beside her
And you know that she's half crazy
But that's why you want to be there
And she feeds you tea and oranges
That come all the way from China
And just when you mean to tell her
That you have no love to give her
Then she gets you on her wavelength
And she lets the river answer
That you've always been her lover
And you want to travel with her
And you want to travel blind
And you know that she will trust you
For you've touched her perfect body with your mind.



Samstag, 24. Dezember 2011

Adventskalender 24.12.

Huch, is ja schnell vorbei gegangen: Christmas is in da house. Da ich noch so viele Schmankerl übrig habe, gibt es heute gleich die dreifache Ladung, ist immerhin der letzte Adventskalendertag. :) A very merry Christmas! (Und Happy Birthday, Melli!!)

Billy Mack - Christmas Is All Around




The Pogues and Kirsty McColl - Fairytale Of New York



Jon Stewart and Stephen Colbert - Can I Interest You in Hannukah


The Colbert ReportMon - Thurs 11:30pm / 10:30c
A Colbert Christmas: Jon Stewart
www.colbertnation.com
Colbert Report Full EpisodesPolitical Humor & Satire BlogVideo Archive
 

Freitag, 23. Dezember 2011

Adventskalender 23.12.

Irgendwie fehlte diesem Adventskalender bisher ein Schuss Monty Python, aber zum Glück stieß ich da gestern auf einen Song, den ich Euch nicht vorenthalten möchte. One more day to go... :)

Eric Idle - Fuck Christmas


Donnerstag, 22. Dezember 2011

Adventskalender 22.12.

Weihnachten rückt immer näher, also verbreite ich heute wieder etwas besinnlichere Stimmung. Dieses Video stammt aus dem letzten Jahr, aber es macht gerade wieder die Runde in allen sozialen Netzwerken. Der wunderwunderwundertolle Herm drehte es zu Mariah Careys Hit "All I Want For Christmas Is You". Ich gehöre ja zu den Leuten, die dieses Lied tatsächlich mögen, aber mit Herm dazu gewinnt es noch einmal ungemein. Schaut selbst:

Herm - Marry Careystmas


Marry Careystmas! from hermsfarm on Vimeo.

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Adventskalender 21.12.

Na, darauf habe ich doch gehofft, dass während der Adventszeit jemand ein neues Lied auf die Welt bringt, das ich dann gleich hier posten kann. Gestern feierte mein halber Facebook-Freundeskreis dieses Lied. Einfach mal drauf einlassen und genießen ;) (Am Ende hört man ein Sample von den wundervollen Talking To Turtles und wer aufpasst, findet auch musikalische und wörtliche Zitate, u.a. von Tears In Heaven und Nordisch By Nature. Großartig!

Mumpel, Murks und die Herrscherin der Galaxis - Die Wahrheit über E.C.

Dienstag, 20. Dezember 2011

Adventskalender 20.12.

So, nach dem kleinen Ausflug nun wieder zurück zur richtig, richtig, richtig, richtig großen Musik. Beatles, anyone? :) (Der Ausschnitt stammt vom Concert for George, das ein Jahr nach George Harrisons Tod stattfand - legen... wait for it... dary!)

Paul McCartney, Ringo Starr, Eric Clapton, Billy Preston, Tom Petty, Jeff Lynne et al. - Something