Sonntag, 29. Dezember 2013

Alle Jahre wieder - Jahresendstöckchen 2013

Zugenommen oder abgenommen? 

Nicht, dass ich wüsste.


Haare länger oder kürzer?

Länger, war ewig nicht beim Friseur.


Kurzsichtiger oder weitsichtiger? 

Keine Veränderung.


Mehr ausgegeben oder weniger? 

Mehr. Zwei lange Überseeurlaube und ein Umzug...


Der hirnrissigste Plan? 

Selbst Laminat verlegen. An einem Wochenende. Zum Pizzaessen nach Neapel fahren. (War aber toll und die 4 Stunden Zugfahrt hin und zurück wert!


Die gefährlichste Unternehmung? 

Nachts mit Bauchkrämpfen aufstehen, ohne den Mann zu wecken.


Die teuerste Anschaffung? 

Laminat, Kaution, Flugtickets (gesammelt)


Das leckerste Essen? 

Schwierig wie immer. Das Frühstück bei Mitzi's in Toronto, die Artischocken-Ravioli von Freitag, das Auberginen-Soufflé von Mama?


Das beeindruckendste Buch? 

Gute Frage. Vielleicht "600 Hours of Edward" und die Fortsetzung, "Edward Adrift".


Der berührendste Film? 

"Take This Waltz".


Das beste Lied? 

"Suzanne" von Leonard Cohen live.


Das schönste Konzert? 

Leonard Cohen, Jimmy Kelly & The Street Orchestra und Katzenjammer.


Die meiste Zeit verbracht mit…? 

Dem Mann. (Gleich danach: Serien gucken.)


Die schönste Zeit verbracht mit…? 

Reisen.


Vorherrschendes Gefühl 2013? 

Aufbruchstimmung.


2013 zum ersten Mal getan? 

Den Fuß auf den asiatischen und den australischen Kontinent gesetzt. Etwas gebrochen (mit 30 Jahren!). Eine Location für eine Party gemietet. Laminat verlegt. IronBlogger geworden.


2013 nach langer Zeit wieder getan? 

Mit einem Mann zusammengezogen, Katzen angeschafft, Roadtrip mit Freunden. Weisheitszähne rausnehmen lassen. Krankenhausaufenthalt. Ein neugeborenes Baby gesehen und gehalten. Umgezogen. Rom und Neapel besucht.


Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können: 

Krankenhausaufenthalt und die Gründe. Angst um Kranke. Umzug während Rippenfraktur.


2013 war mit einem Wort…?  

Aufregend.

Sonntag, 22. Dezember 2013

Briefe von Nimbin

Liebe Mamamiez,

jetzt ist es schon eine Woche her, dass man uns von Zuhause entführt hat. Die Fahrt im Auto war ganz schön lang, viel länger als zum Tierarzt! Noosa hat ganz große Angst gehabt und sich nicht gerührt. Ich nicht! Ich hab mich ein bisschen mit den Menschen unterhalten und die vielen Lichter beobachtet.

Als der Korb wieder aufging waren wir an einem sehr seltsamen Ort. Man hört keine Vögel oder anderen Tiere, es weht kein Lüftchen und vor dem Himmel sind Glasscheiben. Die tun ganz schön weh, wenn man dagegen springt! Dafür gibt's ne Menge andere merkwürdige Geräusche, es blubbert und gluckert und summt und rummst ab und zu.

Noosa hat sehr viel Angst und traut sich nur aufs Klo oder zum Essen, wenn die Menschen nicht da sind. Ich heb ihr dann immer ihr Essen auf. Aber wenn sehr viele Menschen hier sind, dann verstecke ich mich auch lieber.

Nachts gehen die zwei Menschen immer in das eine Zimmer und sind dann stundenlang still. Dann können wir uns so richtig austoben. Wir haben schon ein bisschen umdekoriert! Blumentöpfe gehören nämlich nicht auf Fensterbretter. Haben die beiden dann auch gleich eingesehen. Jetzt haben wir genug Platz zum Spielen.

Wenn sie nur nicht immer so laut wären und uns zu sehr auf die Pelle rücken würden, dann wäre es hier echt ganz angenehm.

Das Essen ist gut und das Wetter auch, hoffentlich sehen wir Dich bald wieder!

Liebe Grüße an Tantchen, die dicke Katze und meinen Kumpel Dietmar! 

Maunz!

Sonntag, 15. Dezember 2013

Nimbin und Noosa

Heute sind sie eingezogen. So ganz zuhause fühlen sie sich noch nicht. Noosa liegt schon seit drei Stunden in der Transportbox und traut sich nicht hinaus.

Nimbin hingegen hat schon Küche, Bad, Wohnzimmer und Flur erkundet und hat mit einem beherzten Sprung an die Balkontür festgestellt, dass Fensterglas ihn nicht durchlässt.

Seitdem hockt er unermüdlich auf dem Fensterbrett in der Küche. Wenn ich ihn streichle, schnurrt er wie ein Uhrwerk. Auf der Autofahrt haben wir Händchen gehalten. 

Er ist tief drinnen ein Schmusekater. Nur kommt er eben noch nicht von seinem Fensterbrett hinunter. Aber das wird schon noch. Und Noosa? Mal schauen, was der Morgen bringt...



Sonntag, 8. Dezember 2013

Nur folgerichtig

Als ich vor fünfeinhalb Jahren nach Berlin zog, zum ersten Mal ganz allein in eine eigene Wohnung, ohne Mitbewohner, da war eines der Highlights meiner Nachbarschaft die Plansche. Kaum kam die Sonne länger raus, sprudelte dort das Wasser und kleine Kinder tobten und lärmten und bespritzten sich. Ein Traum. Bei jedem Vorbeikommen streifte ich die Flip Flops ab und watete selbst hindurch.
Die Plansche ist seit diesem Sommer gesperrt. Die Apotheke ist weggezogen. Das kleine gemütliche Café mit selbstgebackenen Köstlichkeiten, das zwischenzeitlich aufgemacht hatte ist schon lange wieder fort... Meine Eltern und mein Bruder, die fünf bzw. fünfzehn Gehminuten entfernt wohnten, sind auch schon längst woanders. Und so ist es nur folgerichtig, dass ich da weggezogen bin.

So meine Gedanken, als ich am Dienstag zum letzten Mal die Stufen in die Wohnung hinaufstieg.

Aber einiges werde ich schon vermissen: Den Blick auf den Fernsehturm vom Wohnzimmer (hier im neuen Kiez müssen wir erst runter auf die Straße gehen, um ihn zu sehen), die zwei Programmkinos im Umkreis von 10 Fußminuten (dauert jetzt _deutlich_ länger) und der Volkspark Friedrichshain quasi vor der Tür. Zum nächsten Park braucht man jetzt mit dem Fahrrad 10 Minuten und das Freiluftkino ist in weite Ferne gerückt. Dafür gibt's das Hörspielkino fußläufig, ebenso wie diverse Einkaufsmöglichkeiten und vor allem Freunde. Dieses "man kann mal eben spontan vorbeigehen" habe ich aus meiner Rostocker Zeit mehr vermisst, als es mir bewusst war. Tolle Sache das! 

Also: Neuer Kiez rockt. (Ebenso wie bunte Wände und Fenster, Riesenbalkon mit Vogelhaus, Zusammenwohnen, Aquarium, Weihnachtsbaum und ab nächstem Wochenende Katzenkinder. Wir werden ein echtes Miezhaus und hier gibt's dann bestimmt regelmäßigen Cat Content. Ein wichtiger Schritt zur Professionalisierung dieses Blogs. Läuft.

Samstag, 30. November 2013

Möhrensuppe Carribean Style

Heute Abend bin ich allein zuhause und habe mir aus den Vorräten mal eben ein Süppchen zusammengerührt - frei Schnauze, so dass ich Euch nur die Zutaten, nicht aber die Mengen nennen kann. Die Suppe ist unglaublich lecker, sieht farblich aber wenig spektakulär aus (aufgrund der Kombination von lila und gelben Möhren wird das irgendwie... bräunlich), deswegen gibt's auch keine Fotos. Here goes:

1. Möhren, Äpfel, Knoblauch und Ingwer schälen und in Stücke schneiden
2. In einem Topf Palmöl schmelzen und die Zutaten darin anschwitzen
3. Palmzucker dazu und alles etwas karamellisieren lassen
4. Mit Wasser ablöschen bis alles bedeckt ist
5. Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer und in meinem Fall schnödes Currypulver dazu (bei mehr Zeit und Ambition kann man das natürlich auch selber mischen)
6. Köcheln lassen, bis alles weich ist und dann pürieren
7. Den Saft einer halben Limette zugeben und noch einmal aufkochen lassen
8. Nach Belieben Kokosmilch dazugeben, bis Konsistenz und Schärfegrad passen

Komplett vegan, schnell und schön exotisch. Macht satt, warm und zufrieden!

Sonntag, 24. November 2013

Ein neues Kapitel

Heute ist der erste komplette Tag in unserer neuen gemeinsamen Wohnung. Noch ist eine ganze Menge zu tun. Alles steht voller Kisten. Ein ganzer Raum ist noch so gut wie nicht betretbar und steht voller Möbel und Zeug (und Kisten). Wir haben ungefähr eine doppelte Kücheneinrichtung, deren Quintessenz gefunden werden und dann in der leider nur einfachen Küche Platz finden muss. In beiden alten Wohnungen stehen noch ein paar Dinge, die wir in den nächsten Wochen holen müssen, ein IKEA-Besuch steht definitiv an und auch der Baumarkt wird nochmal heimgesucht werden müssen. Und heute in drei Wochen ziehen dann Noosa und Nimbin, unsere neuen kleinen Miezen hier ein.
Es ist also alles weit von "fertig" entfernt. Trotzdem fühlt es sich grad unheimlich gut an. Ein ganz großer Etappensieg wurde gestern errungen. Die letzten Wochen waren - besonders für den Mann, ich war und bin ja gehandicapt - extrem anstrengend. Deswegen steht heute erst einmal vor allem Couchen und Fernsehen an. Und vielleicht ein paar Kisten auspacken - hatte ich erwähnt, dass wir noch Kisten rumstehen haben? Haben wir. Viele. Unzählige Kisten. So viele, dass gestern dann nicht alles in den Umzugswagen passte, dass die Umzgshelfer kurz vor dem Nervenzusammenbruch standen und ich sie nur mit Kuchen wieder versöhnen konnte. Ich hoffe, sie werden mir verzeihen, wenn sie sehen, wie schön so ein Zimmer voller Bücher aussieht. Ich werd dann auch mal ein paar Shelfies machen...

Samstag, 16. November 2013

Timing, Universum, Schicksal

Schicksal ist ja manchmal ne Bitch, zusammen mit dem Universum und Timing hat es sich einfach mal gegen mich verschworen. Nachdem ich neulich schon ein Weilchen mit Schmerzen durch die Gegend lief, arbeiten ging und sogar Yoga machte, ging ich doch mal zum Arzt und ließ mich krankschreiben. Es wurden ein paar Untersuchungen angesetzt, aber so richtig gefunden wurde nix. Ich hätte halt Stress, physisch würde mir nix fehlen. In der Nacht vor dem Ende meiner Krankschreibung dann plötzlich so starke Krämpfe, dass ich von ihnen ohnmächtig wurde, dummerweise dabei auf den Rand meiner heißgeliebten Badewanne gefallen bin (was hab ich der bitte getan?) und mir dabei zwei Rippen brach.

Abgesehen davon, dass mein erster Bruch in immerhin 30 Jahren schon ein Erlebnis war und dieses ganze Nachts-in-die-Notaufnahme-fahren auch spannend und interessant, hätte ich mir das doch irgendwie gerne erspart. Ein paar Tage Krankenhaus waren ja irgendwie auszuhalten (Scrubs-Marathon auf dem iPhone, dafür dann auch zum ersten Mal in meinem Leben gedrosselt worden...), aber dass darauf Wochen von neuen Schmerzen und unbedingte Schonung folgen mussten war schon irgendwie doof. Der Bruch ereignete sich nämlich genau eine Woche, bevor wir den Schlüssel für die neue Wohnung bekamen, in der dann noch gemalert und Laminat verlegt werden musste. Und genau einen Monat, bevor wir unsere beiden Wohnungen zusammenpacken und in die neue verlagern wollen. Großes Kino, da mal eben komplett auszufallen!

Aber hilft ja nix. Also muss organisiert werden, und das ne Menge. Farben und Laminat aussuchen ging so halbwegs auch von der Couch. Genügend Leute zusammentrommeln, um die Arbeiten auszuführen ist da schon ein wenig schwieriger. Die Momente, in denen ich mal kurz selbst den Pinsel schwingen wollte bescherten nur massenhaft neue Schmerzen, deswegen habe ich das schnell wieder gelassen. So langsam ist zum Glück inzwischen ein Ende in Sicht, aber die nächste Woche wird auf jeden Fall auch noch einmal spannend und stressig. Der Mann verbringt im Moment nämlich alle Freizeit in der neuen Wohnung, wo noch Scheuer- und Abschlussleisten angebracht und die Spuren der beiden Arbeits-Großeinsätze beseitigt werden müssen, damit nächste Woche dann die Möbel kommen können. Das bedeutet für ihn wenig Schlaf und für mich, dass ich alles Packen hier in meiner Wohnung mit Freunden und meinen Eltern bewältigen muss - vom Sofa aus. Klappt zum Glück ganz gut, so dass meine Wohnung wohl nächsten Sonnabend rechtzeitig für alle Schandtaten bereit sein wird. Seine Wohnung hingegen... Uiuiui. Nun ja, kommt Zeit kommt Rat.

Aber zurück zu Schicksal, Universum und Timing. Nachdem ich nun langsam die Schmerzmittel etwas reduzieren konnte und die Rippen scheinbar ganz gut zusammenwachsen, fiel meinem Körper auf, dass da ja noch andere Schmerzen sind. Die von vorher nämlich. Zum Glück nehmen mich die Ärzte inzwischen etwas ernster und geben sich Mühe. Bis jetzt haben sie schon zwei Ursachen gefunden. Für die eine muss ich zum Chiropraktiker, um mich "entkanten" zu lassen. Für die andere muss ich ins Krankenhaus und eine kleine OP über mich ergehen lassen. Der Haken an der Sache? Beides geht erst, wenn die Rippen wieder anständig und stabil verheilt sind. Also vielleicht im Januar oder so. Man stelle sich hier einen mittleren Wutausbruch meinerseits vor.

So. Einmal durchatmen und träumen: Was wäre, wenn man mich gleich vernünftig untersucht hätte? Man hätte die beiden Dinge gefunden, mich sofort entkanten und dann kurz ins Krankenhaus schicken können. Wochen voller Schmerzen wären mir erspart geblieben und rechtzeitig zum Umzug wäre ich wieder voll einsatzfähig gewesen... Und ich hätte vielleicht noch weitere 30 Jahre bruchfrei bleiben können. Aber... Timing, Universum, Schicksal...

Mittwoch, 6. November 2013

A bis Z

Nachdem da jetzt schon eine ganze Reihe an Leuten mitgemacht haben, war ich auch neugierig: Was passiert, wenn man nur einen Buchstaben in die Browser-Zeile eingibt? Bei mir:

A - admin.****.de

Das ist Arbeit.

B - behindthename.com

Sehr aufschlussreiche amerikanische Seite über Vornamen, Bedeutungen, Aussprachen etc.

C - cloud.feedly.com

Mein Feed Reader, ich war kurz erstaunt, dass da nicht Chefkoch kam.

D - drive.google.com

Jo...

E - en.wikipedia.org

Wie ich neulich beim Iron Blogger-Stammtisch lernte, steht das "en" für enhanced ;)

F - facebook.com

Überraschung

G - gmx.de

Der Mail-Provider des Mannes. Er nutzt meinen Laptop mit, wenn er hier ist (nicht mehr lange, in 17 Tagen ist Umzug... Aaaaaaah)

H - hornbach.de

In 17 Tagen ist Umzug...

I - images.google.com

Is klar.

J - joeys.de

Dabei bestelle ich da echt selten und wenn nicht direkt über die Seite. Gibt wohl wenige Seiten mit J.

K - kinox.to

Ich, äh, also, hmmmm...

L - linkedin.com

Genau, ich nutz das Netz nämlich zum Werken!

M - mail.google.com

Mein Mail-Provider.

N - namenundmehr.forumprofi.de/index.php

Ja, ich interessiere mich sehr für Vornamen.

O - obi.de

In 17 Tagen ist Umzug... Wusstet Ihr übrigens, dass Obi Obi heißt, weil die Franzosen ja angeblich kein H aussprechen können?

P - pizza.de

Da bestelle ich nämlich immer. Und nicht nur Pizza.

Q - quittz.de

DAS Quittz

R - reisen.groupon.de

No comment.

S - spiegel.de

Nur für den Überblick, ihr wisst schon.

T - twitter.com

Logisch.

U - uni-rostock.de

Hach, Nostalgie...

V - vornamen-forum.de

Ja, ich bin ein Nerd.

W - wetteronline.de

Wetter is ja immer...

X - xing.com

Berliner Köpfe-Einladungen ablehnen...

Y - youtube.com

Puh...

Z - zeit.de

Ha, sogar noch was Gehaltvolles zum Schluss!


Gesehen u.a. bei: antischokke, Anke Gröner, Kaltmamsell.


Mittwoch, 30. Oktober 2013

Morgenlektüre

Krank sein ist ja total doof, vor allem, wenn man Schmerzen hat, die einen davon abhalten, den halben Tag zu verschlafen, weil man einfach nicht mehr entspannt liegen kann. Meine serielle Rippenfraktur ist genau so eine Krankheit. Immerhin habe ich aber so genug Muße, ganz entspannt meinen Feedreader durchzulesen. Hier ist das, was von heute Morgen hängengeblieben ist:

Eric Idle, Python-Fans kennen ihn als Loretta oder den Mann, der sich sehr für die sportlichen Interessen der Frauen seiner Mittrinker interessiert, hat einen sehr interessanten Blog. Heute hat er, ganz auf der Höhe der Zeit, enthüllt, was die NSA so vom Handy der Kanzlerin aufgeschnappt hat. Einziges Manko: Er hält sie für die Kanzlerin der DDR. Nunja, er ist ja auch schon 70... Hier gehts lang.

Frau Brüllen erklärt, wie einfach die Welt wäre, wenn einfach alle Leute so wären wie sie. Ein charmanter Gedankengang, durchaus. Muss mal überlegen, ob die Welt nicht noch besserererer wäre, wenn alle wie ich wären. Vermutlich allerdings nicht, dann lägen nämlich irgendwann alle mit gebrochenen Körperteilen auf der Couch und die Welt um sie herum würde vermüllen... Aber ich schweife ab. Vor allem fesselte mich hier die wundervolle Verwendung des mir komplett neuen Verbs "ausdeutschen". Lies!

In Island gibt es Überlegungen, für Naturattraktionen Eintritt zu nehmen. Nicht ganz unverständlich, wenn die größten Sehenswürdigkeiten des Landes nun mal Wasserfälle, Geysire und Gletscher sind und die Touristen nunmal durchaus ihre Spuren dort hinterlassen. Der Island-Blog berichtet hier von geplanten Eintrittsgeldern am Geysir, allerdings auch hier, dass die Pläne noch unausgereift sind und durch einen Naturpass, also eine Art Flatrate, ersetzt werden könnten.

Ich hatte schon vor einiger Zeit mal darauf hingewiesen, wie ungeheuer wertvoll und wichtig Lamas für den Seelenzustand sind. Das hat nun auch Herm entdeckt. Inkl. Modern Family-Ausschnitt am Ende. Hach.

The Reel Girl mal wieder über die merkwürdige Darstellung von Frauenfiguren in Animations- und Fantasyfilmen (die Hälfte von uns sind Frauen und Mädchen, in Kinderbüchern und -filmen sind weibliche Figuren jedoch eine Minderheit) und die noch viel merkwürdigere Annahme, dass immer nur eine Frau gleichzeitig für ein politisches Amt kandidieren kann - zumindest in den USA. In Deutschland könnte ich mir Kraft vs. Merkel durchaus vorstellen. Trotzdem.

Maike erzählt auf Kleinerdrei über ihre verschiedenen Sprach-Identitäten, vom Badischen ihrer Heimat über das Kölsch ihrer Wahlheimat und wie sie es nicht schafft, trotz sechs Jahren in Berlin richtig zu berlinern. Und wie das mit dem Italienischen ist und dem Englischen. Ich sehe da eine ganze Menge Parallelen zu mir und bin nun inspiriert, einen ähnlichen Blog-Eintrag zu verfassen, in der Hoffnung, nicht einfach nur abzukupfern.

Wenn das stimmt, was der Flix da zeichnet, dann sind kleine Kinder also wie kleine Katzen?

Wie ich übrigens erst heute gemerkt habe, dass zwei Blogs die ich lese (den einen seit Jaaaaaaaahren, den anderen seit vielleicht knapp einem Jahr) und auch beide in meiner Blogroll habe von ein und der gleichen Person sind, wie es mich erst verwunderte und dann aber auch überhaupt nicht überrascht. Dieses Internet, ey.

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Krankenhaus

Ich wusste ja gar nicht mehr, wie das so ist im Krankenhaus. Als Patientin war ich zuletzt 1988 oder '89 mal "drin" und auch das letzte Mal als Besucherin ist zum Glück auch schon wieder ne ganze Weile her. So von außen und von dem, was man so aus dem Fernsehen kennt, ist das alles nochmal ordentlich anders als von innen. Ich spiele schon mit dem Gedanken einer Krankenhausserie aus Patientensicht, hadere aber noch mit der Umsetzung. Wechselnde Protagonisten? Ein Protagonist pro Staffel? Oder doch eine Protagonistin, die von Station zu Station weitergereicht wird? Schwierig alles - vielleicht wird's ja doch eher ein Spielfilm...

Auf jeden Fall gibt es genügend Stoff: Mehr oder weniger anstrengende Zimmernachbarinnen, die unzähligen routinemäßigen Unterbrechungen durch das Krankenhauspersonal, der Krach vor dem Fenster wenn man schlafen will, die vielen Lichter, die einen nachts beim Schlafen stören, die etwas abwesend wirkenden Pflegerinnen und Ärztinnen, das eintönige Essen, das mit einer ausgewogenen gesunden Ernährung genau nichts gemein hat... Und WLAN gibt's auch nicht. Es ist ein Traum. Nicht. 

Und draußen ist so schönes Wetter. Möp. 




Donnerstag, 17. Oktober 2013

20 Dinge - Wisster Bescheid

1. Es fällt mir schwer, diese Liste überhaupt anzufangen, weil ich sowieso so gut wie keine Geheimnisse habe. Aber es geht ja zum Glück nur um Dinge, die dieses Blog noch nicht weiß, es sollte also schaffbar sein.

2. Seit ich die Kindle-App habe, lese ich immer zwei Bücher gleichzeitig. Eins aus Papier zuhause im Bett, wenn das Licht noch an ist oder wenn ich längere Zeit im Zug, Auto oder Flugzeug unterwegs bin, das andere auf dem iPhone in der Bahn, am Wasserkocher im Büro, mitunter auf dem Klo und im Bett, wenn das Licht schon aus ist. Die E-Books sind schneller durch.

3. Neben meinem Bett liegen diverse angefangene Bücher. Wenn ich in der falschen Stimmung für ein Buch bin oder mich was neues interessiert, fange ich das nächste an. Manche Bücher kommen nach Monaten unausgelesen zurück ins Regal. Passiert bei E-Books (bisher) nicht.

4. Auf einem Regal im Schlafzimmer befinden sich drei bedrohlich schiefe Stapel von Büchern, die ich geschenkt bekommen, gekauft oder gefunden habe und erst ins Bücherregal stellen möchte, wenn ich sie gelesen habe. Die Stapel wachsen seit Jahren, andere Bücher nehmen diese Hürde im Sturm, ohne Zwischenhalt. In der nächsten Wohnung brauche ich mehr Billys.

5. Es nervt mich, dass ich wegen der Wiedererkennbarkeit und weil Billy ein Eigenname ist, nicht die korrekte englische Pluralbildung Billies verwenden kann. Auf die lege ich einen gesteigerten Wert (mehr als bei manchen deutschen Regeln): Ponies, Hobbies, Babies und Parties!

6. Ich treffe wichtige Entscheidungen im Leben oft aus irrationalen Gründen, oder sogar gerade WEIL etwas dagegenspricht. Ich fordere mich gerne selbst heraus und hoffe zudem, dass die emotionale Komponente dafür sorgt, dass am Ende alles gut wird. Aktuelles Beispiel: Die neue Wohnung, die eigentlich zu teuer ist, auch aber nicht nur für ihre Größe. Aber sie ist Unesco-Weltkulturerbe, im Bauhaus-Stil gebaut, hat bunte Fensterrahmen und liegt in dem Kiez, in dem ich die ersten paar Wochen meines Lebens verbracht habe, bevor meine Familie aus Berlin wegzog und wo ich seitdem nie mehr wirklich war.

7. Ich nehme mir immer wahnsinnig viel vor, schaffe es dann aber meist nur für kurze Zeit. Das ist auch gar nicht schlimm, denn nach und nach werden die Sachen durchaus besser. Und alleine das Vornehmen gibt mir das gute Gefühl, mein Leben halbwegs im Griff zu haben.

8. Daraus resultierend alterniert meine Wohnung zwischen vorzeigbar und absolutem Chaos. Das ist aber auch OK, denn selbst das schlimmste Chaos hält nur für wenige Tage an. 

9. Ich bin wesentlich strukturierter und ordentlicher als früher, auch wenn es sich oft nicht so anfühlt.

10. Ich bin normalerweise immer für Wochen im Voraus ausgebucht mit Terminen, Verabredungen, Wochenendausflügen etc. Das führt zu Schlafmangel, Freizeitstress und häufigen Krankheitsphasen. Ich muss mir mehr freie Abende und Wochenenden einplanen, verstehe aber nicht, wie das gehen soll.

11. Mit 5 Jahren habe ich lesen gelernt. Seitdem wurden meine Eltern nie mehr morgens von mir genervt. Dafür waren Teile der ersten Klasse dann ganz schön langweilig und ich lernte, überheblich zu sein.

12. Je älter ich werde, desto lieber breche ich mit Konventionen und wenn es nur so harmlose, vorgeblich coole Dinge sind wie "Im Restaurant bestellt jeder was Anderes." Ich erzähle den anderen bis zur Bestellung auch sehr ungern, was ich ausgesucht habe. Wahrscheinlich gibt es da einen Zusammenhang.

13. Wenn ich eine geheime Superkraft habe, dann die, mir Namen und Daten zu merken. Ich schockiere regelmäßig Menschen mit detaillierten Anekdoten, an die sie sich nicht mehr erinnern können, kenne noch die Geburtstage und Namen aller Kellys, Beatles und Hansons und denke bei bestimmten Daten an die Geburtstage ehemaliger Mitschüler oder Jungs, in die ich verliebt war.

14. Ich bin ein pathologisches Fangirl. Musikalität, Intelligenz oder auch nur Followerzahlen beeinflussen mich nachhaltig und ich bin dann immer sehr aufgeregt und stolz, so "wichtige" Leute kennenzulernen und zu supporten. Wenn ich die Leute dann besser kenne, werde ich wieder normaler. Manchmal ergehe ich mich aber trotzdem gerne im Namedropping, obwohl ich genau weiß, wie dämlich sowas ist. Wenn ich geflasht bin, sollen es die anderen gefälligst auch sein!

15. Ich habe viele Lebensmittelabneigungen aus meiner Kindheit hinter mir gelassen und esse heute gerne Butter, Knoblauch, Zwiebeln (wenn sie klein genug geschnitten oder ordentlich gar sind, nicht jedoch im Döner oder auf Salaten), Zucchini, Auberginen, Broccoli, Avocados, Ingwer, Sauerkraut, Spinat und nicht-rote Kohlsorten (außer Grünkohl, zumindest nicht klassisch). Ich kann auch mit Schwarzwurzeln und Fenchel umgehen. Sogar Kümmel geht in Maßen. Einiges wird aber wohl für immer unmöglich bleiben: Spargel, Lauch (außer zur Brüheherstellung), Rosenkohl (wobei ich da überzeugungswillig wäre, aber die klassische Herstellung ist definitiv nix für mich) und alles was mit Lakritze zu tun hat. Tees mit Süßholz drin verursachen mir Brechreiz. Anis ist auch eher schwer. 

16. Ich scheitere regelmäßig an der regelmäßigen Einnahme von Tabletten aller Art. 

17. Wenn ich krank im Bett liege, bin ich oft zu faul, mir was zu essen zu machen oder genügend Tee zu kochen. Wenn es mir etwas besser geht, koche ich dann hingegen schon wieder aufwendige Gerichte, weil ich ja mehr Zeit habe als im Alltag.

18. Überhaupt koche ich gerne und viel, aber hauptsächlich aus purem Eigennutz: ich will nicht langweilig essen. Wenn ich zu faul bin oder keine Zeit habe, esse ich lieber nichts oder bestelle was, als mir nur ne Stulle zu schmieren.

19. Ich versuche das zu umgehen, in dem ich tolle Aufstriche im Kühlschrank habe und auch aus dem Stullenschmieren ne Kunst mache.

20. Ich vergesse oft tagelang, mich um Pflanzen und Kräutertöpfe zu kümmern. Katzen und Kinder schreien dann zum Glück laut, sonst würde ich mir für die Zukunft sorgen machen.

Freitag, 11. Oktober 2013

Geburtstagsgeschenk - Nailed it!!

Zu meinem 30. - earlier this year - bekam ich ein ziemlich tolles, ganz und gar nicht erwartetes Geschenk: Einen Städtetrip mit drei meiner besten Freundinnen aus Schulzeiten. Da wir uns ziemlich in der Republik verteilt haben (Berlin, Münster, München und Dresden) trafen wir uns "in der Mitte", wobei "Mitte" nicht ganz wörtlich zu verstehen ist, es sollte ja auch noch ne interessante Stadt bei rumkommen. Wir verbrachten also ein Wochenende gemeinsam in Nürnberg.

Ist ja durchaus ne sehenswerte Stadt mit reicher (pun intended) Geschichte, lokalen Spezialitäten und spezifischer Architektur, aber was an diesem Wochenende das Tollste war, war nicht die Stadt, sondern - Überraschung - die Zeit mit den Dreien. Von der ersten Minute an führten wir ein mehrere Tage anhaltendes Gespräch, das eigentlich nur zum Schlafen unterbrochen wurde.

Kaum waren wir aus unseren jeweiligen Zügen gestiegen, diskutierten wir bereits das Wahlergebnis. Jede von uns hat eine andere der im Bundestag vertretenen Parteien gewählt, was zum Einen ein interessanter Zufall ist, zum Anderen bedeutet, dass ich zum ersten Mal bewusst eine CDU-Wählerin in meinem Alter wahrgenommen habe, die ich auch noch für intelligent, vernünftig und weitestgehend in ihren Ansichten kompatibel mit mir halte. Spannend, denn man kennt die ja sonst eigentlich nicht mal aus dem Fernsehen! Noch spannender ist, dass wir trotz dieses durchaus Konfliktpotential mit sich führenden Starts das ganze Wochenende über nicht einmal gestritten haben, sondern uns alle immernoch mögen und respektieren. Dabei kann ich doch leicht hitzköpfig werden im Eifer des Gefechts.

Und so mäanderten unsere Gesprächsthemen dann hin und her zwischen Geschichte (Nazis! Kaiserpfalz! Dürer!), Feminismus (Quote! Labels! Gender! Pink!), Tagespolitik (Koalition! Merkel! Steuergesetzgebung!), Arbeit (Managementmodelle! Arbeitszeitmodelle! Zukunftsvorstellungen!), Reisen (New York! Kroatien! Prag! Krakau!), Beziehungsmodellen (Freundschaft! Polyamorie! Wieder Labels!), und Essen (Indisch! Ceylonesisch! Kuchen!) hin und her. Zum Glück hatte ich am Abend vorher beim Iron Blogger Berlin schon trainiert, sonst wäre mir irgendwann ganz sicher die Puste ausgegangen.

Das Schöne an diesen Freundschaften ist, dass man (Achtung Klischee!) einfach da weitermachen kann, wo man beim letzten Mal aufgehört hat, selbst wenn man sich dazwischen monate- oder sogar jahrelang nicht sieht. Und: Dass man ganz man selbst sein kann, dass jede Veränderung, jede Meinungsäußerung, einfach so hingenommen wird und Teil der Geschichte wird. Die könnten hier reinschneien und mir erzählen, dass sie ihre Jobs und Wohnungen gekündigt haben und jetzt eine Dreiecksbeziehung auf Hawaii führen wollen und ich würde nicht mit der Wimper zucken. Ist dann halt so.

Ich weiß, dass es von diesen Freundschaften nicht besonders viele gibt. Ich selbst kann nur bei einer Handvoll Leute genau so sein, was mitunter zu Problemen führt, denn ich habe eine ganze Menge mehr Freunde als nur diese Handvoll. Gerade deswegen bin ich so dankbar für Euch und dass ich bei Euch zu der Handvoll gehören darf! (So, genug gekitscht, was gibts zu essen?)

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Bist Du auch so ne Marusha-Vegetarierin?

Das wurde ich gestern bei meinem ersten Ironblogger-Treffen gefragt. Marusha hatte sich ja vor einiger Zeit in einem Interview mit der "Welt" (vgl. http://saschalobo.com/2013/06/17/marusha-merkel-und-das-deutsche-problem/) mal dahingehend geäußert, sie ernähre sich halb vegetarisch, halb vegan, würde aber auch ab und an mal ein Stück Bio-Huhn essen. Nun ist das von ihr etwas unglücklich formuliert, aber tatsächlich ist die Gemengelage, die sie da zu beschreiben versucht, gar nicht ganz so weit von meiner Ernährungsweise entfernt. Da ich gerade zweieinhalb Stunden in einem WLAN-fähigen Zug sitze, auf dem Weg zu einem Wochenende mit zwei meiner ersten Vegetarierinnen im direkten Umfeld, mache ich mir jetzt also mal öffentlich Gedanken zu diesem Thema.

Alleine der Umstand, dass eine dieser beiden Freundinnen inzwischen ab und an Fleisch und Wurst ist und sich zwischenzeitlich bereits als "Puddingvegetarierin" oder "Bratwurstvegetarierin" bezeichnet, während die andere sich im Prinzip vegan ermähren könnte, wenn es einen kulinarisch gleichwertigen Ersatz für all die Käsespezialitäten dieser Welt gibt, zeigt: Es gibt nicht nur einen Vegetarismus. Ebenso ist es mit überzeugten Veganern in Lederschuhen... Alles hat seine Abstufungen, die V-Wörter sind erst einmal nur ein Label zur Vereinfachung und Schubladisierung. Dann gibt es ja noch Frutarier, Pescetarier, Ovo-Lacto-Vegetarier und die berühmt-berüchtigten Veganer Stufe 5 von den Simpsons ("Ich esse nichts, was einen Schatten wirft."). Ich fühle mich keiner dieser Schubladen zugehörig, obwohl ich für alle (bis auf Stufe 5) gewisse Sympathien hege und die betreffenden Menschen zum Beispiel bei einer Menü- oder Büffet-Planung in jedem Fall berücksichtigen würde.

Ab und zu einmal bezeichne ich mich selbst als Vegetarierin, einfach, weil es vieles leichter macht. Ich muss ja nicht jedes Mal einen Blogartikel herunterbeten, wenn es darum geht, was gegessen werden soll. Vor allem geschieht das: im ländlichen Umfeld, fernab von vegetarischen und/oder Bio-Restaurants, bei Familienfeiern und auf Grillparties. Überall dort also, wo ich davon ausgehen kann, dass das eventuell enthaltene Fleisch aus der Massentierhaltung kommt und ich ein Totschlag-Argument benötige, um nicht zuzugreifen und gleichzeitig keine Diskussionen vom Zaun zu brechen. Aber wie esse ich denn nun eigentlich wirklich?

Ich bin auf dem Land aufgewachsen, es gab einen großen Garten, der Vater meiner Mutter war Vegetarier und so gab es in meinem Umfeld von Klein auf eine große Wertschätzung für Obst und Gemüse. Es gab auch regelmäßig Fleisch und Wurst, aber ich habe davon meistens viel weniger gegessen, als von den Beilagen. Die erste Vegetarierin in meinem Umfeld (mein Opa war schon lange tot) war meine Cousine. Ich litt immer ein wenig still mit, wenn meine Oma ihr vom Fleischer immer extra Gemüsesülze mitbrachte. Von ihr kamen erste Impulse, darüber nachzudenken, ob man Tiere essen sollte. (Die nächsten waren wohl Die Ärzte mit "Ich ess Blumen" sowie die beiden oben genannten Freundinnen, dann so in der Pubertät.) 

Über Jahre blieb ich eher Sympathisantin und aß mein Fleisch weiter. Doch die Zweifel wuchsen mit jedem Lebensmittelskandal und jedem Bericht über Massentierhaltung. In einem Urlaub mit einer der beiden Mädels regte ich an, um das Kochen zu vereinfachen, dass wir einfach alle zwei Wochen lang vegetarisch leben sollten. Das stellte keine große Herausforderung dar, bis wir nach den zwei Wochen bei McDonald's "fastenbrachen" und danach alle böses Bauchgrimmen hatten. Das nächste vegetarische Experiment folgte ein paar Jahre später, aus Bewunderung für einen vegetarisch lebenden Freund und um es mal für länger auszuprobieren. Nach sechs Wochen hatte ich das erste Mal Lust auf Fleisch und erklärte das Experiment für beendet. Seit diesem Mal habe ich aber dann wirklich sehr viel weniger und unregelmäßiger Fleisch gegessen, mal mehrere Tage hintereinander, mal über Wochen unbewusst gar nicht.

Zunehmend las ich über die ökologischen und ökonomischen Aspekte des Fleischkonsums und fand alles immer falscher und unsinniger. Dann las ein Teil meines Freundeskreises "Eating Animals" von Jonathan Safran Foer und hörte von heute auf morgen auf, Fleisch zu essen. Sie warnten mich davor, das Buch zu lesen, aber ich dachte mir: "Gut, jetzt hast Du eine Wunderwaffe in der Hinterhand, wenn Du es wirklich durchziehen willst." Ich kaufte das Buch und dann lag es ersteinmal eine Weile herum, bis ich mich bereit dafür fühlte, mein Leben zu ändern. Ich kann Euch sagen: Das Buch wirkt. Danach hatte ich erstmal eine ganze Weile gar keine Lust mehr auf Fleisch.

Inzwischen ist es so, dass ich komplett vegetarisch einkaufe und koche. Sind Eier und Milchprodukte dabei, dann sind diese Bio (bis auf Käse manchmal, aber seit ich die Alnatura-Käsetheke entdeckt habe, gilt das jetzt auch nur noch für Büffelmozzarella und ein paar wenige Spezialitäten, die es wirklich nur ganz selten gibt... Morbier zum Beispiel). Wenn ich woanders esse, kommt es durchaus vor, dass ich mal Fleisch oder Wurst esse. Und zwar aus diesen Gründen:


1. Es handelt sich um Wild- oder Biofleisch und wurde mit viel Mühe von Freunden oder Verwandten zubereitet

Ich habe nicht grundsätzlich etwas gegen das Essen von Tieren, sondern vor allem gegen die industrielle "Fleischproduktion". Ich versuche nach der Maxime zu essen: "Nichts aus dem KZ". Da ich aber zum Beispiel Kaninchenfleisch nicht mag, Wild und Fisch nur in Ausnahmefällen lecker finde und von den üblichen "Nutztier"-Fleischsorten in zunehmendem Maße enttäuscht bin und nicht finde, dass sie diesen "Bruch" Wert sind, spiele ich in solchen Fällen auch oft die Vegetarier-Karte oder koste einfach nur und gebe den Rest dann weiter.


2. Es handelt sich um Delikatessen, kulinarisch-kulturelle Errungenschaften der Menschheit, die meine Wertschätzung verdient haben

Ich konnte nicht nach Italien fahren, ohne dort Parmaschinken und Salami zu essen. Italien ist für mich immer hauptsächlich Genuss, ich bin eben ein Foodie. Weitere Beispiele waren die Gravy auf der Poutine während der Fährüberfahrt über den St.-Lorenz-Strom, die hausgemachte Wurst in einem Frühstückslokal letztes Wochenende in Toronto, die Thüringer Rostbratwurst bei Verwandten, der Känguruhburger (immerhin Wild!) oder das Steak in Australiens Rinderhauptstadt Rockhampton im Februar. Gemeinhin tritt Fall 2 hauptsächlich auf Reisen in Kraft.


3. Ich habe einfach mal Lust auf Fleisch

Das ist ein sehr seltener Fall. Passiert hauptsächlich mit Burgern, Bacon oder Steak. Ich gebe mir große Mühe, dann wenn möglich in Bioläden zu gehen. Meistens reicht mir auch ein Biss vom Essen des Mannes, bevor ich mich wieder meinem Tofu- oder Seitan-Gericht zuwende. Ein vegetarischer Chili-Cheese-Bacon-Burger oder die Currywurst im Yellow Sunshine sind für mich übrigens ein absolut adäquater Ersatz und müssen dann eben auch ab und zu herhalten, um die Lust zu überlisten.


4. Es gibt nichts Vegetarisches

Das trifft hauptsächlich bei Familienfeiern zu. Nicht bei meiner eigenen Familie, hier ist man gut gerüstet und in meiner Generationen sind die "Vegetarier" in der Überzahl. Bei der erweiterten Familie des Mannes (ländlicher Raum) kann es dann aber doch mal vorkommen, dass außer Brot und grünem Salat nix zu holen ist. Da sehe ich dann manchmal über Speckwürfel im Kartoffelsalat oder Wurstscheiben im Nudelsalat hinweg, damit ich überhaupt satt werde.

5. Gummibärchen

'nuff said.


Alles in allem ist mein Fleischkonsums extrem überschaubar. Ich bin nicht konsequent im Nicht-Essen, aber werde in meinem Umfeld ohne Weiteres als Vegetarierin aufgenommen. Das heißt auch: Ich trage einen sehr geringen Teil zu dem ganzen Fleischkonsums-Problem bei. Verbessern lässt sich meine Bilanz noch dadurch, dass ich bei Essensbildern von Selbstgekochtem gerne den Hinweis "vegetarisch"/"vegan" hinzusetze, um den "Normalfleischessern" zu zeigen, wie lecker und vielseitig eine fleischarme Mahlzeit sein kann. Zudem dokumentiere ich meine Fleisch-Ausnahmen nur selten fotografisch im Netz. Eine Mischung aus Strategie und Selbstschutz...

Ich missioniere auch ganz gerne mal, werde aber niemandem das Fleisch Essen ganz ausreden. Wie meine Mutter nicht müde wird zu betonen: Die Inuit müssen jagen und Fleisch essen, um zu überleben, weil alles andere schwer zu beschaffen, für sie kaum erschwinglich und für das raue Klima nicht ausreichend ist. Da gehe ich mit. Im Umkehrschluss meine ich aber: Wer in unseren Breiten lebt, sich eine ausgewogene vegetarische Ernährung (die viel günstiger ist als man glaubt) leisten und organisieren kann und dessen Wohl und Wehe nicht davon abhängt, regelmäßig ein Stück totes Tier auf dem Teller liegen zu haben, die oder der hat keine Ausrede, seinen Fleischkonsum nicht einzuschränken, nicht auf Biofleisch umzusteigen, oder gar ganz mit dem Fleisch essen aufzuhören.

Mir fällt das Nicht-Fleisch-essen sehr leicht, ich kaufe inzwischen fast nur noch Bio-Lebensmittel und ich koche sehr gerne und interessiere mich für mein Essen so sehr, dass ich gerne meinen Beitrag dazu leiste, ein Gegengewicht zu den Leuten zu sein, die nicht so informiert/gut situiert/kochbeflissen/mildklimalebend oder Fleisch-underwhelmed wie ich sind.

Reisetagebuch Kanada 2013 - Teil 3

Eins vorab: Elche haben wir nicht mehr gesehen, ebensowenig wie Bären, obwohl Schilder uns vor beidem warnten. Dafür gab es unzählige Eichhörnchen (in Grau-Braun oder Schwarz), Stachelschweine sowie einige Stinktiere und Waschbären (Roadkill) und Chipmunks. Die wuseln genau so zu zweit herum, wie man es aus einschlägigen Trickfilmen kennt und ich hatte danach ewig das Chip & Chap-Lied als Ohrwurm.


Doch zurück zum Reiseverlauf. Vom Fjord aus ging es dann, entlang des klassischen Korridors um den St.-Lorenz-Strom Schlag auf Schlag: Innerhalb von drei Tagen besuchten wir Québec City, Montréal und Ottawa.


Québec ist hundertprozentig die europäischste Stadt in Nordamerika und dazu die einzige mit einer erhaltenen historischen Stadtmauern. Die meisten späteren Gründungen wurden ohnehin direkt ohne geplant.


In Montréal waren wir in China Town essen und ich konnte mit Freuden feststellen, dass der Bubble Tea (ebenso wie in Toronto) hier immernoch und wie schon seit Jahren ein ungestörtes Leben führen kann. Schön, dass es solche Reservate gibt, in Berlin zweifelt man ja immer mal.


In Ottawa hat es leider geregnet, aber wir wollten ja sowieso ins Museum of Civilization, hier im Bildmitte dem Parlamentsgebäude im Hintergrund. Am nächsten Tag trafen wir uns dann mit lieben Freunden im Tyendinaga Mohawk Territory am Ufer des Lake Ontario und bekamen eine persönliche historisch-soziale Führung durch eines der größten Reservate Nordamerikas.


Danach war es wieder Zeit für Wildnis - zwei Stunden nördlich von Tyendinaga beginnt der Algonquin-Nationalpark und hier hatte der Indian Summer tatsächlich voll eingesetzt. Die Blätter waren so knallebunt, dass es fast wehtat beim Hinsehen. Wenn man das nicht gewöhnt ist, weiß man tatsächlich kaum, wo man all die Emotionen hinstecken soll, die allein durch das Sehen der Farben aufwallen. Nach jeder Straßenbiegung kam ein neues "Nee, oder?! Noch mehr?" Man staunt fassungslos. Und nebenbei fühlt man sich wie in einem CGI-animierten Märchenfilm. Ist aber alles echt, glaube ich. (Fun Fact: Indian Summer bezeichnet tatsächlich nur das Phänomen von warmen Temperaturen tagsüber und Temperaturen um den Gefrierpunkt in der Nacht. Dass sich gerade zu dieser Zeit die Blätter färben spielt für die Kanadier sprachlich keine Rolle, heißt einfach nur "The leafs are turning"...)


Der nächste Tag führte uns auf die Niagara Peninsula. Das heißt natürlich, zumindest beim für den Mann ersten Mal: Ab zu den Fällen.



Sind ja auch echt beeindruckend. Drumherum nieselt es übrigens die ganze Zeit, weil der nach oben steigende Wasserdampf abkühlt und wieder nach unten fällt. Bei Sonne macht das supi Regenbögen. Also: Niagarafälle bitte gerne, aber man sollte sich nicht umdrehen, alles, was dahinterliegt, möchte man nicht wissen. But you can't unsee it :(

Den Rest der Zeit, immerhin 3,5 Tage verbrachten wir im großartigen Toronto, das fast so toll wie Berlin ist, aber dabei ganz anders.




Ein Besuch bei den Beaches lässt einen dann auch vergessen, dass das Meer mehrere 1000 Kilometer entfernt ist - größer und welliger als der Lake Ontario ist die Ostsee auch nicht wirklich. Und so endete unser Urlaub wo er begann: Am Wasser...

Sonntag, 29. September 2013

Back home und im Jet Lag

Eine bleierne Müdigkeit aufgrund einer komplett ausgefallenen Nacht, zwingt mich dazu, den letzten Teil des Reisetagebuchs zu verschieben. Kommt aber noch. Ein Vorgeschmack:


Sonntag, 22. September 2013

Reisetagebuch Kanada 2013 - Teil 2

Der zweite Teil der Reise  führte mich, den Mann und seine inoffizielle Adoptivschwester auf einen Roadtrip von Nova Scotia zur Bay of Fundy, nach Moncton, einmal rund um die Gaspésie, mit der Fähre 2,5 Stunden über den St. Lorenz-Strom, die Straße der Wale und den südlichsten Fjord der Nordhalbkugel entlang und nach siebzig Kilometern im Dunkeln auf einer einsamen Landstraße durch den Wald zu einem süßen kleinen Haus in einem verschlafenen Dorf am Fjord.


Das Gefährt mit dem wir diesen Wahnsinnsritt von über 2000 Kilometern in 3,5 Tagen hinter uns brachten ist ein schnuckelig-kleiner weißer Fiat Cinquecento, über dessen horizentale, vertikale und diagonale Unzulänglichkeit wir immer noch herzlich lachen können. Hierzu muss man wissen, dass drei alle um die 1,80 m groß sind und Gepäck für drei Wochen dabei haben. Da die beiden anderen die Fahrer sind und ich die um wenige Millimeter Kleinste von uns, mache ich es mir nun also seit Tagen auf dem Rücksitz bequem und entwickle eine zunehmend enge Beziehung zu V.s Koffer. Ich habe ihn Rowdy genannt, in Anlehnung an den ausgestopften Hund bei Scrubs, der auch irgendwie immer im Weg ist und trotzdem zur Familie gehört. Der Cinquecento - wir nannten ihn Timbit, eingefleischte Kanadophile wissen wieso - ist uns ebenfalls sehr ans Herz gewachsen. Er fiept laut, wenn man nicht sofort angeschnallt ist, sobald der Zündschlüssel steckt, er pupst laut, wenn man die Zentralverriegelung bedient und er gerät mit seiner schweren Ladung auf den vielen steilen Steigungen im wilden Québec ganz schön ins Schnaufen, trotz Sport-Knopf. Man muss ihn einfach lieb haben.



Lieb haben muss man auch die Landschaft. Wälder, Felsen, Flüsse, Seen, das Meer... ständig gibt's was zu gucken, anzuhalten und zu fotografieren. Dazu kommen diverse Stachelschweine, Waschbären, Kojoten und Stinktiere sowie die Laubfärbung. Einige Gegenden sind noch komplett und im Sommermodus, andere leuchten in diversen Gelb- bis Rotschattierungen. Da wir so weite Strecken zurücklegen und die Höhenunterschiede gewaltig sind (vom Meer hinauf bis auf rund 1000 m Höhe) kommen wir also durch verschiedene Klima- und Jahreszeitenzonen. Und immer ist da die Hoffnung, dass jetzt doch endlich mal irgendein Elch seine Nase aus dem Wald steckt. Gäbe es so viele Elchbegegnungen wie Baustellen, dann hätten wir schon ein ganzes Fußballfeld mit der Losung düngen können. Vielleicht klappt es ja noch - es ist ja zum Glück noch eine ganze Ecke Urlaub übrig.





Mittwoch, 11. September 2013

Reisetagebuch Kanada 2013 - Teil 1

Man kann sowieso nie genug reisen. Die Welt ist viel zu groß und hat viel zu viel zu bieten, als dass man irgendwann einfach fertig sein könnte. Vor allem, wenn einem die eigene Familie in den Rücken fällt und einfach einen zweiten Familiensitz in einer so schönen Gegend aufmacht, dass man einfach immer wieder hinfahren muss. Keine Ahnung, was sie sich dabei gedacht haben und wann ich den ganzen riesigen Rest Welt angucken soll, aber jetzt jedenfalls sitze ich wieder im Paradies in der Wildnis, mit Blick auf eine stille Atlantikbucht und höre auf die Grillen. Der Mann muss ja schließlich mein Zuhause kennen und dieses Stück östlichstes Kanada mit Meer, Wald, Holzgeruch und WLAN gehört nun mal dazu.



Er hat das auch gleich eingesehen und ist seit unserer Ankunft - solange er nicht gerade kocht, isst, schläft oder liest, damit beschäftigt, zu gucken. Mit dem Fernglas auf Vögel zum Beispiel. Oder ohne Fernglas, vom Kanu aus auf die Robben draußen auf den Felsen. Oder auf die Buckelwale beim Whale Watching in der Bay of Fundy. Und er kann nach Herzenslust angeln. Neun Makrelen brachte er beim ersten Versuch, mit einem Nachbar vom Wharf im Hafen aus geangelt, heim. Mission 1 ist also erfüllt: Er liebt es hier und versteht, dass man immer wieder kommen muss.


Mission 2 ist Erholung und davon gibt es momentan nicht zu knapp. Die Arbeit ist ganz weit weg und bis auf das Planen der nächsten Reiseabschnitte beschränken sich unsere Tätigkeiten auf das Schöngeistige, Ruhige: essen, lesen, paddeln, die Küste entlangfahren, Tischtennis spielen, Musik hören, erzählen, Filme sehen. 



Heute Abend wird es dann etwas lauter - Konzertnacht in der Community Hall. Wer Gilmore Girls kennt, stellt sich einfach einen Raum in der Größe von Miss Patty's vor, ein paar Snacks, Getränke, eine Bühne und ein bunt gemischtes Publikum. Ein Künstler reist aus der Provinzhauptstadt an, eine lokale Singer-/Songwriterin ist an Bord und eine deutsch-amerikanisch-kanadische Coverband aus (Teilzeit-)Locals gibt Ihr Können zum Besten. Der Höhepunkt der Saison sozusagen, wird bestimmt großartig.


Den heutigen Regentag verbringen wir mit den Vorbereitungen auf den Roadtrip, auf den wir uns am Montag begeben: Wäsche waschen, Übernachtungen buchen bzw. verabreden (größtenteils besuchen wir unterwegs Freunde) und einigen Besorgungen. Morgen sind wir dann in der Stadt beim Sightseeing und holen den Rest der Bände vom Flughafen ab. Dieses Wochenende wird es voll im Paradies.



Donnerstag, 5. September 2013

Tagebuch-5 im September

Der Wecker klingelt diese Woche zum ersten Mal zu seiner Standardzeit um 8:30. Endlich ein Tag ohne Spätschicht oder frühmorgendliche Termine. Ich kann also ganz entspannt auf dem iPhone meine E-Mails, Facebook, Twitter, Instagram und Feedly checken. Wenn man das so fleißig und regelmäßig tut wie ich, reicht.die halbe Stunde, die ich brauche um voll funktionsfähig zu sein, dafür genau aus.

Da wir übermorgen in den Urlaub fliegen, packe ich heute die Kuchenreste vom 60. des Papas des Mannes als Frühstück fürs Büro ein und füllle eine Schüssel mit den übrig gebliebenen Äpfeln und Pflaumen vom letzten Beutezug auf dem Land, um sie den Kollegen überzuhelfen. Auf dem Weg ins Büro dann ein Anruf meiner Ärztin, die mich schnellstens in ihre Praxis beordert, um mir ein Antibiotikum in die Hand zu drücken. Der Blasen-"Dauerbrenner" (pun intended) mal wieder...

Liegt zum Glück auf dem Weg ins Büro, so dass ich nur 20 Minuten zu spät und ein wenig abgehetzt ins Büro komme. Was bleibt, ist die Frage, ob ich bei der regelmäßigen Einnahme ein bisschen schummeln darf. Heißt dann dank Zeitverschiebung ab Sonntag nämlich 5 Uhr morgens Tablette einwerfen. Aber vielleicht klappt das ja mit dem Jetlag dann sowieso...

Zum Mittagessen traf ich mich zum ersten Mal mit meiner Mentorin. Bei uns in der Firma gibt es ein Mentoring-Programm von Frauen in Führungspositionen für Frauen in Nicht-Führungspositionen. Wir kannten uns bereits vom Sehen und unterhalten uns bei Pasta und Wareniki über unseren bisherigen Lebensweg, unsere Arbeit und darüber, was uns im Programm die nächsten sechs Monate lang erwartet. Am Ende bekam ich die Hausaufgabe gestellt, mir darüber Gedanken zu machen, wo ich mich in zehn Jahren sehe. Neben regelmäßigen Seminaren treffen wir uns jetzt alle zwei Wochen zum Mittagessen - natürlich erst wieder nach meinem Urlaub.

Einen großen Teil des Nachmittags verbrachte ich damit mein Postfach aufzuräumen und Mails zu löschen. Während ich weg bin, ziehen nämlich unsere Mails um, das muss ich also bis morgen Abend noch fertig bekommen.

Nach der Arbeit schaute ich kurz in der Wohnung meiner Eltern vorbei, um noch etwas abzuholen, dass ich ihnen nach Kanada mitbringen soll und einen Plausch mit meiner Cousine zu halten, die dort derzeit logiert.

Zuhause kochten wir uns dann ein Mangold-Graupen-Risotto mit getrockneten Tomaten vom Chefkoch und planten weiter freudig den Urlaub.

C'ést tous!

Mittwoch, 4. September 2013

20 Jahre

Nächstes Jahr ist es 20 Jahre her, dass ich von der Grundschule aufs Gymnasium gewechselt bin. In Worten: zwanzig. Eine unvorstellbar hohe Zahl an Jahren. Wer damals geboren wurde, arbeitet heute (evtl.), hat eine Facebook-Seite (oder schon nicht mehr, weil uncool) und darf wählen, Auto fahren und Schnaps kaufen.

Das ist außer mir auch anderen aufgefallen und so bekam ich eine Mail von meiner Mutter, in der sie gefragt wurde, ob sie meine Mutter sei und sie den Kontakt herstellen könnte. (Wundert mich ein wenig, denn man kann mich ja relativ einfach googlen, findet mich dann auch direkt und kann mich, so man denn bei den einschlägigen Social Networks Mitglied ist, auch anschreiben - vorausgesetzt man schreibt meinen Namen richtig...)

Nunja, ich kontaktierte also und verbrachte auch einige Zeit damit, meine ehemaligen Klassenkameraden zu googlen. Relativ viele sind mir eingefallen, aber irgendwie scheint mir die Zahl so klein zu sein - waren wir wirklich nur so wenige? Dorfschule eben, einzügig.

Einige haben Namen, mit denen man bei Google keine Chance hat, einige andere habe ich gefunden. Viele von denen, die bei Facebook sind, haben geschützte Profile oder keine Profilfotos, so dass man sich nicht ganz sicher sein kann, die richtigen erwischt zu haben. Wenn man sie denn auf den Fotos erkennt, was teilweise gar nicht so einfach ist.

Und dann noch die Sache mit den geänderten Nachnamen. Diejenige, die meiner Mutter anschrob, heißt heute anders als damals und da wir zwei mit ihrem Vornamen in der Klasse hatten, wusste ich erst nach einer Google Bildersuche, um welche von beiden es sich handelte. Sie habe ich relativ leicht erkannt, aber wow, sieht sie anders aus. Tun sie alle, mehr oder weniger.

Die einzigen, mit denen ich nach 1994 noch Kontakt hatte, waren die, die ebenfalls aufs Gymnasium in die Stadt gingen - und auch da war seit dem Abi dann nichts mehr. Sollte es also nächstes Jahr zu dem Treffen kommen, dann wird es ein Abend voller Überraschungen...

Freitag, 30. August 2013

It ain't over 'til it's over!

Es ist nicht vorbei, bevor es nicht vorbei ist, möchte ich all den Menschen zurufen, die - beeinflusst von Gehirnwäsche einer Verschwörung, wie ich vermute - von einem Stimmungswechsel auf dem Jahreszeitenbarometer faseln. 

Der Sommer ist die wichtigste und schönste Jahreszeit von allen. Mein Kalender sagt, er fängt an meinem Geburtstag an und er hört am 22. September auf. Bis zur Bundestagswahl überhöre ich also sämtliche Unkenrufe, genieße die Sonne, die Sommerfrüchte, das Eis und das Draußenherumlungern. Außerdem fahre ich in einer Woche für drei Wochen in den Sommerurlaub und werde dort im Atlantik baden, an Lagerfeuern sitzen und so richtig einen auf große Ferien machen.

Wenn dann einen Tag nach der Wahl die Stimmung im Land eh am Boden ist, weil immernoch die falschen regieren (die Richtigen werden es wohl erst in einer rot-rot-grün-orangenen Koalition, vielleicht), dann könnt Ihr meinetwegen Herbst machen. Ich fang frühestens nach dem Urlaub damit an.

Frei nach den Wise Guys:

Jetzt ist Sommer/
Egal, ob man schwitzt oder friert/
Sommer ist, was in Deinem Kopf passiert!

Donnerstag, 22. August 2013

Zu viele Zahlen

Im Moment ist es hier sehr ruhig, was unter anderem, nicht nur, aber auch, daran liegt, dass in meinem Kopf gerade so viel verschiedenes herumschwirrt und um Aufmerksamkeit heischt.

Auf Platz 1 steht selbstverständlich die Arbeit. Unsere Abteilung wird gerade prozesstechnisch gehörig durcheinander gewirbelt, in der Urlaubszeit und bei unglücklicherweise recht hohem Krankenstand. Da die beiden Instanzen über mir aus ebensolchen Gründen nicht da sind, übernehme ich teilweise deren Aufgaben mit und habe nebenbei ein Auge auf Vieles.

Auf Platz 2 steht die Wohnungssuche, die uns ordentlich in Beschlag nahm. Zum Glück ist die jetzt erfolgreich abgeschlossen, aber natürlich tauchen sofort neue Themen auf: Schlüssel, Ausmessen, Raumplanung, Farbgebung, was kommt mit, was kommt weg und wann kümmern wir uns darum sowie die Logistik von Wohnungskündigung, solidarischer Wohnungsweitervermittlung (es sucht ja wirklich jeder gerade), Malern, Laminat verlegen und schlussendlich umziehen und die Altwohnungen übergabefertig machen.

Drittens haben wir uns die letzten Wochen auch damit beschäftigt, sechs kleine Katzenkinder möglichst gut zu vermitteln, die auf dem Hof des Mannesbruders auftauchten, aber ihm nicht gehörten. Vier haben wir geschafft, die letzten zwei Rabauken nehmen wir jetzt höchstwahrscheinlich selbst, aber eben erst nach dem Umzug. Da der aber erst in 3 Monaten ist, besteht die Überlegung, die Biester schonmal nach Berlin zu holen und bei zweien ihrer Ziehgeschwister (und deren Dosenöffnern) einzuquartieren, damit sie sich schonmal an das Wohnungs- und Balkonleben gewöhnen und der Schock dann nicht erst mit 6 Monaten auf sie wartet. Oder sollte man ihnen so lange wie möglich die freie Streunerei auf dem Land gönnen? Expertenmeinungen gerne in die Kommentare...

Nummer Vier ist das Quiz, das heute stattfindet und für das es wir jeden Monat galt, ein möglichst starkes und zuverlässiges Team zu finden. Hat ganz gut geklappt, aber wie immer muss man mit kurzfristigen Absagen, Krankheitsfällen etc. jonglieren.

Die 5 ist das dieswochenendliche Familientreffen, bei dem viele Dinge verschiedenen Leuten mitzubringen sind.

Sechstens musste ich dem Finanzamt mitteilen, dass ich die Steuererklärung noch nicht machen kann und dem Wahlamt, dass ich briefwählen werde.

Weil wir nämlich (6.) in zwei Wochen für drei Wochen in den Urlaub fahren. Dafür müssen noch einige Übernachtungen und Treffen mit Freunden organisiert werden. 

Immerhin habe ich dann aber mal 21 Tage lang Ruhe vor den Punkten 1-5 und vielleicht mal Zeit, mich um Punkt 7 zu kümmern: den Städtetrip mit vier Freundinnen aus der Schulzeit, den ich zum Geburtstag bekommen habe und der am Wochenende nach unserer Rückkehr stattfindet.

Irgendwann danach ist dann vielleicht auch mal wieder Zeit für so lapidare Dinge wie einkaufen, Wäsche waschen, saubermachen und Co...

Donnerstag, 15. August 2013

Unglücklich platzierte Werbung

Bei der Mädchenmannschaft, in einem Artikel über die Schwangerschaft des Trans*Manns Thomas Beatie...



Ansonsten natürlich ein sehr interessanter Artikel.

Montag, 5. August 2013

Tagebuch-5 im August

Krass, schon wieder ein 5. und Zeit für's Tagebuchbloggen. Die Zeit fliegt, aber nicht so sehr, wie einige meinen. Es ist Anfang August und einige Miesepeter erzählen schon was von Herbst. Aber ohne mich! Hier ist erstmal Sommerbefehl bis zu meinem Urlaub, der startet im September. Wenn ich dann wiederkomme, dann können wir nochmal drüber reden.

Aber ich verhaspele mich, es soll ja hier um meinen Tag heute gehen.

Angefangen hat er um 8, unsinnigerweise wache ich im Moment meistens genau dann auf, obwohl mein Wecker mir noch eine halbe Stunde Zeit lassen würde. So konnte ich aber heute morgen wenigstens noch ein wenig Hausarbeit erledigen und trotzdem ungehetzt im Büro erscheinen. Dort erwartete mich ein Stück selbstgebackener Karottenkuchen von meiner Kollegin. Ein unerwartet guter Start in die Woche also...

Den ersten Teil der Mittagspause verbrachte ich in der Wohnung meiner Eltern, für die ich gerade den Briefkasten leere und die Blumen gieße. Außerdem wartete ein Handwerker auf Einlass. Er fragte zwar noch, wann meine Eltern denn wieder da seien, aber meine Antwort "November, glaube ich." hat ihn dann doch etwas erstaunt. War aber zum Glück schnell gemacht, auch wenn ich mit seinem Dialekt (Vogtland, Thüringen? Irgendwie so...) arge Probleme hatte. Wir konnten uns dann aber verständigen.

Teil Zwei fand dann beim Koreaner statt, mit zwei Kollegen. Zusätzlich zu unserem gewählten Gericht bekamen wir alle noch eine Misosuppe, eine fleischige Vorspeise, eine Nachspeise und einen Kaffee angeboten bzw. hingestellt. Für 5,00 € (Mittagstisch) oder 6,50 € (A la carte) mehr als fair, auch wenn uns weder die Vor- noch die Nachspeise geschmeckt haben. Merkwürdiger Laden... Aber die Hauptgerichte und die Misosuppe sind gut. Auf dem Rückweg gabs dann noch ein Eis (Mango/After Eight) und dann gings zurück auf Arbeit.

Während all dem befand sich der Mann übrigens auf der Rückfahrt vom Festival und gab zwischendurch Wasserstandsmeldungen ab - gegen Ende wurden sie immer ungehaltener, weil er mitten in die Berliner Rush Hour hereinkam... Das gab mir dann jedoch Zeit, nach der Arbeit noch schnell einzukaufen und eine Art Blätterteig-Pizza mit Tomaten, Birnen, Rosmarin und Ziegenfrischkäse in den Ofen zu stecken... Gutes Essen macht ja grummelige Männer meistens wieder locker. Wenn mein Plan aufgeht, steht uns noch ein gemütlicher Sommerabend bevor... :)

Dienstag, 30. Juli 2013

Suuska reist...

...kreuz und quer und nach Innen und sie schreibt darüber und ich höre beim Lesen Ihre Stimme, denn sie ist eine liebe Freundin von mir. Aber ich glaube, auch ohne diese Stimme werdet Ihr viel Spaß beim Lesen haben. Hier gehts lang...

Montag, 29. Juli 2013

Greenville Festival


Es war heiß. Und Musik war da. Gutes Essen, gute Freunde, relativ guter Internet-Empfang und kostenloses Trinkwasser. Und ein See. Und ne Menge Quatsch. Und wenig Schlaf. Und so. Gut so.



Fehlt nur noch ein Smartphone, dessen Akku länger hält, dann gäbe es noch viel mehr Fotos.

Highlights: Erste Reihe bei Thees, Bloodhound Gang-Songs immernoch mitsingen können, Katzenjammer, Kaiser Chiefs, während des Sophie Hunger-Konzerts einschlafen, mal ein Festival lang nicht frieren, Mirabellen vom Baum und Esel auf der Wiese. Alle Bekannten die auch da waren per Zufall getroffen. Die Jungs. Und vor allem: Der Mann.

Lowlights: Wegen zwei Stunden Bändchenschlange The Love Bülow und Findus verpasst. Ganz schön viel heiß. Überschneidungen bei den Bands und dass die Hallenbühne so weit ab vom Schuss ist. Bis auf Saalschutz hab ich die komplett ignoriert.

Muss schlafen. Jetzt. Peace out. Leben chillen und so. Und immer yolo bleiben. Lastkahn. Wu! Wu! Wu!

Mittwoch, 24. Juli 2013

Opferrolle


Ich liege auf dem kalten Boden und kann gerade bis zu meinen Knien sehen. Um mich herum wabern dichte Nebelschwaden. Über meinem Kopf der gruselige Umriss eines fliegenden Geschöpfs. Fledermaus? Dementor?

Ein nerviges fiependes Geräusch durchbricht in regelmäßigen Abständen die wattige Nebelwand. Dann geht die Tür auf und Darth Vader kommt herein. Mehrere Darth Vaders mit schwerem Atem und dumpfem Schritt.

"Person auf dem Boden!"

Ich werde auf eine Decke gehoben und darin schaukelnd raus in die Sonne getragen, wo gefühlte hundert Kleinkinder warten und staunen.

Meine 15 Minuten Ruhm als Opfer bei einer Einsatzübung der Freiwilligen Feuerwehr Klieken im örtlichen Kindergarten... Und der Dementor "entpuppte" sich als Bastel-Schmetterling.

Donnerstag, 18. Juli 2013

Then he took Berlin

Ich übernehme mal eben die Formulierung einer Kollegin, die gestern Abend ebenfalls bei Leonard Cohen in der o2 World war, weil sie den Abend perfekt zusammenfasst.

Nun, "er" ist nicht ganz richtig, denn obwohl olle Leonard ungefragt der Star, der Held, der Meister des Abends war und obwohl seine Stimme einem jederzeit durch Mark und Bein geht - und dass trotz seiner 78 Jahre (und nicht 80, wie gestern mehrfach zu hören war) - stammte für mich ein großer Teil des Zaubers von seinen Bandmitgliedern, die jedes für sich virtuose, großartige Musiker waren und von dem lazy bastard Leonard (living in a suit) immer wieder wundervoll in Szene gesetzt wurden.

Ich hatte schon recht früh einmal überlegt, mir das Konzert anzusehen, war aber vom stolzen Preis und der bekanntlich schlechten Akustik in der o2 World abgeschreckt. Dann hat ganz kurzfristig ein Freund gefragt, ob ich nicht doch mitkommen will und ich ließ mich relativ leicht überreden. Obwohl ich kein riesiger Cohen-Fan war und aus dem Stegreif nur zwei oder drei Lieder von ihm hätte nennen können, wusste ich doch, dass ein großer Abend bevorstand.

Bei den meisten Konzerten, bei denen ich nicht viel über die Künstler weiß und nur wenige Songs kenne, schweife ich irgendwann mit den Gedanken ab, finde viele der mir unbekannten Songs weniger interessant und bereue zwischendurch auch mal kurz den finanziellen Aufwand - nicht so gestern Abend. Zwar waren meine Gedanken all over the place, aber das lag nicht daran, dass die Musik mich nicht gefesselt hätte. Sie wurden vielmehr von der Musik und den Lyrics getragen und machten sich immer wieder im besten Sinne selbständig.

Nebenbei habe ich dann doch festgestellt, dass ich einige Songs mehr kannte als ich erwartet hätte, mich über die teilweise sehr humorvolle Anordnung der Setlist gefreut, ab und an Tränen in den Augen gehabt und ganz allgemein den alten Halunken Leonard bewundert. Ich werde mich noch viel weiter in sein Œuvre einarbeiten und wünsche ihm noch einige Jahre Gesundheit, musikalische Grandezza und finanzielle Sicherheit für den dann wirklich allerletzten Lebensabschnitt.

Übrigens hat sich noch nie ein Musiker in meinem Beisein so aufrichtig, herzlich und sympathisch bei seinem Publikum, seinen "Friends", bedankt wie Leonard Cohen. Danke Leonard, ich bin jetzt auch ein Friend!




Dienstag, 9. Juli 2013

Gefüllte Zucchini mit Tomaten-Couscous

Ich hatte hier bereits versprochen, noch von unserem Sonntagabend-Mahl zu berichten. Am Freitag gab es auf dem Markt kleine runde Zucchini und weil ich die bisher immer nur aus diversen Kochblogs kannte, habe ich gleich den gesamten Vorrat aufgekauft, um endlich einmal gefüllte Zucchini machen zu können, bei denen auch richtig was reinpasst - geht mit den länglichen natürlich auch, aber das find ich dann optisch nicht so den Bringer.

Als wir Sonntag dann aus Bullerbü-Süd zurückkamen, machten wir uns gleich daran, die kleinen Biester auszuhöhlen.



Als Füllung gab es zerkrümelten Schafskäse (Feta-Style, ebenfalls vom Markt), den wir mit Knoblauch und frischem Rosmarin vermengten. Deckel druff, etwas Öl drüber und ab in den Ofen - und zwar genau so lange, wie ich brauchte, um mir in der Badewanne den Bullerbü-Dreck abzuwaschen.




Während ich so vor mich hin plantschte, kümmerte sich der Mann um die Beilage und briet die Zucchini-Innenleben in der Pfanne an, löschte mit Konserven-Tomaten (stückig, ausm Tetrapak, und zwar die guten aus Bella Italia) ab und würzte ordentlich, inklusive Basilikum. Dann kam der vorbereitete Couscous dazu und am Ende hatten wir also diese Leckerei auf dem Teller - Mann und Gast waren begeistert, ich war zumindest sehr zufrieden.


Ich hoffe wir können noch öfter runde Zucchini ergattern - im Zweifel beim türkischen Gemüsehändler, aber den gibt es hier in der Nähe nicht wirklich - und dann probieren wir einfach noch ganz viele andere Füllungen aus.

PS: 
Was man nicht tun sollte: Die übriggebliebenen Zucchini bis zum späten Abend im auf vollen Touren laufenden Ofen lassen. Woher ich das weiß? Sprechen wir nicht darüber...

Mango-Speicher

Ich missbrauche mein Blog mal eben kurz als Speicherort für zwei Mango-Rezepte, die mir soeben untergekommen sind - nicht die komfortabelste Methode, Notizen zu machen, aber so bin ich wirklich sicher, dass ich mich hundertprozentig auch in ein paar Tagen dran erinnere, dass ich diese unbedingt ausprobieren muss:

Notiz an mich selbst: Popsicle-Formen besorgen. Wollte fiann mir nicht noch welche schicken? *nudgenudge*


Montag, 8. Juli 2013

Wochenende in Bullerbü-Süd

Dieses Wochenende war wie aus einem Bilderbuch. Mein Zwillingscousin und sein bester Freund hatten mitten in die mecklenburgische Pampa, nordöstlich von Schwerin, geladen, um dort am Ufer der Warnow, umgeben von Blumenwiesen, Wald und Seen ihren Geburtstag zu feiern. 



Wir kamen in der Dämmerung an, unzählige Menschen saßen ums Lagerfeuer, zwei Grills liefen auf Hochtouren, vom DJ-Pult kam angenehm chillige Musik und ein Hund (ständig auf der Suche nach Nahrungsabfällen) sowie eine nicht überschaubare Menge an Kindern trieben ihr Unwesen.



Geschlafen wurde in Zelten, Gästezimmern, Bullis (so viele Surfer auf einem Haufen gibt's sonst nur beim Zuparken) oder im hauseigenen Heuhotel. 


Handy-Empfang gab es quasi keinen, es sei denn man bestieg den hinter dem Haus liegenden, von Blumen und Kräutern überwachsenen Berg, der dementsprechend hochfrequentiert war. Doch selbst dort oben: Edge. Wir waren wirklich raus aus der Welt.



Es gab Unmengen an tollen Essen, wundervollen Menschen, Sonne und guter Musik. Die begeistertsten Tänzer waren diesmal die Kinder. Überhaupt, diese Kinder... Allesamt einem Astrid-Lindgren-Roman entstiegen. Alle zwischen weiß- und dunkelblond, alle mit verwuschelten Haaren, allesamt zu nix als Unsinn aufgelegt. Herrlich, zumindest, weil wir ja nicht die Verantwortung trugen.



Sonnabend und Sonntag ging es jeweils an den nahe gelegenen See, zumindest für die, die nicht direkt in der Warnow plantschten. Zum ersten Mal seit viel zu langer Zeit habe ich dann auch wieder Kubb gespielt. Das muss diesen Sommer auf jeden Fall noch öfter passieren. Zum Glück hat der Sommer gerade erst angefangen und es stehen noch einige wundervolle Wochenenden bevor - nur vielleicht nicht ganz so bullerbüesk.










Freitag, 5. Juli 2013

Tagebuch-5 im Juli

Der Wecker klingelt heute eine Stunde früher, damit ich eine Stunde früher arbeiten, nach Hause gehen und losfahren kann. In die mecklenburgische Provinz nämlich, um dort mit meinem Zwillings-Cousin, seinem besten Freund, der unser Alter teilt, sowie Freunden und Familie seinen 30. Geburtstag zu feiern. Angekündigt sind viel Natur, Zelten, Musik, Grillen, Angeln, Draußensein. Genau das Richtige für ein Sommerwochenende, bei dem endlich mal kein Regen angekündigt ist also.


Zum Frühstück im Büro gibt es ob der Frühe der Situation ausnahmsweise mal Kaffee - bzw. Eine Tasse mit 1/3 Kaffee und 2/3 kalter Milch. So richtig Kaffee mag ich ja nur als Espresso und bei der Hitze hier im Offixe heute morgen ist so ein Eiskaffee genau richtig. Dazu Apfel, Birne und Pfirsich aus der Biokiste.

Im Gegensatz zu den stressigen letzten Wochen ist es im Büro heute endlich mal eher ruhig. Sehr angenehm als Einstieg ins Wochenende und man kann endlich mal wieder in Ruhe Dinge mit den Kollegen besprechen a.k.a. rumblödeln und Strukturen anpassen. Nebenbei habe ich mich noch schnell bei Iron Blogger Berlin angemeldet - den Druck erhöht, sozusagen.

Zum Mittagessen gehen der Mann und ich auf den Markt und holen schnell noch etwas Gemüse, Taboulé und  Schafskäse und dann machen wir uns einen Monstersalat, den wir nicht einmal zu zweit komplett schaffen. Zudem hatten wir noch eine tolle Idee für unser Sonntag-Abend-Essen, das ich hoffentlich dann auch schaffen werde, zu verbloggen.

Nach der Arbeit schnell nach Hause und Sachen gepackt - ich verabschiede mich ins Wochenende...