Mittwoch, 31. Dezember 2014

2014 in Monaten

Beim Durchgehen der Fragen zum üblichen Jahresendstöckchen ("Zugenommen oder abgenommen?" etc.) stellte ich fest, dass meine Antworten ganz allgemein eher so wischi-waschi ausfallen würden, daher versuche ich es in diesem Jahr mal chronologisch, das liest sich wahrscheinlich auch interessanter.

Januar

Das Jahr beginnt recht optimistisch, in der neuen, noch nicht komplett eingerichteten, Wohnung (daran arbeiten wir seit heute wieder...) und mit zwei neuen flauschigen Mitbewohnern. Dazu kommt der Vorsatz, sich mehr zu bewegen. Ich verbringe viele Mittagspausen draußen spazierengehend und nehme im Büro oft die Treppe in den 5. Stock.

Februar

Die neu gewonnene Energie hält nur kurz vor, denn Anfang Februar kommt erstmal eine geplante OP, die mich dann wieder für drei Wochen mehr oder minder an die Couch fesselt. Dadurch entspannt sich zumindest das Verhältnis der Katzen zu mir, da sie sehen, dass ich ziemlich ungefährlich bin. Beim Mann brauchen sie deutlich länger, um das einzusehen.

März

Das Highlight des Monats ist eine Woche auf Sizilien mit mehr Sonne als in Berlin, wahnsinnig gutem Essen, vielen neuen Eindrücken und am Ende leider Mietwagen-Ärger, der sich noch heute auf dem Konto bemerkbar macht. Mit Autos hatten wir dieses Jahr einfach kein Glück.

April

Zum April fällt mir aus dem Stand nichts ein und weder Blog noch Kalender verraten mir Bahnbrechendes. Aber ereignislos muss ja nicht immer schlecht sein, nicht wahr?

Mai

Im Mai weihen wir unsere Wohnung mit allem Drum und Dran ein. Es wird ein rauschendes Fest mit so vielen Gästen wie Quadratmetern. Vorher war natürlich noch meine erste re:publica.

Juni

Zu Pfingsten feiern wir den 30. meiner Cousine mit einer großen Party im Garten, inkl. Anbaden im Gartenteich. Es ist wahnsinnig heiß, aber auch wahnsinnig schön. Der Juni steht ansonsten wie immer ganz im Zeichen meines Geburtstags. Dieses Jahr feiern wir ihn ganz ruhig, nur mit ein paar Freunden und Familie essenderweise zuhause. Abends gucken wir WM, stimmt, die war auch noch. 

Juli

Großes Familientreffen zum 30. Geburtstag meines Cousins in der mecklenburgischen Pampa und das einzige Mal Ostsee und Baden im Meer für dieses Jahr.

August

Sommer in Berlin, also eher grau und trübe (dafür ging der Herbst ja dann nach hintenraus schön lang und mild weiter). Grau und trübe können wir auch anders, daher fliegen wir nach Irland und haben dort zwei wundervolle Urlaubswochen mit viel Natur und hervorragendem Essen, das mir noch heute Likes auf Instagram einbringt.

September

Der Monat beginnt schön, mit der zweiten Woche Irland (obwohl wir eine Reifenpanne haben) und einem Cousins- und Cousinentreffen in Bremen. Auf der Rückfahrt haben wir den Unfall, bei dem wir unser Auto abschaffen und der irgendwie der Wendepunkt des Jahres ist - ab da geht es (gefühlt) bergab.

Oktober

Ich bin nämlich andauernd krank, so auch kurz nach dem 20-jährigen Grundschuljubiläum. Bei der Gelegenheit bin ich seit langem zum ersten Mal wieder in der Heimat, treffe Familienmitglieder wieder, frische Kontakte auf und sitze zum ersten Mal seit dem Unfall wieder in einem Auto.

November

Immernoch dauernd krank oder kränklich, ab Mitte des Monats tut es mir der Mann gleich. Positives? Kaum. Achja, ich gestalte meine erste Betriebsversammlung mit, die ein großer Erfolg ist. Danach liege ich allerdings wieder flach.

Dezember 

Bis auf Weihnachten und den Geburtstag des Mannes alles eher schwerfällig bis stressig/frustrierend. So richtig gesund ist keiner von uns an keinem Tag und auch sonst sind wir froh, hinter dieses Jahr einen Haken zu machen.

Fazit: Die Highlights waren ganz sicher die beiden Urlaube, die Zeiten mit Freunden und Familie, gutes Essen und die beiden Fellnasen. Unter Lowlights verbuchen wir den Unfall und alles was mit Krankheit, Schmerz, Stress und den Folgen zu tun hat. 

Und jetzt gucken wir einfach mal optimistisch auf die nächsten 12 Monate - es kann ja alles nur besser werden als zuletzt!

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Voll viel schöner

Man muss nur mal so richtig meckern, dann wird's auch besser. Inzwischen ist Urlaub und bis auf ein paar Minifutzikleinigkeiten muss ich nicht mehr viel tun, bevor ich morgen endlich in den Zug in die Ferien steigen kann. Und momentan habe ich das Gefühl, dass das gute Ferien werden, auch wenn ich die Katzen leider nicht mitnehmen kann und die ersten Tage über keinen stabilen Internetzugang haben werde. Ich melde mich jetzt also blogtechnisch ab und wünsche allseits schöne Feiertage!




Dienstag, 23. Dezember 2014

Es reicht dann jetzt auch

Wahrscheinlich gab es solche Jahre auch schon vorher, aber mir kommt es gerade wie das erste Mal seit länger Zeit vor, dass ich von einem Jahr so richtig die Schnauze voll habe. Noch einen Tag arbeiten, dann ist es geschafft. Der Rest ist ja dann hoffentlich weitestgehend entspannt und erfreulich.

Vermutlich ist dieses Jahr auch wirklich nicht schlechter als all die Vorherigen und Gutes und Schlechtes halten sich irgendwie die Waage. Gerade scheint es mir aber so, als hätte das Schlechte Überhand genommen, zumindest was die letzten drei Monate angeht. Ich könnte mich jetzt in all den frustrierenden Kleinigkeiten und vor allem ja auch Großigkeiten ergehen, aber so richtig zielführend wäre das ja nicht. Außerdem meldet mein Hirn schon beim Gedanken daran Protest an und wirft mir all die schönen Ereignisse an den Kopf.

Vielleicht ist das ja wirklich meine allerbeste Eigenschaft: Der irgendwie unerschütterliche Optimismus, selbst wenn um mich herum die Welt untergeht. Also: Morgen noch durchhalten, danach ist Pause. Und ab Januar wird dann alles besser. Oder? Oder?!

Sonntag, 21. Dezember 2014

Weihnachtscountdown

Dieses Wochenende war ich allein zuhause, da der Mann bereits bei seiner Familie weilt, ich aber am Montag und Dienstag noch arbeiten muss. So ein bisschen Zeit für mich ist ja ab und an auch ganz schön - an beiden Tagen war ich zum Frühstücken verabredet, habe ansonsten ein paar Dinge erledigt und vor allem entspannt. Auf meiner inneren To-Do-Liste standen auch noch drei Filme, die ich in der Vorweihnachtszeit eigentlich immer sehe. Jeden Abend war einer davon dran:

Freitag: The Holiday

Ein klassisches Beispiel dafür, wie die deutsche Unterhaltungsbranche amerikanischen Originalen grauselig-nichtssagende Titel gibt, in der Hoffnung, so besser verkaufen zu können. Auf Deutsch heißt das gute Stück "Liebe braucht keine Ferien". Unter dem Titel traut man sich natürlich nicht, den Film zu loben, obwohl er wirklich sehr schön ist. Zum ersten Mal habe ich ihn in einem Kino in Wittstock gesehen, wenn ich mich richtig erinnere. Ich mag ja Kate Winslet und Jack Black und auch Jude Law kann ich einiges abgewinnen, vor allem in dieser Rolle ;) Mit Cameron Diaz kommt man dann auch gut klar und die Story und Eli Wallach tuen ein Übriges. Sehr zu empfehlen, auch wenn IMDB mit Punkten geizt.

Samstag: The Family Stone

Wenigstens wurde hier der englische Titel für die deutsche Fassung behalten, allerdings ergänzt um den doch recht schlimmen Untertitel "Verloben verboten". Argh. Damit wird ebenso wie bei The Holiday ein eigentlich recht ernst zu nehmender Film ins Lächerliche gezogen. Ebenso wie bei The Holiday ist es ein Ensemble-Film und für Diane Keaton, Claire Danes, Craig T. Nelson und Luke Wilson kann man auch Sarah Jessica Parker und Dermot Mulroney gut ertragen. Ich bin sicher, dass Craig T. Nelson wegen dieser Rolle für Parenthood gecastet wurde. Und Paul Schneider tauchte später bei Parks and Recreation auf - freue mich ja immer über solche Parallelen. Zum ersten Mal gesehen habe ich diesen Film mit meinen Eltern in einem kleinen Kino in Bridgewater, Nova Scotia.

Sonntag: Love, Actually

Endlich einmal kann ich ganz gut mit der Übersetzung leben - mit Tatsächlich... Liebe kann man nicht so wahnsinnig viel falsch machen, auch wenn's wie immer kitschiger klingt als im Original. Der nächste Ensemble-Film und auch hier gibt es für mich wieder einiges an Schauspieler-Trivia zu entdecken. Wie z.B. Colin Firth natürlich im Hemd in den See springen muss, dass Hugh Grant sicherlich wegen dieser Rolle für Music & Lyrics gecastet wurde und dass mir hier Martin Freeman das erste Mal bewusst in einem Film begegnete - ebenso wie der wundervolle Bill Nighy. Außerdem Alan Rickman, Keira Knightley, Rowan Atkinson in tollen Rollen, der kleine Sam, die Dialoge zwischen Jamie und Aurelia, die Beerdigung, die Hochzeit, die Liebeserklärung von Marc an Juliet, die Freude von Emma Thompson, ihren Bruder zu sehen... Nicht alle Storylines sind gleich stark, aber insgesamt kann man diesen Film doch mindestens einmal im Jahr sehen - tat ich übrigens zum ersten Mal im Kino in Rostock. (Es geht das Gerücht um, in Deutschland hätte es diesen Jahr einen ähnlichen Film gegeben, scheinbar hat Heike Makatsch das Konzept aus England mitgebracht. Da ich nicht glaube, dass das mehr als ein müder Abklatsch ist, werde ich mir den wohl eher nicht ansehen...)

Achja und weil ich durch Claire Danes und Weihnachten drauf kam und ja Ensemble-Filme mag, schaue ich mir jetzt noch schnell Little Women an (Susan Sarandon, Winona Ryder, Christian Bale, Kirsten Dunst!). Wofür ist Weihnachten schließlich sonst da, als um anderen Leuten beim Feiern zuzusehen ;)

Sonntag, 14. Dezember 2014

Asiatische Woche(n)

Wenn man mich im Moment fragt, was ich essen, möchte, lautet die Antwort meist "Asiatisch". Das ist dann aber nicht in irgendeiner Form rassistisch oder kolonialistisch gemeint, denn ich habe da meist ganz konkrete Vorstellungen, die mit "42 süß sauer" nicht viel zu tun haben. Diese Woche gab es zum Beispiel:

Dienstag: Pasta mit scharfer Zitronengras-Kokos-Sauce, abends Sri Lankisch (Ayurvedische Kräutersuppe,Ananas-Curry und Rote-Bete-Curry mit Reis und Chutneys)

Mittwoch: Chinesische Nudelsuppe mit Pak Choi

Donnerstag: Laotisches Curry mit Reisbandnudeln

Freitag: Vietnamesischen Glasnudelsalat

Sonntag: Tom Kah Tauhu und Phad-Khing-Pick - richtig, Thai.

Für die nächste Woche nehme ich mir dann wohl Indisch, Japanisch, Koreanisch, Nepalesisch und Singapurianisch vor.

Das sind die Möglichkeiten in meinem normalen Umfeld - entweder im Restaurant oder direkt nach Hause geliefert. Und das liebe ich so an Berlin!


Sonntag, 7. Dezember 2014

Aufgetaucht und in den Spreepark

Heute war ich das erste Mal seit länger Zeit wieder draußen, ohne einen von außen aufoktroyierten Grund. Die letzten 10 Tage haben es nur Arztbesuche und die damit verbundenen Bürokratien vor die Tür locken können. Jetzt geht es wieder einigermaßen, weswegen wir die Chance nutzten und uns auf dem Weihnachtsmarkt im Spreepark umzusehen.

Pünktlich zur Ankunft war mein Handy-Akku alle, so dass ich weder ordnungsgemäß einchecken, noch twittern oder Fotos machen konnte. Macht ja nix, dachte ich mir, dann heute eben ganz oldschool. Dazu passte auch das Ambiente mit den Überresten des Freizeitparks, dem großen still stehenden Riesenrad, der irgendwie alternativen Dekoration aus bunten Regenschirm-Türmen und den spärlich beleuchteten Hütten. Dazu lief angenehm swingige Musik und nicht dieser typische Beschallungsirsinn aus Wham und Aprés Ski-Mucke.

Wir bummelten ein bisschen über den Markt, kauften zwei Geschenke, die aus Gründen anonym bleiben müssen und freuten uns über die Lichter am anderen Spreeufer. Dann kam der Hunger...

Leider war es relativ voll, so dass man an den Fressbuden doch ein Weilchen anstehen musste. Und zwar in unserem Fall direkt hinter einem deutlich angeheiterten Grüppchen. Das machte nicht wirklich Spaß und gerade als wir nach bestimmt 20 Minuten endlich dran waren, waren die Wildschweinburger aus. Das Linsencurry vom Stand gegenüber war auch gerade alle und es wurde auf Pasta umgerüstet. Das fanden wir dann nicht mehr so spannend und so machten wir uns frühzeitig auf den Heimweg. 

Wir liefen um den Park herum und dann immer an der Spree entlang, vorbei an der Insel der Jugend und durch den Treptower Park bis zur S-Bahn, die uns nach Hause brachte. Dort gab es dann weihnachtsmarkttaugliches Abendbrot: Granatapfelpunsch, Maultaschen mit Champignonpfanne und Salat. 

Da fehlt was Süßes, sagt Ihr? Richtig! Deswegen gucken wir jetzt Charlie und die Schokoladenfabrik und futtern und durch die passenden Vorräte.

Sonntag, 23. November 2014

Gegen das Novembergrau: Thaiwiese im Preußenpark

Mein Besuch auf der Thaiwiese ist zwar schon zwei Wochen her, aber Sonne und Südfrüchte gehen ja immer, besonders im November. 


Ich sah eine spannende Art, eine Mango zu schneiden.


Die Auswahl ist wirklich beeindruckend.


Hätte ich nicht direkt davor gefrühstückt, hätte ich mich dort kugelrund gefuttert.


So hingegen beschränkte ich mich aufs Gucken...


...und ein wenig Dessert. :)

Sonntag, 16. November 2014

Mein Jahr 1999

Da wir ja in einer nostalgischen Zeit leben, nahm ich das Angebot von Serotonic an und ließ mir ein Jahr für einen Rückblick geben. Mal schauen, was mir zu 1999 so einfällt. Wer möchte, kann gerne auch mitmachen!



Alter:
Die erste Hälfte des Jahres 15, die zweite 16.
Beziehung:
Keine, aber verliebt, in wechselnde Personen. Mir fallen da spontan zwei Urlaubsbekanntschaften und mindestens zwei bis drei Jungs aus der Schule ein, wahrscheinlich auch noch ein bis zwei aus dem Internet, wenn ich es recht bedenke. Da ich zu einigen davon noch Kontakte pflege, werde ich mal lieber keine Namen nennen. ;)
Beruf:
Schülerin in der 9., bzw. 10. Klasse. Und Chefredakteurin der Schülerzeitung.
Musik:
Grundsätzlich natürlich die Kelly Family, obwohl ich in dem Jahr soweit ich mich erinnern kann nur auf einem einzigen Konzert von ihnen war. Dazu dann noch so Sachen wie The Offspring (Pretty Fly), Lenny Kravitz (Fly Away), Liquido (Narcotic), SCYCS (Next November), ein Mixtape mit Songs von den Sprachreisen-Parties (The Jacksons - Blame It On The Boogie, Blur - Song 2...) und so weiter und so weiter...
Haare:
So wie jetzt: Sehr lang, mal offen, mal zusammen. (Zwischendurch waren sie übrigens auch mal kürzer, also nur so schulterlang, das aber erst ab 2001.)
Aufenthaltsort:
Zu Neujahr gerade im Urlaub - im Torres del Paine Nationalpark in Chile, dann noch mehr Chile und Patagonien. Zurück im Alltag dann in Bautzen und Umgebung. Im Sommer dann zum zweiten Mal auf Sprachreise in Eastbourne.

Donnerstag, 6. November 2014

Tagebuch-5 im November

Wahnsinn, ist es wirklich schon November? Kommt mir total unwirklich vor, es war doch gerade erst... Aber ich schweife ab. Der 5. November begann endlich wieder im eigenen Bett - nachdem uns die Katzen Kraft ihrer Körperflüssigkeiten für zwei Nächte auf die Wohnzimmercouch verbannt hatten, konnten wir endlich wieder gut und geräuscharm schlafen. Doch der Schlafmangel wirkt weiterhin nach und zeigt sich unter anderem in einem kratzendem Hals und einem schmerzenden Kopf. Ich kann nur leider nicht viel dagegen tun, denn heute heißt es erst einmal nüchtern bleiben: Ein Arztbesuch steht an.

Zuerst geht es jedoch für ein Stündchen ins Büro, wo ich nicht zu wahnsinnig viel komme - Mails schreiben, Termine machen, ein Projekt von gestern abschließen und ein neues beginnen... Dann setze ich mich schon wieder in die U-Bahn und fahre zu meinem Hausarzt. Auf der Fahrt lese ich Lutz Seilers Kruso zu Ende und vertiefe mich dann wieder in Michael Seemanns Das Neue Spiel. Beim Arzt dauert es nicht so wahnsinnig lange (dafür gibts auch keine vernünftige Diagnose, mal wieder) und so bin ich nach 90 Minuten zurück im Büro.

Jetzt kann der Arbeitstag richtig starten und ich darf auch frühstücken. Von unterwegs habe ich mir einen Obstsalat und einen White Chocolate Mocha mitgebracht. Ich arbeite vor mich hin und schwatze zwischendurch immer mal wieder mit den Kollegen über dies und das. Dann folgt ein Meeting zur Vorbereitung eines Meetings morgen. Mit beiden Meetingpartnern bin ich auch privat befreundet und ich finde es faszinierend, wie der Code switcht, sobald das Meeting beginnt und auch sofort wieder, sobald es zu Ende geht. Das haben wir gut drauf.

Ich mache eine späte Mittagspause und hole mir bei Pasta Deli das Wochengericht: "Herbstspaziergang - Leckere Champignon Creme mit Zwiebeln, einem Schluss Chardonnay, frischen Champignons, Petersilie und Parmesan", dazu gibt es, wie fast immer bei mir, Spaghetti. Ich arbeite die 90 Minuten vom Vormittag nach und mache dann um 19:30 Uhr Feierabend.

Zuhause angekommen räume ich das trockene Geschirr weg, beziehe die Sofakissen mit den gewaschenen Bezügen (das andere Katzenproblem gerade sind kleine Mitbewohner, die es auszumerzen gilt...) und stelle ein Essig-Wasser-Gemisch her, mit dem wir nach und nach alle Sitzmöbel einsprühen werden. In der Zwischenzeit kümmert sich der Mann ums Abendbrot. Es gibt ein Lieblingsgericht aus seiner Kindheit - "Ei kuckt durch die Pemme", wie man im Anhaltinischen sagt. Beim Essen schauen wir die zweite Hälfte des Films Bornholmer Straße.



Danach geht der Mann die Nachbarskatze füttern und ich widme mich der neusten Folge Downton Abbey. Dank einer Mischung aus lahmem Rechner und lahmer Verbindung dauert das ungefähr 2,5 mal so lang, wie die Folge eigentlich ist, so dass ich erst um Mitternacht damit fertig bin und diesen Blogpost beginne.

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Die anderen Beiträge zu WMDEGT? findet Ihr wie immer bei Frau Brüllen.

Dienstag, 28. Oktober 2014

Wurzelsalat

Seit Tagen hatte ich es schon vor und immer war ich zu faul. Gestern habe ich mich dann doch mal in die Küche gestellt und geschält: Möhren, Rote Bete, Gelbe Bete, Mairübchen und Äpfel (die guten Roten aus dem Garten im Wald):


Damit ging es dann an die Küchenmaschine, die ich nun, ein knappes Jahr nach dem Umzug, endlich mal wieder herausgeholt und verwendet habe. Die Inspiration kam von meiner Ma, die das früher auch oft gemacht hat - dann nur mit Möhren und Äpfeln, was man halt immer so da hatte. Bei mir sah es dann noch ein wenig bunter aus:


Dazu kamen dann noch Zitronensaft, gemahlene Mandeln, Leinöl, Apfelessig und getrocknete Cranberries - der Einfluss all der veganen, rohen Superfood Blogs, die ich so lese. Das Ergebnis war farbenfroh, köstlich, vitamin- und nährstoffreich und weckte obendrein Kindheitserinnerungen. Alles richtig gemacht also.

Sonntag, 26. Oktober 2014

Zum ersten Mal seit...

Seit meinem letzten Blogeintrag habe ich zum ersten Mal seit über zwei Jahren die alte Heimat besucht. Tanten und Cousinen wurden getroffen, bzw. besucht, der Wald durchstreift, am Kamin gesessen, gut gegessen, gut geschlafen... Und WLAN und schnelles Internet gibt es dort inzwischen auch - ein Traum.

Zum ersten Mal seit 20 Jahren habe ich die meisten meiner ehemaligen KlassenkameradInnen gesehen. Es war beruhigend, zu sehen, wie wenig sich die meisten verändert haben und mit einigen werde ich jetzt sicher auch wieder öfter Kontakt haben.

Zum ersten Mal seit dem Unfall bin ich im Zuge der ganzen Geschichte auch wieder Auto gefahren, dank Bahnstreik sogar auf der Autobahn. Es war erstaunlich OK, wenn auch nicht völlig entspannt. Dass noch nicht alles gut ist, habe ich gestern gemerkt, als ich nicht mehr dabei zusehen konnte, als ein Freund beim Computer spielen mit dem Motorrad ständig gegen die Leitplanke kam bzw. von der Fahrbahn abkahm - im Spiel passierte da natürlich rein gar nichts, worüber ich mich auch noch direkt aufregte.

Dafür hat die Freundin des Freundes mir dann die Haare geschnitten. Das war das erste Mal seit mindestens drei Jahren, eher vier. Jetzt bin ich wieder splissfrei, was auch ein sehr gutes Gefühl ist.

Wenn jetzt noch der Rest meines Körpers mal alle Wehwehchen ablegen könnte, wäre ich mal so richtig gesund. Das wäre dann das erste Mal seit... Ich kann mich nicht erinnern.

PS: Soeben ist mir eingefallen, dass ich heute auch zum ersten Mal mindestens anderthalb Jahren Brot gebacken habe. Dinkelvollkornbrot mit Koriander, Leinsamen, Sonnenblumenkernen und schwarzem Sesam. Mit Hefe und Apfelessig (und etwas Salz ;)).

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Reise in die Vergangenheit

Nächsten Sonnabend habe ich Klassentreffen - vor 20 Jahren haben wir die Grundschule abgeschlossen. Über diese vier Jahre waren insgesamt 24 Kinder in der Klasse. Mit zweien von ihnen habe ich später Abitur gemacht, zwei oder drei andere habe ich mal zufällig in der Stadt gesehen. Alle anderen seit 20 Jahren nicht. Echten Kontakt habe ich mit niemandem gehalten, nur durch das Treffen jetzt bin ich inzwischen mit einigen auf Facebook befreundet. Ich bin wirklich sehr gespannt, wie das so wird.

Dank meines doch recht ausgeprägten Gedächtnis erinnere ich mich noch an alle 24 Namen und Gesichter, mit einigem Nachdenken fallen mir auch die Nachnamen ein. Und irgendeine Anekdote gibt es in meinem Kopf auch noch zu fast allen. Mal sehen, ob beim gemeinsamen Erzählen noch mehr zurückkommt.

Was wurde wohl aus den beiden, die weggezogen sind, aus der einen, die noch in der ersten Klasse auf die Sonderschule wechselte? Was macht das Mädchen mit den drei Brüdern heute, die damals mit uns zum zweiten Mal in die erste Klasse startete? Wie ist es dem damals Klassenschlechtesten inzwischen ergangen, dem ich einmal während einer Leistungskontrolle durch Schummelei zu einer 2 verhalf? Was machen die Mädels, mit denen ich mich früher manchmal nach der Schule getroffen habe, um draußen zu spielen, "Sport" zu machen oder Sonic durch die Gegend zu jagen?

Wie ist es den Jungs aus dem Nachbardorf, die mich damals bereitwillig in ihre Bande mit aufnahmen? Was macht der Junge, mit dem ich damals die meiste Zeit verbrachte, gemeinsam den Flötenunterricht besuchte und Monkey Island, Loom und Indiana Jones gespielt habe heute abgesehen von Bibelkreis und Faustball so? (Ach, Facebook...) Ist der Junge, der mich früher auf dem Weg vom Schulhof nach Hause oft drangsaliert hat heute immernoch unsympathisch? Oder finde ich vielleicht die Gründe für sein damaliges Verhalten heraus? Weiß noch jemand, dass der sich mal so richtig schön in die Hosen gek*** hat? (Nein, das spreche ich natürlich nicht an!) Überhaupt: Werde ich mich mit den anderen gut verstehen, nachdem sie jahrelang nichts von mir gehört haben?


Montag, 13. Oktober 2014

12 von 12 im Oktober: Lazy Sunday

Der Sonntag begann erfreulich spät. Nach Brant Bjork-Konzert im C-Club und @mspro's Bookrelease Party im Edelweiß und einer langen Heimfahrt aus Kreuzberg (an jeder Bahn über 10 Minuten Wartezeit...) lagen wir erst kurz nach 3 im Bett. Daher war ich recht happy, dass ich erst um 12 das erste mal die Augen aufmachte (die Kirche hat gebimmelt).



1. Erste Amtshandlung: Katzenkotze wegmachen. Zum Glück war ich nicht verkatert.



2. In der Küche bewunderte ich dann erstmal, was der Mann gestern so gemacht hat: Eingekochte Tomaten und Gemüsebrühe.



3. Jemand im Internet hat Kaiserschmarrn gemacht, das will ich auch! Und so gabs den dann zum Frühstück.



4. Dabei entspann sich die Diskussion um den korrekten Artikel von Apfelmus. Das Internet gibt uns Recht.



5. Ein fauler Couch-Tag kann beginnen: Noosa und ich ziehen uns erstmal die aktuelle Folge Scandal rein.



6. Danach hole ich weiter Modern Family auf.



7. Kurze Unterbrechung, weil die Katzen um ein aktuelles Familienfoto bitten. Wird prompt erledigt.



8. Das Abendbrot sieht heute irgendwie anders aus.



9. Schmeckte dann aber doch ganz gut.



10. Nimbin hilft mir noch bei einer letzten Folge Modern Family.



11. Noosa schläft ihren Whisky-Rausch aus.



12. Dann geht's in die Wanne, ich gebe zu, ich hätte das Wasser früher ausstellen können. Noosa schimpft.

Bonus:


Aber am Ende sind die Bademiezen dann doch ganz happy und wir genießen unsere Wellness-Auszeit vor dem Schlafengehen. Insbesondere Nimbin liebt ja die Wanne so sehr, dass er inzwischen nicht mehr nur seine Füße benetzt, sondern direkt bis zum Schwanzansatz reingeht. Würde er jedenfalls, wenn sein Schwanz nicht schwimmen würde. 







Freitag, 10. Oktober 2014

Einmal zur Buchmesse rüberwinken

Da im Büro grad ein wenig die Technik streikt, kann ich ja mal kurz nach Frankfurt zur Buchmesse rüberwinken. Als quasi in einer Buchhandlung aufgewachsene freut es mich besonders, dass diesen Herbst einige aus meinem Umfeld auf der Frankfurter Buchmesse vertreten sind.

Da wäre zum einen das bereits empfohlene (und erschienene) Weil ein #aufschrei nicht reicht. Die Autorin Anne Wizorek "kenne" ich seit langem aus meiner Twitter-Timeline und ich möchte ihr Buch allen ans Herz legen.

Auch zum Beispiel der lieben Sabine Wirsching, die "nichts von Gender hält" ;) Dafür ist sie aber mit ihrem Buchprojekt "Druckstaueffekt" auf der Messe vertreten, das Ihr hier crowdfunden könnt, damit es dann nächstes Jahr erscheinen kann.

Das Neue Spiel von Michael Seemann ist bereits fertig gecrowdfunded und erscheint morgen - ich freue mich darauf, am Samstag mit ihm und anderen darauf anzustoßen! :)

Rechtzeitig zur Buchmesse erschienen ist außerdem auch das neue Buch meiner Eltern: Eisbären - Wanderer auf dünnem Eis. Die Autor_Innen sitzen derweil allerdings in der kanadischen Provinz und arbeiten bereits am nächsten Werk. ;)

Wow, so "close to home" war eine Buchmesse für mich noch nie. Ich bin wahnsinnig stolz auf Euch alle! :)

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Fußball, Google Maps und der Ford Anglia

Ich hab heute Nacht mal wieder sehr plastisch geträumt und weils so skurril war, nebenbei schon gedacht: Ach cool, da hab ich was schönes zum Bloggen heut Abend. Dann bin ich dummerweise aufgewacht und hab das alles gar nicht wirklich erlebt. Mist. Und dann fiel mir ja ein, dass ich ja TROTZDEM drüber bloggen könnte. So here goes...


Foto: Michael Paul Gollmer (Mipago),CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons


In meinem Traum bin ich in Rostock, der Stadt in der ich knappe sechs Jahre lang gelebt und studiert habe und die sowas wie meine zweite Heimat geworden ist. (Im Traum bin ich da auch noch ziemlich oft, meistens zu Besuch, oder um mir eine Zweit- oder Wochenendwohnung zuzulegen. Fertig bin ich mit der Stadt jedenfalls noch nicht.) 

Ich bin dort und möchte scheinbar eine Art Übersichtskarte oder Draufsicht der Innenstadt zusammenstellen, mit Markierungen für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten: Brauerei, Kröpeliner Tor, Universität, Marienkirche, Rathaus, Nikolaikirche, Petrikirche. Dazu gucke ich mir das Ganze auf Google Maps in Satellitenansicht an. Und weil es ein Traum ist, ist das kein Foto, sondern eine Art Video - man kann reinzoomen und ist dann mitten drin im Geschehen - aufgenommen wurde der 4. Juli 2004. 

Meine Freundin MuTZ - ihres Zeichens Stadtführerin, deswegen hilft sie mir wohl - sagt, als wir so durch die Lange Straße scrollen: "Guck mal, mitten am Tag läuft da Fußball!" Ich so im Klugscheißermodus: "Ja, da war ja auch EM!" Ich zoome näher heran an das Gebäude und bin erleichtert, dass in dem Raum wirklich eine Leinwand aufgebaut ist, auf der die EM läuft - allerdings spielt gerade ein afrikanisches Team gegen ein karibisches - die genauen Länder sind mir entfallen, waren aber auch nicht real. Mein Traum-Ich erinnert sich, das Spiel dort gesehen zu haben (ich selbst habe nie in der Langen Straße Fußball geschaut*, wüsste auch nicht, wo man es dort öffentlich tun sollte...) und richtig: Beim näheren Heranzoomen entdecken wir einige meiner Freunde und mich selbst, allerdings nur verschwommen, denn sooo nah kam Google uns dann wohl doch nicht.

Dann bekomme ich Hunger und mache mich auf den Weg zurück in die KTV. Scheinbar bin ich jetzt aber selbst in dieser Aufnahme vom 4. Juli 2004, denn auf einmal fliegt über mir ein Auto und ich muss schmunzeln: Es ist der Ford Anglia aus Harry Potter, mit dem Harry und Ron nach Hogwarts fliegen, scheinbar von Rostock aus und genau an diesem Tag, denn Google hat diesen Insiderwitz hier in seinen Maps augenzwinkernd versteckt. Dann ertönt ein Vogelschrei, der nicht von den Möwen kommt: Ein Hipogriff folgt dem Ford Anglia.

Langsam wird es dunkel und ich hole mir am Doberaner Platz etwas vom (fiktiven) karibischen Imbiss (es gibt in dem Traum zwei direkt nebeneinander). Irgendwas mit Früchten und Curry und Yams, zum Teil lustig in Vogelform gepresst, aber komplett vegan. Die Verkäuferin spricht sehr leise und mit starkem Akzent, so dass wir uns nur schwer über den Preis verständigen können. Am Ende bezahle ich zu viel: 9 Euro und ein paar Kastanien, die ich noch in der Hosentasche hatte (die sind echt) und die dort dann sofort in der Pfanne landen.

Zuhause angekommen, lese ich im Internet, dass die Verkäuferin eigentlich eine bekannte feministische Reggae-Sängerin ist, die sich aus dem Business zurückgezogen hat, weil ihr alles zu viel wurde. Dann bin ich aufgewacht.

* Das ist nicht ganz korrekt, es kann durchaus sein, dass ich mal bei @johnny_cash von aptgetupdate Fußball geguckt habe, der wohnte damals dort, allerdings nicht in dem Haus aus dem Traum.

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Komplexe Kätzchen

Ich habe Nimbin hat ja schon einmal beschrieben, wie die beiden Miezen hier bei uns eingezogen sind. Die Vorgeschichte kennt Ihr aber glaube ich noch nicht. Der Bruder vom Mann und seine Freundin leben auf dem Land in einem Haus mit großem Garten und allerlei Getier. Sie haben Ziegen, Bienen, Kaninchen und Hühner. Und Katzen. Eigentlich nur zwei - eine, die sie mit dem Haus gekauft haben und eine, die bei ihm auf Arbeit auftauchte und ein Zuhause brauchte. Tierlieb sind sie also sehr und so war es auch keine große Sache, als die Nachbarskatze plötzlich bei ihnen in der Scheune Junge bekam.



Der Nachbar selbst ist nicht so tierlieb und hätte sich der Minimiezen sicherlich entledigt. So bekamen sie jedoch ein liebevolles Übergangszuhause, ordentlich Futter und Streicheleinheiten und schließlich neue Wohnorte vermittelt. Um noch mehr "ungeplante" Katzengäste zu vermeiden, brachten die beiden auf eigene Kosten eine weitere Katze des Nachbars zum Tierarzt und ließen sie sterilisieren. Dann fuhren sie zurück nach Hause und sahen auf dem Hof vier kleine halbverhungerte Katzenkinder sitzen. Scheinbar hatte sich ihr großes Herz in der Katzengemeinde des Dorfes herumgesprochen.


Zum Glück hat die fleißige Katzenmama sich der drei Kleinen angenommen (die Vierte hat es leider nicht geschafft) und so zog sie nun insgesamt sieben Kätzchen groß. 


Fünf davon konnten wir vermitteln, die beiden letzten, die sehr aneinander hingen, nahmen wir schließlich selbst mit nach Hause und sie wurden zu Nimbin und Noosa. 



Sie brauchten beide sehr lange, um sich bei uns einzugewöhnen. Nimbin war nach ein paar Wochen soweit, dass er keine Angst mehr vor uns hatte, sein Essen einforderte und manchmal sogar selbst ankam, um sich seine Streicheleinheiten abzuholen.



Bei Noosa hingegen hat es Monate gedauert, bis wir sie anfassen durften. Die ersten Wochen lebte sie unter Betten und Schränken und kam nur zum Essen oder aufs Klo gehen heraus, wenn keine Menschen in der Nähe waren. Auch heute noch hat sie große Angst vor Fremden und versteckt sich schonmal einen ganzen Abend hinter dem Sofa, wenn Besuch da ist. Laute Geräusche, schnelle Bewegungen... alles nichts für diese Mieze. Inzwischen ist sie fast zehn Monate bei uns und seit kurzem dürfen wir sie manchmal kurz hochheben. Aber wirklich nur ganz kurz! Die meiste Zeit ist sie eine kleine Psychokatze - immer zum Sprung bereit.



Vermutlich haben die beiden etwas sehr traumatisches erlebt, bevor sie sich eine neue Mama gesucht haben. Dafür spricht auch, dass bei uns kein Essen stehen bleibt: Andere Katzen haben einen Napf voll Trockenfutter, der im Laufe des Tages leergenascht wird. Bei uns wird sofort alles ratzekahl leergeputzt, egal wie viel es gibt und ob man hinterher kotzen muss. Und wenn man hinterher kotzen muss, dann wird das Erbrochene danach fein säuberlich aufgeschlabbert.


Apropos schlabbern - völlig konträr zu ihrem sonstigen verhalten, kann die kleine Noosamiez auch eine echte Kuschelmieze sein. Kaum liege ich nämlich auf dem Sofa, am besten mit dem Laptop auf den Knien, springt sie aufs Sofa und schleicht vorsichtig - aber ganz vorsichtig! - immer näher an mich heran, schnuppert an mir, schlabbert an meiner Hand, meinem Ohr, was gerade da ist... Und lässt sich dann auf meinen Oberkörper fallen und kuschelt sich gaaaaaanz nah an mich dran. Dann wird geschnurrt ohne Ende und natürlich meinerseits ordentlich gestreichelt. Noosa ist die flauschigste Hauskatze, die ich kenne, mit ganz weichem, ziemlich langem Fell. Dann legt sie sich manchmal auf dem Rücken und macht sich ganz lang und breit, damit möglichst viel zu knuddeln ist. Versucht man dann aber vielleicht, aufzustehen oder sie hochzuheben - dann ist sie ganz schnell verschwunden, über Stock und Stein Tisch und Klavier, lautlos und schnell wie eine echte Wildkatze. Ihre Zuneigung bekommen nur wenige Menschen, die dafür am besten tagelang etwas tun füttern, und nur zu von ihr selbst bestimmten Zeiten. Dann aber, ist sie das Beste, was einem nach einem langen Arbeitstag passieren kann:

Dienstag, 7. Oktober 2014

Stöckchenzeit in Loosyland: 7 Fakten über mich

Es gibt sie immernoch, die Stöckchen, die von Blog zu Blog geistern. Mich traf nun der "One lovely Blog Award" am Kopf - geworfen von Bettie vom Frühen Vogerl. Was soll ich sagen, da lass ich mich nicht lumpen. Hier also nun 7 Fakten über mich:


  1. Ich bin nicht ganz normal. (Ha, Überraschung!) Ich habe nur eine Niere und kann nicht in 3D gucken. Ersteres schränkt mich eigentlich überhaupt nicht ein, letzteres sorgt seit einigen Jahren bei Kino-Planungen ab und zu für Probleme.
  2. Aus einer Laune heraus habe ich mit ungefähr 16 Jahren angefangen, Niederländisch zu lernen, ohne davor jemals dort gewesen zu sein. Einige Grundbegriffe habe ich mir beigebracht, aber nie einen Kurs mitgemacht. Ich habe aber "Harry Potter en de Gevangene van Azkaban" auf Niederländisch gelesen und auch für meine Master-Arbeit eine Quelle auf Niederländisch verwendet. Tatsächlich mit einem Muttersprachler Niederländisch gesprochen habe ich aber noch nie.
  3. Einer meiner Uropas war Sorbe, meine Oma hat als Kind zuhause Sorbisch gesprochen, ich selbst hatte vier Jahre lang Sorbisch in der Grundschule. Trotzdem kann ich weit weniger Sorbisch als Niederländisch.
  4. Die Sprache, die ich nach Deutsch und Englisch am besten kann, ist Italienisch, obwohl ich in der Schule sechs Jahre lang Französisch hatte.
  5. Den Namen loosy habe ich im Rahmen eines Strip Poker-Spiels 1999 erhalten.
  6. Menschen lernen mich meistens als entweder sehr schüchtern und ruhig oder sehr extrovertiert und redebedürftig kennen. Beides stimmt.
  7. Nächste Woche gehe ich auf ein Klassentreffen - vor 20 Jahren habe ich die Grundschule abgeschlossen. Die überwiegende Mehrheit meiner ehemaligen Klassenkamerad_innen habe ich seit 20 Jahren nicht gesehen, obwohl die Schule nur zwei Dörfer weiter war. Mit den anderen beiden habe ich Abitur gemacht. (OK und 2-3 andere sind mir zwischendurch mal irgendwann einmal zufällig über den Weg gelaufen.)


Dann soll man das Stöckchen noch an 15 Leute weitergeben, ich versuchs mal bei:

1. Bread Story
2. copper, boom!
3. fluegge
4. Frisch verMuTZt
5. Schwanger Schmarotzen in Schöneberg
6. Text, Mags, Rock'n'Roll
7. I Lost my Panties in the Moshpit!
8. In guter Hoffnung
9. Eigenvalue of Migration
10. horax schreibt hier
11. The Diary of Kitty Koma
12. netznotizen
13. Gut Gebrüllt
14. Frau Mutti
15. Stahl - und andere Härtefälle

Achja und den Award zeigen soll man auch noch (fühlt sich wirklich an wie früher in den 90ern...):





Montag, 6. Oktober 2014

Hallo, kennst Du uns?

Ich verbrachte meine Mittagspause heute im Park. Also eigentlich ist das kein Park, mehr so eine Grünfläche mit angeschlossenem Spielplatz und nem Springbrunnen. Aber eben grün und um die Ecke vom Büro.. Ich setzte mich also auf das letzte sonnige Fleckchen und holte mein Buch heraus. Völlig vertieft in meine Lektüre schaute ich kurz aufs Handy und stellte fest, dass es gleich Zeit sein würde, zurückzukehren. Kurz, bevor ich dann wirklich los musste, bauten sich zwei Kinder vor mir auf und schauten mich unverwandt an.

-Hallo, kennst Du uns?
-Öhm... *genauerhinguck* Nee. Wieso sollte ich Euch kennen?
-Weil Du ein Buch liest!
-... (?!?!)
-Na dann bist Du bestimmt öfter hier!
-Ja, bin ich, Ihr auch? Wie heißt Ihr?
-Cecile und Luisa. Und wie heißt Du?
-Das sind aber schöne Namen! Ich bin Susi.
-Und wie alt bist Du?
-Ähm... 31. Und Ihr?
-Ich bin 5 und sie ist 4.
-Ich muss jetzt leider zurück zur Arbeit. Ihr bleibt noch, ja? Was spielt Ihr?
-Prinzessinnenburg! (ab zur begleitenden Horde Erwachsener, die scheinbar mit Boule-Kugeln beschäftigt waren)
-Na dann viel Spaß noch! (ebenfalls ab - schmunzelnd zurück zur Arbeit)

Hmm, irgendwie eine spannende Begegnung. So könnten auch Bücher anfangen, mit leichtem Fantasy-Touch. Irgendwas mit einer magischen Parallelwelt, aus der sie mich kennen könnten. Oder was mit einer verschwundenen Mutter, die sie jetzt suchen wollen. Oder vielleicht einfach was mit einem Generationen übergreifenden Buchclub?

Sonntag, 5. Oktober 2014

Tagebuch-5 im Oktober

Wie immer am 5. fragt Frau Brüllen: WMDEDGT (Was machst Du eigentlich den ganzen Tag)? Die anderen Beiträge findet Ihr hier.

Mein Tag beginnt mit einem Weckerklingeln - obwohl Sonntag ist, muss ich heute arbeiten und zwar zum ersten Mal wieder nach meiner Brückenwoche. Zum Glück kann ich an den Wochenenden einfach zuhause arbeiten und da so sowohl die Büro-Atmosphäre als auch der Arbeitsweg entfallen, fühlt sich so eine Wochenendschicht gar nicht wie wirkliches Arbeiten an - zumindest, wenn es so ruhig ist wie heute. Wahrscheinlich weil sowieso alle im langen Wochenende sind erreichen mich nur zwei Mails, die beantwortet werden müssen. Abgesehen davon kann ich ganz entspannt Dinge abarbeiten. Was ich da genau mache? Ich korrigiere und lektoriere Texte, pflege Bilder an den richtigen Stellen ein, überprüfe dass alle Fakten sauber sind, rechtliche und interne stilistische Richtlinien eingehalten werden und alle technischen Einstellungen stimmen. Das geht mal ganz schnell und dauert auch mal etwas länger. Teilweise kopiere ich auch bereits vorhandene Dinge und passe sie an neue Standards an. Und ganz manchmal, so wie heute, übersetze ich auch etwas - da unsere beiden Hauptübersetzer ebenfalls Urlaub hatten, ist etwas für mich übrig geblieben.

Das war also meine Hauptbeschäftigung, nebenbei habe ich jede Menge Tee getrunken, Kuchen und Käsebrötchen gegessen, eine Waschmaschine angestellt und die Wäsche danach aufgehängt... Alles immer in kurzen Pausen, denn alle paar Minuten muss ich sicherstellen, dass keine dringenden Mails angekommen sind, die sofort bearbeitet werden müssen. Das Hin und Her wurde mir dann wohl ein wenig zum Verhängnis. Weil die Katzen die Tendenz haben, meine Aufmerksamkeit einzufordern, musste ich sie über mehrere Stunden aus der Bibliothek (so heißt unser Arbeitszimmer, das eben auch den Großteil unserer Bücher beherbergt) aussperren und ignorieren. Vermutlich war es der Protest dagegen, der dazu führte, dass ich nach Feierabend feststellen musste, dass mit der Wäsche etwas nicht ganz in Ordnung war. Ich hatte die vorherige Ladung Wäsche zusammengelegt und auf dem noch vom letzten Besuch bezogenen Gästebett platziert. Nun war da etwas feucht und roch unangenehm. Und zwar nicht nur "etwas",  sondern ein Stapel sauberer, zusammengelegter T-Shirts, die Bettwäsche, die Bettdecke, zwei Laken, der Matratzenschoner und die Matratze selbst. Ganz großes Kino!

Viel erfreulicher war, dass der Mann heute von seinem Wochenendtrip zu Freunden in Leipzig zurückkam. Ich kochte uns ein äthiopisch inspiriertes Spitzkohl-Möhren-Curry mit Reis und dann sahen wir uns einen Film an, der eigentlich nicht zu solch einem Festmahl passte: Hunger von Steve McQueen handelt vom Hungerstreik im Maze-Gefängnis in Belfast, bei dem neben dem Anführer Bobby Sands noch neun weitere Gefangene ums Leben kamen. Seit wir in Belfast waren, wollte ich mich nochmal genauer mit dem Nordirland-Konflikt beschäftigen und mir vor allem nochmal diesen Film ansehen, den ich vor vielen Jahren, irgendwann Ende der 90er, mal zu dem Hungerstreik gesehen hatte. War aber ein anderer, wie ich dann heute festgestellt habe. Für Hunger wäre ich damals auch noch lange nicht bereit gewesen - der Film ist ziemlich krass. Some Mother's Son steht dann wohl demnächst nochmal auf dem Programm.

Ich beschließe den Abend dann jetzt noch mit ein paar Seiten aus Weil ein #aufschrei nicht reicht, das ich wirklich allen ans Herz legen möchte - die Bewertungen auf der Amazon-Seite haben heute wieder eindeutig gezeigt, wie notwendig dieses Buch ist.


Samstag, 4. Oktober 2014

Brückenwoche - Tag 6 (Finale)

Heute war der letzte Tag meiner Brückenwoche - morgen, wenn Ihr alle in einen gemütlichen Sonntag startet, geht für mich die Arbeit wieder los. Natürlich ging die Woche, wie jeder Urlaub, viel zu schnell vorbei. Dann musste eben dieser letzte Tag etwas ganz Besonderes werden.

Das Highlight meines heutigen Tages war der Besuch einer lieben Freundin. Gemeinsam haben wir viel Tee getrunken und dem Stammcafé einen Besuch abgestattet. Danach sind mehr als zwei Stunden lang durch unser Eckchen vom Prenzlauer Berg, durch Weißensee und Pankow spaziert. Natürlich auch einmal um den Weißen See, das gehört ja quasi zum Pflichtprogramm. Zu erzählen gab es genug, so dass wir eigentlich noch gar nicht fertig waren, als sie wieder los musste.

Wieder zuhause habe ich dann sogar noch geschafft, einen Kuchen zu backen - eine Eierschecke mit Äpfeln. Die gab es früher gefühlt fast jeden Sonntag bei uns. Ist sehr lecker geworden, schmeckt aber ein klein wenig mehr wie die Variante von meiner Oma, als die von meiner Mama - nicht schlimm, denn letztere wird es ja sicherlich noch öfter geben (auch wenn Mama inzwischen experimentierfreudiger geworden ist (mit einem schmunzelndem Winken nach Nova Scotia!).


Etwas ärgerlich finde ich hingegen, dass ich sehr viele Sachen, die ich mir für diese Woche vorgenommen habe, nicht geschafft habe. Die Zeit flog einfach nur so dahin. Gut ist hingegen, dass ich eine Menge tolle Sachen gemacht habe, Zeit mit Freunden verbracht habe, eine dicke Brise Kultur und Berliner Leben inhaliert habe und nur sehr selten an die Arbeit gedacht habe - good times were had by all. Langweilig geworden ist mir definitiv kein bisschen und würde es vermutlich auch mehrere weitere Wochen lang nicht. Jetzt muss ich es nur irgendwie hinkriegen, all die vor mir hergeschobenen Dinge auch während ganz normaler Arbeitswochen zu erledigen. Man drücke mir beide Daumen - ansonsten starte ich eben um Weihnachten herum einen neuen Versuch.

Brückenwoche - Tag 5

Die Zeit fliegt mal wieder vorbei, heute ist schon der fünfte Tag vorbei und von all den Dingen, die ich schaffen wollte, habe ich doch reichlich wenig abhaken können. Nur im Freizeitbereich lief es sehr gut. ;)

Der heutige Tag begann mit Frühstücksbesuch, frisch aus New York eingeflogen. Danach folgte eine sehr lange Couch-Session mit dem Schauen der neuen Folgen von Scandal (wird dann jetzt auch mal vorhersehbar) und Parenthood (schade, dass es bald vorbei ist), außerdem Sex Tape (nette Unterhaltung und erfreulich unverkrampfter Umgang mit Sex und dem Internet) und Can A Song Save Your Life (auch nett, fehlt noch etwas Edge), sowie die zwei letzten Folgen von Modern Family (immernoch ganz witzig, vielleicht die ausgelassenen Staffeln doch noch gucken...)

Dann war auch schon die Zeit heran, um mich mit der besten Freundin erst auf ein Getränk und dann zum Videoschnipselvortrag in die Volksbüjne zu begeben. (Drittes Mal Volksbühne diese Woche!)

Die Highlights heute:

-"10 Deutsche sind dümmer als 5 Deutsche."- Heiner Müller

-Die Pittiplatschifizierung der Nazis

-"1970 liefen so viele Nazis rum wie heute Ostler."

-Fakt: In dem Dreivierteljahr nach der Wiedervereinigung starben mehr Menschen auf ostdeutschen Autobahnen als 40 Jahre an der Mauer.


Zuletzt noch einen Kulturhinweis: Seit heute bloggt eine liebe Freundin unter Schwanger Schmarotzen in Schöneberg. Bitte lest zahlreich!

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Brückenwoche - Tag 4

Der heutige Tag stand mal ganz im Zeichen von Erholung - man könnte auch sagen, ich hab nix geschafft. Also nix Produktives. Zumindest nichts Greifbares. Im Haushalt oder so. Dafür habe ich:

-Nach dem Frühstück nochmal ein Stündchen geschlafen
-Mit den Katzen gekuschelt und die Einleitung und das erste Kapitel von Das neue Spiel gelesen
-Gut die Hälfte des gestern bei der Lesung gekauften Weil ein #Aufschrei nicht reicht gelesen
-Mit Freunden und ihrem zweieinhalb Monate alten Baby die Hasenheide unsicher gemacht, Kuchen gegessen, Kamele und Esel bestaunt und ein Eichhörnchen beobachtet
-Mit dem Mann auf dem Stadt Land Food polnische Piroggen sowie sizilianische Panelle, Crostini, Cannoli und Arancini gegessen

Eigentlich wollte ich ja auch zum Kieser gehen, aber irgendwie war ich in der ersten Tageshälfte so platt, dass ich mich nicht aufraffen konnte. Zudem war ich auch quasi auf dem Sprung nach Kreuzkölln und wartete nur auf den Startschuss. Hoffentlich dann aber morgen!

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Brückenwoche - Tag 3

Heute kann ich nur den Beginn des Tages in Stichpunkten abhandeln, für den Rest muss ich wohl weiter ausholen... Aber here goes: Die aktuellen Folgen von Madam Secretary, New Girl und Big Bang Theory gesehen und währenddessen Wäsche gewaschen. Die neue Folge Picknick am Wegesrand gehört und dabei Wäsche aufgehängt und den Kühlschrank entmöhlt - man mag sich nicht vorstellen, was ich alles weggeschmissen habe und in welchem Zustand diese Dinge waren.

Die zweite Tageshälfte war dann wesentlich sozialer. Den Nachmittag verbrachte ich mit meiner besten Freundin und ihrem 9 Monate alten Baby (im Folgenden: Der Fratz). Der Fratz ist das, was einem Patenkind bei mir am ehesten käme. Und wenn die Dinge so weiter laufen, werde ich wohl auch anderweitig nicht mehr Tante werden. Daher finde ich es toll, dass der Fratz mich immer bis über beide Ohren angrinst, wenn er mich sieht und sich sichtlich über meine Anwesenheit freut.

Wir haben zusammen einen Kinderwagen-Ausflug durch Friedrichshain und Kreuzberg gemacht, wir Großen haben ein riesiges Eis gegessen, wir waren auf zwei Spielplätzen und ich habe mit dem Fratz geschaukelt und im Matsch gespielt. Außerdem krabbelte und brabbelte er vor sich hin und wollte ungefähr 100 mal "Wo ist das Baby?" "DA is das Baby!" spielen. Es war großartig. Und ein gutes Workout war's obendrein.

Abends ging es dann zur Buchvorstellung im Grünen Salon. Meine halbe Twitter-Timeline war da, aber natürlich traute ich mich wieder nicht, jemanden anzusprechen. Zum Glück habe ich aber inzwischen einen guten Wingman, der mich Menschen vorstellt und so konnte ich doch mit einigen neuen Leuten ins Gespräch kommen,  wurde kurzzeitig für eine erfolgreiche Bloggerin gehalten und konnte mein Ego damit streicheln, dass zumindest mein Twitter-Name samt Profilbild inzwischen einigen ein Begriff ist. Vielleicht liest und kommentiert auch bald mal jemand mein Blog ;)

Alles in allem ein sehr großartiger Tag, danke an Alle, die dazu beigetragen haben!

Dienstag, 30. September 2014

Brückenwoche - Tag 2

Heute war ich viel mit dem öffentlichen Nahverkehr unterwegs - Tram, S-Bahn, Bus, U-Bahn, wieder Tram. Immerhin bekomme ich so ne Menge weggelesen. Außerdem habe ich:

-Gebadet und das Season-Finale von Masters of Sex gesehen
-Das Schlafzimmer gesaugt und die gestern aussortierten Dinge zum Müll bzw. in die Altkleidersammlung gebracht
-Eine Freundin zufällig getroffen und mich lose für den Freitag verabredet
-Mio nach anderthalb Jahren mal wieder getroffen
-Mit einer Freundin beim Vietnamesen Mittag gegessen
-Bei meinen Eltern den Briefkasten geleert und die Blumen gegossen
-Eine Ladung Wäsche gewaschen und aufgehängt sowie die von gestern abgenommen und verräumt
-Den Abend mit dem Mann bei einer Freundin und ihren Katzen verbracht und dabei sehr lecker Indisch gegessen
-Mich für morgen, Freitag und Samstag mit Freundinnen verabredet

Läuft ganz gut bisher ;)

Montag, 29. September 2014

Brückenwoche - Tag 1

Ich habe diese Woche frei - 2 Ausgleichstage, 2 Urlaubstage und dann ist da noch dieser Feiertag... Ursprünglich wollte ich ja mit der besten Freundin und ihrem Baby wegfahren, aber nun mangelt es uns beiden an Geld, Zeit und Elan. Außerdem gibt's auch zuhause genug zu tun und zu erleben. Um mich selbst ein bisschen zu motivieren, nicht nur den ganzen Tag Serien zu gucken, werde ich hier im Blog einfach mal dokumentieren. Heute habe ich:

-Mit der Frau mit Hut im Stammcafé gefrühstückt, und zwar draußen sitzend, am 29. September
-The Good Wife, Downton Abbey und Masters of Sex gesehen (jeweils eine Folge)
-Wäsche zusammengelegt, neue gewaschen und aufgehängt
-Sauberes Geschirr weggeräumt und den Geschirrspüler ausgeräumt sowie abgewaschen
-Das Schlafzimmer aufgeräumt und dabei entrümpelt - ein 20 l-Müllsack ist voll geworden, plus eine Tüte voller Sachen für die Altkleidersammlung (meinen Teil des Kleiderschranks musste ich nämlich auch aufräumen)
-Eine knappe Stunde beim Kieser Training verbracht
-Eingekauft
-Einen runden Zucchino mit Hirse, Crème  fraîche und Gewürzen gefüllt, ihn dann gebacken und dann genüsslich verspeist
-Den Fragebogen meiner Krankenkasse zum Unfall ausgefüllt und eingetütet
-Auf dem iPad iOS 8.02 installiert (auf meinem iPhone wird das nie ankommen, ich habe ja so schon keinen Speicherplatz mehr...)
-Mit dem Mann und den Miezen eine Folge Inspector Barnaby geguckt und nebenbei die Australien-Fotos eines unserer Mitreisenden durchgesehen und bei den Bildern aus Nimbin und Noosa kichern gemusst

Puh, wenn man das so aufschreibt, ist es doch ganz schön viel. So kann es weitergehen, ein paar Highlights (und einiges an Arbeit) stehen noch an!

Mittwoch, 24. September 2014

Appgefahren

Heute bin ich beim Durchstöbern der Moves-App auf den Unfall gestoßen. Merkwürdiges Gefühl. Immerhin weiß ich jetzt den genauen Ort und die genaue Zeit. 



Wozu das iPhone noch gut war an dem Tag: Vom Krankenhaus aus den Weg zur S-Bahn finden und ne Zugverbindung raussuchen. Da musste sogar der Mann zugeben, dass die Dinger nützlich sind. (Er trägt sich mit dem Gedanken, seins demnächst abzuschaffen. Ich arbeite noch daran, ihm das auszureden. ;))

Sonntag, 21. September 2014

Das Leben feiern

Das mit den Schmerzen wird wohl noch ein Weilchen so weitergehen, aber so rein psychisch hat sich in der letzten Woche schon einiges getan. Ab und zu kommt das Erlebte (bzw. das Beinahe-Nicht-Mehr-Erlebte) noch einmal mit voller Wucht hoch. Besonders bei quietschenden Reifen, plötzlichen lauten Geräuschen oder wenn die Bahn scheinbar über einen Hubbel fährt. Ich merke ja sonst gar nicht, wieviele Unfälle sonst beinahe um mich herum passieren. Im Moment kann jedoch so ein Spaziergang durch die Stadt fast schon in Psychostress ausarten bei all dem potentiellen Rummms.

Die meiste Zeit hinüber geht es mir aber seelisch sehr gut und das hat viel mit den tollen Dingen zu tun, die ich diese Woche gemacht habe: Mit der besten Freundin samt Baby draußen auf der Wiese sitzen, ein wahnsinnig lustiges Theaterstück mit einem Freund in einer Paraderolle sehen, Klavier und Tin Whistle spielen, mit dem Bruder und Freunden seinen Geburtstag bei leckerer Pizza nachfeiern und auf der Hochzeit eines lieben Freundes zu Lords of the Boards Pogo tanzen. Dazu ganz viel Katzenliebe und natürlich der wundervolle Liebste.

Ich glaube, ich habe mich wieder einigermaßen hergestellt, so dass der Alltag und seine Projekte mich morgen mit einer Woche Verspätung wiederhaben können.

Montag, 15. September 2014

WTF

Aber so richtig: What the fuck. Gestern haven wahrscheinlich sämtliche Schutzengel Überstunden gemacht (Note to self: Brauche für zukünftige Erzählungen noch ein atheistisches Äquivalent, was sollen denn die Leute denken...) Gestern sind wir mit dem Auto Achterbahn gefahren, mit Bande, anderthalbfachem Looping und Über-Kopf-Stehenbleiben. Auf einer Autobahn voller Autos. Bis auf ein paar Kratzer wurde niemand (in Worten: niemand) verletzt. Und bis auf die Leitplanke und das Auto gab es auch keinen Sachschaden. Zwei von drei Insassen haben ein leichtes Schleudertrauma. Und ich möchte jetzt auf unbestimmte Zeit kein Auto mehr fahren. (Sowieso immer nur mit-, genau weil ich so etwas nicht verursachen möchte und es mir nicht zutraue, das nicht zu tun.)

Weitere WTF-Aspekte:

-Ich hatte keine Angst und wusste, dass uns nichts Schlimmes passieren wird
-Ich nahm meine Handtasche mit allen wichtigen Dingen sofort mit aus dem Auto - völlig selbstverständlich 
-Mein Blutdruck war total durchschnittlich
-Aufgrund meines niedrigen Pulses fragte der Sanitäter, ob ich regelmäßig Leistungssport mache (hysterisches Gelächter meinerseits)
-In der Notaufnahme unterhielten wir uns bereits wieder gut gelaunt über frühere Unfallsituationen
-Mein iPhone ist unbeschädigt, ebenso wie die beiden anderen Smartphones im Auto
-Am Bahnhof trafen wir noch einen Bekannten, der zufällig mit dem gleichen Zug nach Berlin fuhr
-Am gleichen Wochenende ist Bekannten etwas ähnliches passiert, sogar noch etwas krasser, mit Frontalaufprall, aber auch da ist außer ein paar Prellungen nix passiert
-Gerade ein paar Sekunden vorher beschloss der Mann auf einen Parkplatz zu fahren, weil er müde wurde
-Im Urlaub hatten wir bereits darüber geredet, das Auto irgendwann abzuschaffen

Jo, die Entscheidung wurde uns dann wohl abgenommen. Jetzt nur noch die Muskeln und die Psyche wieder geraderücken. Wenn jemand Tipps für Zweiteres hat, gerne immer her damit... (Und bitte, passt auf Euch auf und fahrt nicht, wenn Ihr übermüdet seid!!!)

Donnerstag, 11. September 2014

Brunch, Baby, Berlin

Heute war ein Tag mit drei großen B's - lauter kleine Begebenheiten, die diesen Donnerstag besonders machten.

Brunch

Es war wieder einmal Zeit für unser Redaktionsbrunch. Mein Beitrag dazu war eine spontane Eingebung gestern Abend: Sultans Freude andersherum/revisited/inside out/in reverse. Wer's nicht kennt, Sultans Freude ist ein gar köstlicher Frischkäse-Aufstrich, den man zumeist im Bioladen kaufen kann. Er enthält orientalische Gewürze und Datteln. Ich kaufte also Datteln und Ziegenfrischkäse und baute das Ganze dann zuhause einfach aus der Erinnerung nach - mit Olivenöl, Curry-Pulver und je einer Extraportion Cumin, Curcuma und Zimt. Dazu noch ein paar schwarze Sesamkörner und fertig war die Creme, die sehr originalgetreu schmeckte. Damit wurden dann die Datteln gefüllt, was eine ziemliche Futzelarbeit ist. Effekt und Geschmack lohnen den Aufwand aber!



Baby

Ein Ex berichtete mir heute von seinem Baby, das vor vier Wochen geboren wurde. Wer mein Blog zwischen 2006 und 2008 las, wird sich an ihn erinnern. (Gleiche URL, aber die Beiträge sind leider verlorengegangen...) Das Baby trägt einen Zweitnamen, der ihm schon damals viel bedeutete und auf dem Foto auch seinen Seitenscheitel. Wie Arsch auf Eimer sozusagen. War ein schönes Gespräch und da ich nächste Woche in der Gegend bin, treffen wir uns vielleicht nach über fünf Jahren mal wieder (das zweite Mal seit der Trennung). Bin gespannt - es ist so viel passiert seitdem.


Berlin

In der Bahn saß mir heut ein fremder älterer Herr schräg gegenüber und sprach mich an, obwohl ich in mein Buch vertieft war. "Entschuldigen Sie, darf ich Sie etwas fragen? Was ist für Sie das Schönste an Berlin?"
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(Das musste ich jetzt mal wirken lassen.)

Nach kurzem Nachdenken antwortete ich: "Dass es hier alles gibt." Aus Angst, er könne mich nicht richtig verstehen, fügte ich noch hinzu: "Außer dem Meer ist einfach alles da, was man so braucht." Besser. Und zutreffend. Was das nun genau heißt, darf er und dürft Ihr Euch nun selbst überlegen.

Mittwoch, 10. September 2014

Was Juliane sagt

Genau so isses:

Für mich als als Ostdeutsche ist das so eine Sache mit der Nordsee: Ich weiß, dass es sie gibt und ich ahne auch, dass sie schöne Plätze zu bieten hat. Es war nur nie wirklich notwendig, das in der Realität zu überprüfen. Auf meiner Seite der Sonnenallee gab es innerhalb einer halben Tagesreise stets genug Strand, Sonne, lauschige Kiefernwäldchen und Unterbringungen erschwinglicher bis überteuerter Art. Außerdem hatte das jahrelange Reisen nach Zingst, Rügen und Usedom mir ein Meer, das mal da ist und mal nicht, ziemlich suspekt erscheinen lassen. Ich meine, wer ist dieses Meer – Eine kapriziöse Pop-Diva, die eine Stunde nach Veranstaltungsbeginn nicht mal daran denkt, auf die Bühne zu gehen? Ich glaube kaum, dass ich es nötig habe, auf ein Badegewässer zu warten.

Gefunden auf kleinerdrei.org - vielleicht sollte ich meinen Monatswechsel-Urlaub doch direkt an der Ostsee verbringen. Mehr Meer ist ja schließlich immer besser als weniger Meer.

In fremden Küchen

Gestern besuchte ich eine Freundin und wir haben zusammen etwas vom Kochhaus gekocht. Wer es nicht kennt - das sind Läden, in denen man sich verschiedene Rezepte nebst den benötigten Zutaten kaufen kann, genau in der Menge, die man benötigt. Der Gedanke dahinter ist wohl, spontan und abwechslungsreich kochen zu können, ohne dass Reste übrig bleiben (und die Rezepte sind recht idiotensicher beschrieben).

Meine Freundin nutzt das öfter, da sie meist für sich allein kocht und nicht zwei Tage lang das Gleiche essen will. Und ich wollte es auch schon immer mal ausprobieren. Als ich ankam, erwartete mich das hier in der Küche:



Futzelig klein abgepackter Grana Padano, exakt abgewogene Mandeln, Penne und Artischockenherzen, eine Packung Ziegenfrischkäse (Nach der hat man wohl das Rezept bemessen? War etwas enttäuscht, dass der nicht auch kleiner war und freue mich auf Original Unverpackt) und ein Mini-Bund Petersilie.

Die Mandeln wurden geröstet und gehackt, der Grana gerieben, Artischocken und Petersilie zerkleinert und dann alles vermixt, wie man es tun würde, wenn man schon mal nem Italiener beim Pastakochen zugesehen hat.

Es war ganz lecker, aber irgendwie hat mir noch ein Kick gefehlt - Cherrytomaten-Tomaten, Salbei oder Rosinen vielleicht. Gekostet hat der Spaß ca. 9 €, wir sind beide gut satt geworden und es war noch etwas übrig (Ha, Fail! Allerdings weiß ich nicht genau, für wieviele Personen das Rezept gedacht war.) - aber nicht genug, um eine volle Mahlzeit für den nächsten Tag zu haben - schade!

Fazit: Kann man mal machen, ist aber eher was für Menschen, die nur selten zum Kochen kommen und trotzdem mal was "anständiges" essen bzw. servieren wollen. Bestimmt gut, wenn man als Koch-Newbie ein Date beeindrucken möchte oder jobmäßig ständig auf Reisen ist und Vorräte nur vergammeln würden. Für mich und mein derzeitiges Leben ist es mir ein wenig zu durchstrukturiert, festgelegt und teuer. 

Ich kann aber demnächst noch weiter testen, da der Mann noch einen 30 €-Gutschein von dem Laden besitzt (vor zwei Jahren zum Geburtstag bekommen) und werde berichten, wenn sich meine Meinung ändert.

EDIT: Ich habe gerade nochmal durch die Rezepte geschmökert - evtl. ist das auch ne gute Idee, wenn man mal bestimmte Zutaten ausprobieren will, bevor man sich da Mengen von kauft - Bsp. Soba-Nudeln oder Coppa.

Montag, 8. September 2014

Alltag Nr. 1

Heute ging es wieder los mit der Arbeit - zum Glück mit der Spätschicht. Ich beglückwünsche mich ja jede Woche, dass ich nach dem Wochenende (und nun auch nach dem Urlaub!) erst um 11 anfangen muss.

Mit dem Direkt-Nach-dem-Aufstehen-Anziehen hat es auch geklappt, wenn man statt Schnürschuhen meine Hausschuhe zählt und nicht einkalkuliert, dass ich vor dem Aufstehen noch etwa eine halbe Stunde im Bett liege und Mails, Facebook, Twitter, Instagram etc. checke.

Aber sobald ich einmal aus dem Bett war, legte ich sofort richtig los. So konnte ich heute morgen noch die restlichen Sachen auspacken, ein wenig aufräumen, die Reste vom gestrigen Abendbrot für die Arbeit einpacken und in Ruhe zuhause frühstücken. Es gab Haferflocken mit warmen Pflaumen, Leinsamen und Sonnenblumenkernen und zwei Tassen Jasmintee.

Im Büro lief es, wie erste Tage nun einmal so laufen - viele E-Mails nachlesen, viel Neues, das auf einen reinprasselt. Dazu kamen dann noch drei verschiedene Sitzungen und mein erster Einsatz als Schriftführerin beim Betriebsrat - die Kollegin, die das sonst macht, ist im Urlaub. Morgen darf ich mich dann gleichmal an einer ordentlichen Sitzung versuchen.

Die durch das "Essen von zuhause" freigewordene Mittagspause verbrachte ich mit dem Leveln bei Ingress - jetzt Level 5 - und dem Kauf eines neuen Deos. Das war dann auch das einzige Geld, dass ich heute ausgegeben habe.

Nach der Arbeit habe ich dann weiter aus den Vorräten gekocht. Begonnen hat es mit einer vagen Idee von Zucchini, Knoblauch und Couscous, angereichert mit eingekochten Tomaten aus dem Keller. Am Ende wanderten noch getrocknete Feigen in die Pfanne, gemeinsam mit einem guten Schuss Rotwein, Kräutern der Provence, Cumin, Zimt und Petersilie. Es wurde also irgendwie eine Art marrokanischer Pamps daraus, der sehr lecker war und auch noch für morgen Mittag reicht. \o/


Danach dann noch mehr Produktivität: Neuen Router installieren (bis zu dem Punkt, an dem ich morgen mit dem Provider telefonieren muss, weil man mir scheinbar die WLAN-Funktion geklaut hat), sowie weiter Post und E-Mails bearbeiten.

Am Ende wieder FlyLady: Das Waschbecken in der Küche ist wieder "shiny". Der morgige Babystep ist das Wiederholen der bereits getanen: Sink shinen und Anziehen, sobald man aufsteht. Das krieg ich hin!

Sonntag, 7. September 2014

Wieder da und direkt Tatendrang

Um 8 klingelte der Wecker, da hatte ich mich schon zwei Stunden lang im zu heißen Hostelzimmer mit zu harter Matratze und schnarchendem Nachbarn herumgewälzt. Aufstehen, Sachen packen, frühstücken, zum Bus laufen, einchecken, fliegen, S-Bahn fahren... Gegen 18 Uhr waren wir zurück in unserer Wohnung, hatten die Katzen begrüßt und das Gepäck abgelegt. Normalerweise würde ich mich in solch einer Situation flach auf die Couch packen und den Rest des Tages nix mehr tun. Stattdessen tat ich das Folgende und fühlte mich dabei sogar noch gut:

-Auspacken und größtenteils sofort wegräumen (ein Rest bleibt für morgen früh)
-Eine Ladung Wäsche waschen und aufhängen
-Mit dem Bruder telefonieren und den Eltern skypen
-Tomaten und Radieschen vom Balkon ernten
-Äpfel, Birnen und Pflaumen von den Bäumen im Hof auflesen
-Ofengemüse aus Balkon-Paprika, Schwiegergarten-Zucchini und Kühlschrank-Mais zubereiten, mit Markt-Olivenöl, selbstgetrocknetem Salbei und Kräutern der Provence von einer Freundin
-Dazu gab es Balkon-Salat aus Gurke, Radieschen, Tomaten und Petersilie sowie einen veganen Birnencrumble mit Haferflocken, Kokosöl und Agavendicksaft (und Zimt)
-Die unreifen Birnen mit einem reifen Apfel in eine Papiertüte gelegt - zum schnelleren Nachreifen
-Die Radieschenblätter gewaschen und eingedost in den Kühlschrank gestellt für zukünftige Essenszubereitungen
-Äpfel ausgeschnitten und zwei Gläser Apfelmus gekocht
-Pflaumen genascht
-Post durchgesehen und priorisiert
-Babystep Nummer 1 von der FlyLady erledigt ("Shine your sink!")
-Katzen gekuschelt, getwittert, geinstagramt, Blogs gelesen

Jetzt liege ich in der Badewanne. Noch vor Mitternacht werde ich im Bett liegen und über meinem Buch eingeschlafen sein.

Mal sehen, ob ich diese neugewonne Produktivität in den Alltag retten kann und ob ich morgen Babystep 2 schaffe: Get dressed to lace-up shoes right when your feet hit the floor in the morning...

Samstag, 6. September 2014

Tagebuch-5 im September

Wegen Urlaubs fast verpasst: Gestern war wieder der 5. und Frau Brüllen fragte wieder WMDEDGT?

Der Wecker klingelte um 8 und wir erwachten in einem Hotelzimmer in Belfast. Entgegen unserer Gewohnheit standen wir relativ schnell auf, machten uns fertig und packten unsere Sachen. Dann holten wir unser Mietauto aus dem Parkhaus um die Ecke und fuhren in die Werkstatt um die andere Ecke. Hier zog man uns den bereits bezahlten neuen Reifen auf und umarmte uns zum Abschied nochmal herzlich. (Fragt nicht, ich weiß auch nicht - Iren halt.)

Danach ging es zum Frühstück ins Maggie Mays das mir ein in Belfast lebender Bekannter empfohlen hatte. Der Mann aß Baked Beans auf Toast mit Käse überbacken und ein Sandwich. Ich begnügte mich mit einem köstlichen Porridge mit Banane, Rosinen und Ahornsirup. Nach dem Frühstück machten wir uns dann auf den Weg Richtung Dublin.

Zuerst hielten wir nochmal an einem See in der Nähe, der mit dem Meer verbunden ist und schön algig roch. Leider hatten wir nicht genug Zeit, um bis an den Übergang zum Meer zu fahren, so dass wir keine Seelöwen gesehen haben. (Auf der ganzen Reise nicht, dafür aber einen Delfin.)



Wir hatten es so eilig, weil wir das Mietauto abgeben mussten und vorher noch die berühmten steinzeitlichen Passage Tombs im Tal des Boyne besichtigen wollten. Leider hat es auch da nur für eine der beiden zugänglichen Stellen gereicht. Man kann sie nämlich nur mit geführten Bustouren besuchen und ist daher an feste Zeiten gebunden. So sahen wir uns eben nur Knowth an, das natürlich trotzdem sehr beeindruckend war.

Auf dem Parkplatz packten wir dann alles, was sich in den letzten zwei Wochen so im Auto angesammelt hatte in unsere Rucksäcke: Meine Wanderschuhe, die Mütze von den Aran Islands, den Schal von Slieve League, den Whisky aus Bushmills und die Tin Whistle aus Cobh. Dann fuhren wir erst einmal zu unserem Hostel, um das Gepäck abzuladen und danach zum Flughafen, um das Auto abzugeben. Was wir nicht bedacht hatten, war, dass wir natürlich direkt zur Rush Hour in Dublin ankamen und daher zweimal mit dem ganzen Stop-And-Go zu kämpfen hatten. Da kam schon ein wenig Frust auf.

Zum Glück gab es mit dem Auto dann keine bösen Überraschungen mehr und so waren wir ratzfatz mit dem Bus zurück in der Innenstadt. Wir holten uns an der Touristeninformation einen Stadtplan und liefen dann ein wenig durch die Straßen, beschlossen aber schnell, direkt Essen zu gehen. Im Govinda's, das vom Hare Krishna betrieben wird, gab es für vergleichsweise wenig Geld köstliches vegetarisches indisches Essen. 



Danach waren wir pappsatt und rollten nur noch ins Hostel. Hier teilen wir uns ein Zimmer mit zwei anderen, so dass der Abend leise lesend ausklang.

Samstag, 30. August 2014

Halbzeit #loosireland

Eigentlich hatte ich einen langen Post getippt, aber da die Blogger-App es vorzog, lieber abzustürzen als ihn zu veröffentlichen und ich gerade 14 Postkarten geschrieben habe, bekommt Ihr jetzt erstmal nur ein Bild. Ausführlichere Reiseberichte demnächst an gleicher Stelle.


Die typische Karst-Landschaft des Burren in den Counties Clare und Galway - hier auf Inis Oirr, der kleinsten der Aran Islands.